Burnout bei Lehrkräften:
Erkennen, Vorbeugen, Handeln
Lehrkräfte sind besonders gefährdet. Wir erklären Warnzeichen, Präventionsstrategien und Hilfsangebote.
Warum sind Lehrkräfte besonders gefährdet?
Der Lehrberuf kombiniert viele Burnout-Risikofaktoren: hohe emotionale Belastung, mangelnde Erholung trotz Ferien, Konflikte mit Eltern und Schülern, zunehmende Bürokratie und das Gefühl, nie fertig zu sein.
Klassen werden größer, Anforderungen steigen, Ressourcen stagnieren. Viele Lehrkräfte leisten im Schnitt 50–55 Arbeitsstunden pro Woche.
Empathie gegenüber Schülern mit schwierigen Lebensumständen kostet Energie. Ohne Ausgleich entsteht emotionale Erschöpfung.
Gesellschaftlich wird der Beruf oft unterschätzt. Das Missverhältnis zwischen Einsatz und wahrgenommener Wertschätzung ist ein zentraler Risikofaktor.
Warnzeichen erkennen
- Chronische Erschöpfung, die Schlaf nicht behebt
- Innere Distanzierung von Schülern und Kollegen („Zynismus“)
- Gefühl der Ineffektivität: „Ich mache nichts richtig“
- Körperliche Symptome: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, häufige Infekte
- Freudlosigkeit am Unterrichten, die früher Spaß machte
Präventionsstrategien
Eltern-Erreichbarkeit auf definierte Zeiten begrenzen. „Always-on“ ist ein Burnout-Beschleuniger.
Viele Schulen bieten kollegiale Supervision oder Beratungsangebote – diese aktiv nutzen, nicht als Zeichen von Schwäche sehen.
Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Erholungsrituale in der Unterrichtswoche einbauen – nicht nur in den Ferien.
Selbsttest: Bin ich gefährdet?
Unser anonymer Selbsttest hilft Ihnen, Ihr persönliches Burnout-Risiko einzuschätzen.
