
Lehramtsstudiengänge im Überblick
Vom Grundschullehramt bis zur Sonderpädagogik: Welcher Lehramtsstudiengang ist der richtige für dich?
Welcher Lehramtstyp zu dir passt, ist vielleicht die wichtigste Weichenstellung deiner gesamten Laufbahn – denn sie legt fest, mit welchem Alter du arbeitest, wie lange du studierst und was du am Ende verdienst. Die gute Nachricht: Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“, sondern nur ein „passt zu mir“. Hör beim Lesen in dich hinein: Wo schlägt dein Herz höher?
Die fünf Lehramtstypen in Deutschland
In Deutschland gibt es grundsätzlich fünf verschiedene Lehramtstypen, die sich in Schulform, Studiendauer und späteren Karrierechancen unterscheiden:
Max liebt Mathe und will fachlich richtig in die Tiefe – für ihn ist das Gymnasiallehramt mit zwei Fächern und A13 die logische Wahl. Seine Kommilitonin Sarah dagegen merkt im Orientierungspraktikum, dass ihr Herz bei den Kleinen schlägt: das Strahlen, wenn ein Erstklässler zum ersten Mal seinen Namen schreibt. Sie wählt das Grundschullehramt. Beide treffen die richtige Entscheidung – weil sie zu ihnen passt, nicht zur Gehaltstabelle.
Unterschiede zwischen den Bundesländern
Da Bildung Ländersache ist, gibt es erhebliche Unterschiede in der Studienstruktur. In Bayern und Hessen gibt es noch das klassische Staatsexamen, andere Länder nutzen das gestufte Bachelor-/Mastersystem.
| Bundesland | Abschluss | Besonderheit |
|---|---|---|
| Bayern | Staatsexamen | Einphasige Ausbildung, lange Tradition |
| Baden-Württemberg | Staatsexamen / Master | Umstellung auf Bachelor/Master läuft |
| NRW | Master of Education | Bachelor + Mastersystem bundesweit vorbildhaft |
| Alle anderen | Master of Education | BA Bildungswissenschaften + MA Lehramt |
Häufige Fragen
Welcher Lehramtstyp verdient am meisten?
Gymnasial- und Sonderpädagogik-Lehrkräfte starten meist in A13, Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte oft in A12 bis A13. Die Unterschiede gleichen sich über die Jahre teils an, und mehrere Länder heben das Einstiegsamt inzwischen einheitlich auf A13 an.
Kann ich später die Schulform wechseln?
Ein direkter Wechsel ist nicht ohne Weiteres möglich, da jede Lehramtsform eigene Studieninhalte hat. Über Erweiterungsstudien, Nach- oder Aufbauqualifikationen lässt sich aber vieles nachholen – gerade in Mangelbereichen sind die Länder flexibel.
Brauche ich für jedes Lehramt zwei Fächer?
In den meisten Lehrämtern ja – du kombinierst zwei Unterrichtsfächer. Ausnahmen sind Grundschule (oft mit Schwerpunkten statt klassischer Fächer) und Sonderpädagogik (Förderschwerpunkte + Fach).
Welcher Typ hat die besten Einstellungschancen?
Sonderpädagogik und das Grund-/Haupt-/Mittelschullehramt gelten als besonders gefragt, ebenso jede Kombination mit einem Mangelfach (Mathe, Physik, Informatik, oft auch Sonderpädagogik). Hier ist die Verbeamtung nach dem Ref fast sicher.
Was heißt das für dich? Lass dich bei der Wahl nicht allein vom Gehalt leiten. Du wirst Jahrzehnte in diesem Beruf verbringen – wähle die Schulform, bei der du dir das gut vorstellen kannst. Ein Orientierungspraktikum vor dem Studium ist Gold wert, um genau das herauszufinden.
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