Lehramtsstudiengänge: Welcher passt zu dir?

Lehramtsstudiengänge: Welcher passt zu dir?
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Lehramtsstudiengänge im Überblick

Vom Grundschullehramt bis zur Sonderpädagogik: Welcher Lehramtsstudiengang ist der richtige für dich?

Welcher Lehramtstyp zu dir passt, ist vielleicht die wichtigste Weichenstellung deiner gesamten Laufbahn – denn sie legt fest, mit welchem Alter du arbeitest, wie lange du studierst und was du am Ende verdienst. Die gute Nachricht: Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“, sondern nur ein „passt zu mir“. Hör beim Lesen in dich hinein: Wo schlägt dein Herz höher?

Die fünf Lehramtstypen in Deutschland

In Deutschland gibt es grundsätzlich fünf verschiedene Lehramtstypen, die sich in Schulform, Studiendauer und späteren Karrierechancen unterscheiden:

Lehramt Grundschule (LA GS)

Unterrichtest du gerne kleine Kinder und möchtest die Grundlagen legen? Das Grundschullehramt ist vielseitig und erfordert hohe soziale und pädagogische Kompetenz.

Studiendauer
6-8 Semester
Schulform
Klasse 1-4
Besoldung
A12 bis A13
Lehramt Haupt-/Mittelschule

Ideal für alle, die Jugendliche in der Orientierungsphase begleiten und auf die Berufswelt vorbereiten möchten.

Studiendauer
6-8 Semester
Schulform
Klasse 5-9/10
Besoldung
A12
Lehramt Realschule

Die Realschule bietet eine praxisnahe, mittlere Bildung. Als Realschullehrer verbindest du Fachkompetenz mit alltagsnahem Unterricht.

Studiendauer
7-9 Semester
Schulform
Klasse 5-10
Besoldung
A12/A13
Lehramt Gymnasium (LA GY) – am häufigsten gewählt

Das Gymnasium-Lehramt ist der längste, aber auch der am besten bezahlte Lehramtsstudiengang. Du unterrichtest zwei Fächer von Klasse 5 bis 13.

Studiendauer
10 Semester
Schulform
Klasse 5-13
Besoldung
A13
Sonderpädagogik / Förderpädagogik

Sonderpädagogen arbeiten mit Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf – ein sinnstiftender Beruf mit hohem gesellschaftlichem Wert und sehr guten Einstellungschancen.

Studiendauer
10 Semester
Schulform
Förderschule
Besoldung
A13
💡 Wie sich die Wahl anfühlt

Max liebt Mathe und will fachlich richtig in die Tiefe – für ihn ist das Gymnasiallehramt mit zwei Fächern und A13 die logische Wahl. Seine Kommilitonin Sarah dagegen merkt im Orientierungspraktikum, dass ihr Herz bei den Kleinen schlägt: das Strahlen, wenn ein Erstklässler zum ersten Mal seinen Namen schreibt. Sie wählt das Grundschullehramt. Beide treffen die richtige Entscheidung – weil sie zu ihnen passt, nicht zur Gehaltstabelle.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Da Bildung Ländersache ist, gibt es erhebliche Unterschiede in der Studienstruktur. In Bayern und Hessen gibt es noch das klassische Staatsexamen, andere Länder nutzen das gestufte Bachelor-/Mastersystem.

BundeslandAbschlussBesonderheit
BayernStaatsexamenEinphasige Ausbildung, lange Tradition
Baden-WürttembergStaatsexamen / MasterUmstellung auf Bachelor/Master läuft
NRWMaster of EducationBachelor + Mastersystem bundesweit vorbildhaft
Alle anderenMaster of EducationBA Bildungswissenschaften + MA Lehramt

Häufige Fragen

Welcher Lehramtstyp verdient am meisten?

Gymnasial- und Sonderpädagogik-Lehrkräfte starten meist in A13, Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte oft in A12 bis A13. Die Unterschiede gleichen sich über die Jahre teils an, und mehrere Länder heben das Einstiegsamt inzwischen einheitlich auf A13 an.

Kann ich später die Schulform wechseln?

Ein direkter Wechsel ist nicht ohne Weiteres möglich, da jede Lehramtsform eigene Studieninhalte hat. Über Erweiterungsstudien, Nach- oder Aufbauqualifikationen lässt sich aber vieles nachholen – gerade in Mangelbereichen sind die Länder flexibel.

Brauche ich für jedes Lehramt zwei Fächer?

In den meisten Lehrämtern ja – du kombinierst zwei Unterrichtsfächer. Ausnahmen sind Grundschule (oft mit Schwerpunkten statt klassischer Fächer) und Sonderpädagogik (Förderschwerpunkte + Fach).

Welcher Typ hat die besten Einstellungschancen?

Sonderpädagogik und das Grund-/Haupt-/Mittelschullehramt gelten als besonders gefragt, ebenso jede Kombination mit einem Mangelfach (Mathe, Physik, Informatik, oft auch Sonderpädagogik). Hier ist die Verbeamtung nach dem Ref fast sicher.

Was heißt das für dich? Lass dich bei der Wahl nicht allein vom Gehalt leiten. Du wirst Jahrzehnte in diesem Beruf verbringen – wähle die Schulform, bei der du dir das gut vorstellen kannst. Ein Orientierungspraktikum vor dem Studium ist Gold wert, um genau das herauszufinden.

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