
Lehrer in Hamburg — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026
Hamburg ist als Stadtstaat mit hohem Lebensstandard ein begehrtes Pflaster für Lehrkräfte. Die Besoldung liegt über dem Bundesschnitt — aber auch die Lebenshaltungskosten. Alle Fakten 2026.
Besoldungstabelle Hamburg 2026
Hamburg gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Lehrerbesoldung. Als Stadtstaat mit eigenem Haushalt kann Hamburg deutlich mehr zahlen als Flächenländer.
| Besoldungsgruppe | Eingangsstufe (Stufe 1) | Endstufe |
|---|---|---|
| A 12 (Grundschule, auslaufend/teils) | 4.439 € | 5.533 € |
| A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) | 4.939 € | 6.116 € |
| A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) | 5.183 € | 6.739 € |
| A 15 (Schulleitung) | 6.266 € | 7.569 € |
Die Beträge dieser Übersicht werden derzeit gegen die amtliche Landestabelle geprüft und deshalb noch nicht ausgewiesen. Die Besoldungsgruppe je Schulform ist davon unberührt. Den Stand der Anpassung 2026 findest Du im Abschnitt darunter.
Gehalt Grundschullehrer in Hamburg
Grundschullehrkräfte in Hamburg werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt richtet sich nach der Erfahrungsstufe; hinzu kommen Familienzuschlag und Beihilfe.
Gehalt Realschullehrer in Hamburg
Realschullehrkräfte in Hamburg werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst richtet sich brutto nach der Erfahrungsstufe. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.
Gehalt Gymnasiallehrer in Hamburg (Studienrat)
Gymnasiallehrkräfte in Hamburg starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt hängt von der Erfahrungsstufe ab und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.
Hamburger Schulsystem
Hamburg hat 2010 eine umfassende Schulstrukturreform durchgeführt. Das aktuelle System:
- Grundschule (1–4): A12/A13
- Stadtteilschule (5–13): Führt zum Abitur oder mittleren Abschluss, A13
- Gymnasium (5–12): G8-Zug, A13/A14
- Berufliche Schule: A13/A14
- Sonderschule: A13/A14 + Zulage
Verbeamtung in Hamburg
Die Altersgrenze für die Erstverbeamtung liegt in Hamburg bei 45 Jahren — eine der höchsten in Deutschland. Die Probezeit beträgt 2 Jahre. Hamburg ist bekannt für zügige Einstellungsverfahren.
- Bewerbung über das Lehrereinstellungssystem der Schulbehörde
- Einstellung nach dem 2. Staatsexamen oder gleichwertigem Abschluss
- Probezeit als Beamter auf Probe (2 Jahre)
- Übernahme als Beamter auf Lebenszeit
Beihilfe in Hamburg – was die Stadt bei Krankheit übernimmt
Zur Verbeamtung gehört die Beihilfe: 50 Prozent der beihilfefähigen Krankheitskosten, mit mehr als einem berücksichtigungsfähigen Kind 70 Prozent. Eine Kostendämpfungspauschale zieht Hamburg nicht mehr ab, Chefarzt und Zweibettzimmer sind aber nicht beihilfefähig. Anträge haben zwei Jahre Zeit. Alles Weitere steht im Beihilfe-Ratgeber für Hamburg.
Hamburg vs. andere Stadtstaaten
| Merkmal | Hamburg | Berlin | Bremen |
|---|---|---|---|
| A13 Einstieg | – | 4.875 € | – |
| Altersgrenze VB | 45 Jahre | 45 Jahre | 45 Jahre |
| Schulsystem | 2-gliedrig | ISS + Gym | Oberschule + Gym |
| Mangelfächer-Zulage | ✅ bis 250 € | ✅ | ❌ (begrenzt) |
Mangelfächer Hamburg 2026
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Stellenangebote für Lehrerinnen und Lehrer in Hamburg
Die Hamburger Schulbehörde veröffentlicht regelmäßig aktuelle Stellenangebote für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen. Hamburg beschäftigt neben klassischen Lehrkräften auch Sozialpädagogen und Erzieher an Ganztagsschulen – die Stellenangebote richten sich entsprechend an verschiedene pädagogische Berufsgruppen.
Wer wird in Hamburg beschäftigt?
Im Hamburger Schuldienst sind neben Lehrerinnen und Lehrern auch Sozialpädagogen und Erzieher fest an Schulen beschäftigt. Diese multiprofessionellen Teams sind ein Merkmal des Hamburger Schulsystems. Alle Stellen – ob für Lehrerinnen, Erzieher oder Sozialpädagogen – werden zentral über das Landesinstitut für Lehrerbildung ausgeschrieben.
Referendariat in Hamburg: Ablauf, Dauer & Anwärterbezüge
Der Vorbereitungsdienst – das Referendariat – in Hamburg dauert in der Regel rund 18 Monate und schließt mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Während dieser Zeit bist du Beamtin oder Beamter auf Widerruf und erhältst Anwärterbezüge.
Der Anwärtergrundbetrag liegt in Hamburg bei rund 1.590 € brutto im Monat; in Mangelfächern kommt häufig ein Anwärtersonderzuschlag hinzu. Da Anwärterinnen und Anwärter keine Sozialabgaben zahlen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel netto übrig.
Mehr dazu: Referendariatsgehalt im Bundesland-Vergleich, Vorbereitung aufs Referendariat und Verbeamtung als Lehrer.
Besoldung Hamburg: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen
Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Hamburg nach der Bundesbesoldungsordnung A eingestuft, geregelt im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.
- Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
- Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
- Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.
Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Hamburg netto?
Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:
- Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
- Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
- Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Hamburg erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Angestellte Lehrkräfte in Hamburg: Tarifvertrag (TV-L)
Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.
Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.
Mehr zum Lehrergehalt in Hamburg
- Besoldungstabelle 2026 & Bundesland-Vergleich
- Gehaltsrechner für Lehrkräfte (Brutto/Netto)
- Referendariatsgehalt & Anwärterbezüge
→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.
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Angestellt statt verbeamtet: Eingruppierung nach TV-L in Hamburg
Nicht jede Lehrkraft in Hamburg ist verbeamtet. Wer im Angestelltenverhältnis unterrichtet,
wird nicht besoldet, sondern nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt.
Die Eingruppierung richtet sich danach, in welche Besoldungsgruppe die Lehrkraft käme, wenn
sie im Beamtenverhältnis stünde.
Und genau hier steckt der Punkt, den viele Gehaltsvergleiche falsch darstellen:
Eine Paralleltabelle gibt es nicht. Erst ab A 13 ist die Zuordnung
gleichlautend — darunter liegt die Entgeltgruppe jeweils eine Stufe tiefer:
| Besoldungsgruppe | Entgeltgruppe TV-L |
|---|---|
| A 11 | E 10 * |
| A 12, A 12a | E 11 * |
| A 13 | E 13 |
| A 14 | E 14 |
| A 15 | E 15 |
* Für die mit Sternchen markierten Entgeltgruppen sieht die
Entgeltordnung eine monatliche Angleichungszulage vor, die einen Teil des
Abstands ausgleicht. Ihre Höhe ändert sich mit den Tarifrunden — maßgeblich ist die jeweils
geltende Fassung der Entgeltordnung der TdL.
Der Sprung bei A 13 erklärt auch, warum die Anhebung der Grundschulbesoldung auf A 13 für
angestellte Lehrkräfte so viel ausmacht: Wo das Land die Besoldung anhebt, rutscht die
Eingruppierung automatisch mit — von E 11 auf E 13, ohne dass dafür eine eigene Tarifrunde
nötig wäre.
Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Hamburg
Was verdient ein Lehrer in Hamburg?
Verbeamtete Lehrkräfte in Hamburg verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe ein Grundgehalt nach der Landesbesoldungstabelle (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.
Wie viel bleibt von A 13 in Hamburg netto?
Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.
Werden Lehrer in Hamburg verbeamtet?
Hamburg verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.
Was verdient man im Referendariat in Hamburg?
Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Hamburg Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.
Verdienen angestellte Lehrer in Hamburg weniger als verbeamtete?
In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.
Besoldung in Hamburg 2026: Stand der Anpassung
Anpassung 2026: Für Hamburg liegt ein Gesetzentwurf vom 12. August 2026 vor: +2,8 % zum 1. April 2026 (Mindestbetrag 100 €), danach +2,0 % zum 1. März 2027 und +1,0 % zum 1. Januar 2028. Der Beschluss der Bürgerschaft steht noch aus — bis dahin gilt die Tabelle mit Stand 1. Februar 2025.
Hamburg ist der bundesweite Sonderfall: Es besoldet alle Lehrkräfte nach A 13, unabhängig von Schulform und Fach — seit August 2023 auch die Grundschullehrkräfte. Hinzu kommt eine allgemeine Stellenzulage von rund 109 € im Monat, die es in dieser Form in kaum einem anderen Land gibt. Wer Hamburg mit anderen Ländern vergleicht, muss diese Zulage mitrechnen, sonst fällt der Vergleich zu niedrig aus. Verbindlich sind die Tabellen des Zentrums für Personaldienste.