Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern: Gehalt, Verbeamtung & Referendariat

Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern: Gehalt, Verbeamtung & Referendariat
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Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Im Land der Ostsee und Seen: Was Lehrkräfte in MV über Gehalt, Verbeamtung und Karriere wissen sollten.

A13
Einstieg Gymnasium
~4.960 Euro
Brutto Einstieg A13
24 Mon.
Referendariat
Gute Chancen: MV hat einen der höchsten Lehrermängel in Deutschland – Einstellungschancen sind hervorragend, auch für Seiteneinsteiger.

Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern 2026

MV hat eine eigene Landesbesoldung. Die Gehälter liegen etwas unter dem westdeutschen Durchschnitt, dafür sind Lebenshaltungskosten und Mieten deutlich günstiger.

Schulform Besoldung Brutto Stufe 1 (ca.) Endstufe (ca.)
Gymnasium / Sek. II A 13 ~4.960 € bis ~6.160 €
Grundschule A 13 ~4.960 € bis ~6.160 €
Sekundar-/Real-/Gemeinschaftsschule A 12 / A 13 ~4.260–4.960 € bis ~6.160 €
Berufsbildende Schule A 13 ~4.960 € bis ~6.160 €
Förderschule A 13 ~4.960 € bis ~6.160 €
Schulleitung / Funktionsstellen A 14–A 16 über A 13

Gehalt Grundschullehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 4.960 € bis 6.160 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Realschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 4.960 € bis 6.160 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Mecklenburg-Vorpommern (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 4.960 € bis 6.160 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Verbeamtung in Mecklenburg-Vorpommern

MV hat die Verbeamtungsbedingungen angepasst und auch älteren Lehrkräften den Beamtenstatus ermögliche. Altersgrenze: bis 45 Jahre. Mangelfächer erhalten Vorrang. Gesundheitsprüfung erforderlich. Probezeit: 3 Jahre.

Gesundheitliche Eignung: Der Maßstab ist niedriger, als viele denken

Kaum ein Punkt sorgt vor der Übernahme ins Beamtenverhältnis für so viel Unsicherheit wie
die amtsärztliche Untersuchung. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Prüfmaßstab 2013 deutlich
zugunsten der Bewerberinnen und Bewerber verschoben: Der Dienstherr darf die Einstellung nur
noch ablehnen, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Erreichen der Altersgrenze
Dienstunfähigkeit eintritt. Die bloße Möglichkeit einer künftigen Erkrankung oder eine
Abweichung vom Normalzustand genügt ausdrücklich nicht
(BVerwG,
Urteil vom 25.07.2013 – 2 C 12.11
).

Praktisch heißt das: Eine chronische Erkrankung oder eine zurückliegende Behandlung schließt
die Verbeamtung nicht von vornherein aus. Entscheidend ist die individuelle Prognose — und sie
muss vom Dienstherrn begründet werden, nicht von dir widerlegt.

Schwerbehinderung: eigene, günstigere Regeln

Für schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber gelten erleichterte Anforderungen. Verlangt
wird nur das für die Laufbahn erforderliche Mindestmaß körperlicher Eignung —
nicht die Eignung für jeden denkbaren Dienstposten. Auch die Möglichkeit, dass die Behinderung
später zu einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit führt, steht der Übernahme nicht entgegen.
In vielen Ländern liegt zudem die Höchstaltersgrenze höher, die sonst an ein bestimmtes
Lebensjahr geknüpft ist. Grundlage sind § 128 SGB IX, das Landesbeamtengesetz und die
darauf beruhende Laufbahnverordnung.

Wichtig für die Planung in MV: Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Ernennung, nicht der
Antrag oder die Bewerbung — dazwischen liegen im Zweifel Monate, in denen man bereits im
Dienst steht. Und der Beamtenstatus
entscheidet nicht nur über das Monatsgehalt, sondern auch über die spätere
Altersversorgung.

Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern

Dauer: 24 Monate. Anwärterbezüge: ca. 1.600 Euro brutto/Monat (Stand 2026). Einstellungstermine: September. Staatliche Studienseminare in Schwerin, Rostock, Greifswald u.a.

Besonderheiten in MV

Regionale Schule
Das typische Schulmodell in MV – führt zu Haupt- und Realschulabschluss in einem Haus.
Tourismus-Regionen
Rügen, Usedom, Mecklenburger Seenplatte – attraktive Lebensqualität trotz etwas geringerer Gehälter.
Dringende Nachfrage
Seiteneinsteiger werden aktiv angeworben – MV bietet spezielle Einstiegsprogramme für Fachleute.
Kostengünstiges Leben
Mieten und Lebenshaltungskosten sind erheblich günstiger als in Ballungszentren – Kaufkraft steigt.

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Besoldung Mecklenburg-Vorpommern: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nach der Bundesbesoldungsordnung A eingestuft, geregelt im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.

Angestellte Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern

Was verdient ein Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern?

Verbeamtete Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 4.960 bis 6.160 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Mecklenburg-Vorpommern netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern verbeamtet?

Mecklenburg-Vorpommern verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

Einstieg vs. Endstufe: Die Bruttowerte oben gelten für den Einstieg (Stufe 1). Mit den Erfahrungsstufen steigt das Grundgehalt deutlich an — in der Endstufe liegt A 13 in Mecklenburg-Vorpommern je nach Stufe bei rund 4.960–6.160 € brutto. Den genauen Stufenanstieg zeigt die Besoldungstabelle 2026.
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