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Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern: Gehalt, Verbeamtung & Referendariat
Bundesland-Guide

Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Im Land der Ostsee und Seen: Was Lehrkräfte in MV über Gehalt, Verbeamtung und Karriere wissen sollten.

A13
Einstieg Gymnasium
A 13
Brutto Einstieg A13
24 Mon.
Referendariat
Gute Chancen: MV hat einen der höchsten Lehrermängel in Deutschland – Einstellungschancen sind hervorragend, auch für Seiteneinsteiger.

Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern 2026

MV hat eine eigene Landesbesoldung. Die Gehälter liegen etwas unter dem westdeutschen Durchschnitt, dafür sind Lebenshaltungskosten und Mieten deutlich günstiger.

Schulform Besoldung Eingangsstufe (je Gruppe Stufe 3–4) Endstufe (ca.)
Gymnasium / Sek. II A 13 ~4.956 € bis ~6.159 €
Grundschule A 13 ~4.956 € bis ~6.159 €
Sekundar-/Real-/Gemeinschaftsschule A 12 / A 13 ~4.260 – 4.956 € bis ~6.159 €
Berufsbildende Schule A 13 ~4.956 € bis ~6.159 €
Förderschule A 13 ~4.956 € bis ~6.159 €
Schulleitung / Funktionsstellen A 14–A 16 über A 13

Quelle: Land Mecklenburg-Vorpommern, Landesbesoldungsgesetz M-V — Besoldungsordnung A, Grundgehaltssätze, gültig ab 1. April 2026 (Landtagsdokumentation; Landesportal Besoldung). Rechtsstand: in Kraft (Gesetz seit 23. Juli 2026 rechtskräftig). Grundgehalt ohne Familienzuschlag und Zulagen; Stand der Prüfung: 24. September 2026.

Gehalt Grundschullehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt richtet sich nach der Erfahrungsstufe; hinzu kommen Familienzuschlag und Beihilfe.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt A 13 für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen seit dem 1. August 2020. Im Ländervergleich (Stand: September 2026) gehört Mecklenburg-Vorpommern damit zu den elf Ländern, in denen Grundschullehrkräfte bereits nach A 13 besoldet werden. Bei A 12 bleiben Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland; Bayern und Hessen heben die Besoldung bis 2028 schrittweise über eine Zulage an. Besoldungstabellen aller Länder im Überblick.

Gehalt Realschullehrer in Mecklenburg-Vorpommern

Realschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst richtet sich brutto nach der Erfahrungsstufe. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Mecklenburg-Vorpommern (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt hängt von der Erfahrungsstufe ab und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Beihilfe in Mecklenburg-Vorpommern: 50 % – und der Rest?

Als verbeamtete Lehrkraft ohne Kinder erstattet dir die Beihilfe in Mecklenburg-Vorpommern 50 % deiner beihilfefähigen Krankheitskosten, den Rest sicherst du selbst ab. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem PKV-Angebot, das zu deinem Beihilfesatz passt.

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Verbeamtung in Mecklenburg-Vorpommern

MV verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung, hat aber die bundesweit niedrigste Altersgrenze: bis 40 Jahre (§ 18a Landesbeamtengesetz; Schwerbehinderte bis 43; Kinderbetreuung und Pflege verschieben die Grenze um bis zu sechs Jahre). Mangelfächer erhalten Vorrang. Gesundheitsprüfung erforderlich. Probezeit: 3 Jahre.

Gesundheitliche Eignung: Der Maßstab ist niedriger, als viele denken

Kaum ein Punkt sorgt vor der Übernahme ins Beamtenverhältnis für so viel Unsicherheit wie
die amtsärztliche Untersuchung. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Prüfmaßstab 2013 deutlich
zugunsten der Bewerberinnen und Bewerber verschoben: Der Dienstherr darf die Einstellung nur
noch ablehnen, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Erreichen der Altersgrenze
Dienstunfähigkeit eintritt. Die bloße Möglichkeit einer künftigen Erkrankung oder eine
Abweichung vom Normalzustand genügt ausdrücklich nicht
(BVerwG,
Urteil vom 25.07.2013 – 2 C 12.11
).

Praktisch heißt das: Eine chronische Erkrankung oder eine zurückliegende Behandlung schließt
die Verbeamtung nicht von vornherein aus. Entscheidend ist die individuelle Prognose — und sie
muss vom Dienstherrn begründet werden, nicht von dir widerlegt.

Schwerbehinderung: eigene, günstigere Regeln

Für schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber gelten erleichterte Anforderungen. Verlangt
wird nur das für die Laufbahn erforderliche Mindestmaß körperlicher Eignung —
nicht die Eignung für jeden denkbaren Dienstposten. Auch die Möglichkeit, dass die Behinderung
später zu einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit führt, steht der Übernahme nicht entgegen.
In vielen Ländern liegt zudem die Höchstaltersgrenze höher, die sonst an ein bestimmtes
Lebensjahr geknüpft ist. Grundlage sind § 128 SGB IX, das Landesbeamtengesetz und die
darauf beruhende Laufbahnverordnung.

Wichtig für die Planung in MV: Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Ernennung, nicht der
Antrag oder die Bewerbung — dazwischen liegen im Zweifel Monate, in denen man bereits im
Dienst steht. Und der Beamtenstatus
entscheidet nicht nur über das Monatsgehalt, sondern auch über die spätere
Altersversorgung.

Beihilfe in Mecklenburg-Vorpommern – was das Land bei Krankheit übernimmt

Zur Verbeamtung gehört die Beihilfe: 50 Prozent der beihilfefähigen Krankheitskosten, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent. Im Detail gilt das Beihilferecht des Bundes – mit einer wichtigen Ausnahme: Chefarzt und Zweibettzimmer sind in Mecklenburg-Vorpommern nicht beihilfefähig. Wer gesetzlich versichert ist, kann eine pauschale Beihilfe wählen. Einzelheiten stehen im Beihilfe-Ratgeber für Mecklenburg-Vorpommern.

Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern

Dauer: 18 Monate (auf Antrag Verkürzung bis auf 12 Monate möglich). Anwärtergrundbetrag: 1.772,80 Euro brutto/Monat (A 13, seit 1. April 2026). Einstellungstermine: September. Staatliche Studienseminare in Schwerin, Rostock, Greifswald u.a.

Besonderheiten in MV

Regionale Schule
Das typische Schulmodell in MV – führt zu Haupt- und Realschulabschluss in einem Haus.
Tourismus-Regionen
Rügen, Usedom, Mecklenburger Seenplatte – attraktive Lebensqualität trotz etwas geringerer Gehälter.
Dringende Nachfrage
Seiteneinsteiger werden aktiv angeworben – MV bietet spezielle Einstiegsprogramme für Fachleute.
Kostengünstiges Leben
Mieten und Lebenshaltungskosten sind erheblich günstiger als in Ballungszentren – Kaufkraft steigt.

PKV für MV-Lehrkräfte

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Probezeit: Dienstunfähig heißt nicht automatisch Pension

Wirst du in der Probezeit dienstunfähig und liegt die Ursache nicht im Dienst, kommt ein Ruhestand nur in Frage, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit (in der Regel fünf Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit) schon erfüllt hast – und auch dann nur nach Ermessen deines Dienstherrn. Sonst wirst du entlassen. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem Angebot zur Dienstunfähigkeitsversicherung, passend zu deinem Status.

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Besoldung Mecklenburg-Vorpommern: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nach der Besoldungsordnung A des Landesbesoldungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern (LBesG M-V) eingestuft. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.

Angestellte Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Wie Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu den anderen Ländern abschneidet, zeigt die Übersicht Lehrergehalt im Ländervergleich.

Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Mecklenburg-Vorpommern

Was verdient ein Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern?

Verbeamtete Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe ein Grundgehalt nach der Landesbesoldungstabelle (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Mecklenburg-Vorpommern netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben zum Beispiel aus A 13 in der Eingangsstufe (4.956,08 € brutto) bei Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und mit 200 € PKV-Beitrag rund 3.700 € netto (Schätzung mit dem Lohnsteuertarif 2026).

Werden Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern verbeamtet?

Mecklenburg-Vorpommern verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag beträgt seit dem 1. April 2026 1.772,80 € brutto im Monat (Eingangsamt A 13); in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

Einstieg vs. Endstufe: Die Bruttowerte oben gelten für den Einstieg (Eingangsstufe; in Mecklenburg-Vorpommern amtlich Stufe 3 bei A 12 und Stufe 4 bei A 13). Mit den Erfahrungsstufen steigt das Grundgehalt deutlich an — in der Endstufe liegt A 13 in Mecklenburg-Vorpommern je nach Erfahrungsstufe unterschiedlich hoch. Den genauen Stufenanstieg zeigt die Besoldungstabelle 2026.

Besoldung in Mecklenburg-Vorpommern 2026: Stand der Anpassung

Anpassung 2026: Mecklenburg-Vorpommern hat das Tarifergebnis übertragen — +2,8 % zum 1. April 2026 (Mindestbetrag 100 €). Das Gesetz ist seit dem 23. Juli 2026 rechtskräftig. Weitere Schritte: +2,0 % zum 1. März 2027, +1,0 % zum 1. Januar 2028.

Mecklenburg-Vorpommern besoldet Lehrkräfte im Regelfall nach A 13; die Angleichung der Grundschullehrkräfte ist vollzogen. A 14 und höher sind Beförderungsämter. Die Grundgehaltssätze stehen in der Besoldungstabelle des Landesbesoldungsamts — verbindlich ist diese amtliche Fassung.

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