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Lehrer in Hessen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026
Bundesland Hessen

Lehrer in Hessen: A13 Gehalt, Besoldungstabelle & Verbeamtung 2026

Was verdient ein Lehrer in Hessen? Hier findest du das komplette Lehrergehalt in Hessen 2026 nach Schulform, die Besoldungstabelle (A 12 bis A 13), Brutto-Netto, Verbeamtung, Referendariat und die aktuellen Mangelfächer — kompakt und aktuell.

A 12–A 15
Besoldungsgruppen Lehrer Hessen
~70.000
Lehrkräfte in Hessen
45 Jahre
Altersgrenze Verbeamtung
HKM
Hessisches Kultusministerium

Das Gehalt von Lehrern in Hessen richtet sich nach dem Hessischen Besoldungsgesetz (HBesG). Hessen liegt im bundesweiten Vergleich im oberen Mittelfeld und hebt die Grundschulbesoldung seit August 2023 schrittweise auf A 13 an. Wie viel ein Lehrer in Hessen konkret verdient, hängt von Schulform, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und Familienstand ab. Den direkten Ländervergleich findest du in unserer Besoldungstabelle 2026.

Was verdient ein Lehrer in Hessen? Lehrergehalt nach Schulform (A12/A13)

Die folgende Übersicht zeigt das ungefähre Bruttogehalt verbeamteter Lehrkräfte in Hessen nach Schulform und Besoldungsgruppe. Die Werte sind gerundet (Tabelle gültig seit 1. Juli 2026; Stand: September 2026) und steigen mit jeder Erfahrungsstufe; maßgeblich ist die jeweils gültige Besoldungstabelle des Landes Hessen.

Schulform Besoldung Eingangsstufe (Stufe 2) Endstufe (ca.)
Grundschule A 12 → A 13 ~4.610 – 5.354 € bis ~6.603 €
Haupt- & Realschule A 12 → A 13 ~4.610 – 5.354 € bis ~6.603 €
Förderschule A 13 ~5.354 € bis ~6.603 €
Gymnasium / Sek. II A 13 ~5.354 € bis ~6.603 €
Berufliche Schulen A 13 ~5.354 € bis ~6.603 €
Konrektor / Schulleitung A 14–A 16 über A 13

Quelle: Land Hessen, Hessisches Besoldungsgesetz (HBesG), Anlage IV — Besoldungsordnung A, Grundgehaltssätze, gültig ab 1. Juli 2026 (Gesetz vom 3. September 2026, GVBl. 2026 Nr. 57; amtliche Fassung). Rechtsstand: in Kraft; die Erfahrungsstufe 1 ist entfallen, der Einstieg erfolgt in Stufe 2. Grundgehalt ohne Familienzuschlag und Zulagen; Stand der Prüfung: 24. September 2026.

Grundschullehrer Gehalt Hessen (A12/A13)

Grundschullehrkräfte in Hessen werden nach Besoldungsgruppe A 12 besoldet. Die Anhebung auf A 13 ist bis 2028 vorgesehen. Das Bruttogehalt liegt bei ab rund 4.610 € (Einstieg), steigend mit der Erfahrungsstufe im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Konkret ist die Überleitung nach A 13 zum 1. August 2028 vorgesehen. Bis dahin erhalten Lehrkräfte in A 12 an allgemeinbildenden Schulen – darunter die Grundschullehrkräfte – eine stufenweise steigende Zulage nach § 56b HBesG: seit dem 1. August 2026 60 % des Unterschiedsbetrags zwischen den Grundgehältern von A 12 und A 13 derselben Stufe, ab dem 1. August 2027 80 %. Im Ländervergleich (Stand: September 2026) ist Hessen damit neben Bayern eines von zwei Ländern, die die Besoldung über eine steigende Zulage schrittweise an A 13 heranführen. In elf Ländern gilt A 13 bereits; in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland bleibt es bei A 12. Besoldungstabellen aller Länder im Überblick.

Gehalt Realschullehrer in Hessen

Realschullehrkräfte in Hessen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 5.354 € bis 6.603 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gymnasiallehrer Gehalt Hessen (Studienrat, A13)

Gymnasiallehrkräfte in Hessen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 5.354 € bis 6.603 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Hessen-Besonderheit: Lehrkräfte in A 12 an allgemeinbildenden Schulen, also auch an Grundschulen, erhalten seit dem 1. August 2023 eine stufenweise steigende Zulage; seit dem 1. August 2026 sind es 60 % des Unterschieds zwischen A 12 und A 13 (§ 56b HBesG). Zum 1. August 2028 ist die Überleitung nach A 13 vorgesehen (Hessisches Kultusministerium). Eine Ballungsraumzulage für Landesbeamte kennt das Hessische Besoldungsgesetz nicht.

Beihilfe in Hessen: 50 bis 70 % – und der Rest?

In Hessen erstattet dir die Beihilfe als alleinstehende Lehrkraft ohne Kinder 50 % deiner beihilfefähigen Krankheitskosten, im Referendariat 70 %; den Rest sicherst du selbst ab. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem PKV-Angebot, das zu deinem Beihilfesatz passt.

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Besoldung Hessen: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte nach den Besoldungsgruppen der Besoldungsordnung A des Hessischen Besoldungsgesetzes (HBesG) eingestuft. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der jeweiligen Besoldungsgruppe (A 12, A 13, A 14, A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich an.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Zulagen: In Hessen zählt dazu u. a. die befristete Zulage für Lehrkräfte in A 12 (§ 56b HBesG); in Funktionsstellen können Amts- bzw. Stellenzulagen anfallen.
  • Besoldungserhöhung 2026: Wie bei allen Landesbeamten wird die hessische Besoldung regelmäßig angepasst — eine Besoldungserhöhung erhöht Grundgehalt und Zulagen entsprechend.

A13 Gehalt Hessen netto: Was bleibt vom Lehrergehalt übrig?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem folgende Posten abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse (z. B. III bei Verheirateten mit Alleinverdienst, IV bei zwei Verdienenden).
  • Solidaritätszuschlag (nur oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer (in Hessen 9 % der Lohnsteuer bei Kirchenmitgliedschaft).
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Beamtinnen und Beamte erhalten von Hessen Beihilfe (anteilige Kostenerstattung) und versichern den Rest meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Beispiel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig. Von A 13 in der Eingangsstufe (5.353,60 € brutto, siehe Tabelle) bleiben bei Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und nach 200 € PKV-Beitrag rund 3.950 € netto – eine Schätzung mit dem Lohnsteuertarif 2026. Mit Steuerklasse III oder Kindern ist es mehr. Eine persönliche Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Angestellte Lehrkräfte werden dagegen nach dem TV-H (Entgeltgruppen E 11–E 13) bezahlt und zahlen die vollen Sozialversicherungsbeiträge. Bei ähnlichem Brutto fällt ihr Netto daher niedriger aus als bei verbeamteten Lehrkräften.

Verbeamtung in Hessen: Voraussetzungen & Altersgrenze

Hessen verbeamtet Lehrkräfte bis zur Altersgrenze von 50 Jahren (§ 11 Hessische Laufbahnverordnung); bei besonderem dienstlichem Interesse sind Ausnahmen bis 60 Jahre möglich. Einstellung und Verbeamtung laufen über das Hessische Kultusministerium (HKM) und die Staatlichen Schulämter. Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • Laufbahnbefähigung: abgeschlossenes 2. Staatsexamen (Vorbereitungsdienst/Referendariat).
  • Gesundheitliche Eignung: Nachweis über eine amtsärztliche Untersuchung.
  • Persönliche Eignung und in der Regel deutsche bzw. EU-Staatsangehörigkeit.
  • Altersgrenze: Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Probe, solange das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet ist (§ 11 HLVO); bei besonderem dienstlichem Interesse bis 60.

Mangelfächer in Hessen 2026

Besonders gesucht: Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Musik sowie Lehrkräfte für Förderschulen. Im Rhein-Main-Gebiet ist der Bedarf an Grundschullehrkräften besonders hoch — hier verbessern sich Einstellungs- und Verbeamtungschancen deutlich.

Referendariat in Hessen: Dauer und Anwärterbezüge

Der Vorbereitungsdienst dauert in Hessen derzeit 21 Monate und damit länger als in den meisten Ländern, in denen 18 Monate üblich sind. Die Regierungsfraktionen von CDU und SPD wollen das ändern: Am 2. September 2026 haben sie eine Novelle des Hessischen Lehrkräftebildungsgesetzes in erster Lesung in den Landtag eingebracht. Danach soll das Referendariat nur noch 18 Monate dauern. Zugleich würden Referendarinnen und Referendare in den Hauptphasen 14 bis 16 Wochenstunden selbstständig unterrichten statt bisher höchstens 12, die Zahl der benoteten Unterrichtsbesuche sänke von 14 auf 8, und das Gutachten der Ausbildungsschule fiele mit 25 statt 7,5 Prozent ins Gewicht. Beschlossen ist das noch nicht: Im Oktober hört der Landtag Verbände und Hochschulen an, der Entwurf kann sich danach noch ändern, und ab welchem Einstellungstermin die neue Dauer gälte, steht nicht fest. Der Philologenverband kritisiert, die Ausbildung werde zu stark verdichtet. Quelle: hessenschau.de, bildungsklick.de. Wie lange das Referendariat in den anderen Ländern dauert, zeigt unser Vergleich aller Bundesländer.

Während des Vorbereitungsdienstes erhalten angehende Lehrkräfte Anwärterbezüge. Diese bestehen aus dem Anwärtergrundbetrag (orientiert an der angestrebten Besoldungsgruppe) und ggf. einem Anwärtersonderzuschlag in Mangelfächern.

Laufbahn (Ziel) Anwärtergrundbetrag (ab 1. Juli 2026)
Lehramt mit Ziel A 12 1.825,54 €/Monat
Lehramt mit Ziel A 13 1.868,96 €/Monat
+ Anwärtersonderzuschlag (Mangelfach) zusätzlich möglich

Mehr Details zur Vergütung im Vorbereitungsdienst findest du auf unserer Seite zum Referendariatsgehalt.

Bewerbung für das Referendariat in Hessen

In Hessen beginnt der Vorbereitungsdienst zweimal im Jahr, am 1. Mai und am 1. November. Zuständig ist die Hessische Lehrkräfteakademie in Kassel; beworben wird online über das Stellenportal des Landes, und zwar direkt auf die Ausschreibung „pädagogischer Vorbereitungsdienst“, die nur im jeweiligen Bewerbungszeitraum erscheint. Das Hauptverfahren für den 1. Mai läuft vom 16. September bis 1. Januar, für den 1. November vom 16. März bis 1. Juli. Diese Termine sind Ausschlussfristen: Bis dahin müssen alle Unterlagen hochgeladen sein, beglaubigt müssen sie noch nicht sein. Wer zum Bewerbungsschluss noch keine endgültige Gesamtnote hat, kommt nur ins Nachrückverfahren (bis 15. März bzw. 15. September).

Für den Start am 1. Mai 2027 läuft die Bewerbung also gerade, bis zum 1. Januar 2027. Übersteigen die Bewerbungen die Plätze eines Lehramts, werden 50 % nach Eignung und Leistung, 35 % nach Wartezeit und 15 % für Fälle besonderer Härte vergeben. Bis zu drei Einsatzwünsche für Studienseminare lassen sich angeben, einen Anspruch darauf gibt es nicht.

Quelle: Hessische Lehrkräfteakademie: Bewerbung für den Vorbereitungsdienst, Stand Oktober 2026.

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Angestellt statt verbeamtet: Eingruppierung in Hessen

Nicht jede Lehrkraft in Hessen ist verbeamtet. Wer im Angestelltenverhältnis unterrichtet,
wird nicht besoldet, sondern nach Tarifvertrag bezahlt — und Hessen nimmt dabei eine
Sonderstellung ein: Das Land ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher
Länder
. Während in den übrigen 15 Bundesländern der TV-L gilt, greift in Hessen der
eigene TV-H mit eigenen Eingruppierungsregeln.

Praktisch heißt das: Vergleiche mit angestellten Lehrkräften aus anderen Bundesländern
gehen an der Sache vorbei, weil ein anderes Regelwerk zugrunde liegt. Wer aus einem
TV-L-Land nach Hessen wechselt, sollte die Eingruppierung vorab schriftlich klären lassen —
sie ergibt sich nicht automatisch aus der bisherigen Entgeltgruppe.

Worauf es beim Wechsel ankommt

Entscheidend sind die
anerkannte Lehramtsbefähigung und die Schulform, an der unterrichtet wird — nicht die
Bezeichnung der bisherigen Stelle. Eine verbindliche Auskunft gibt nur die zuständige
Schulbehörde.

Probezeit: Dienstunfähig heißt nicht automatisch Pension

Wirst du in der Probezeit dienstunfähig und liegt die Ursache nicht im Dienst, kommt ein Ruhestand nur in Frage, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit (in der Regel fünf Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit) schon erfüllt hast – und auch dann nur nach Ermessen deines Dienstherrn. Sonst wirst du entlassen. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem Angebot zur Dienstunfähigkeitsversicherung, passend zu deinem Status.

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Einstiegsgehalt: Womit Lehrer in Hessen anfangen

Das Einstiegsgehalt ist der Betrag der ersten Erfahrungsstufe deiner Besoldungsgruppe —
also das, was ohne jede Anrechnung von Berufserfahrung gezahlt wird. Welche Besoldungsgruppe
das ist, entscheidet die Schulform und die Lehramtsbefähigung; die konkreten Beträge stehen
in der Besoldungstabelle auf dieser Seite.

Drei Dinge werden dabei regelmäßig übersehen:

  • Das Referendariat zählt nicht als Berufserfahrung. Wer den
    Vorbereitungsdienst abschließt, startet danach in der Regel in der ersten Stufe.
  • Vorherige Berufserfahrung kann angerechnet werden — bei angestellten
    Lehrkräften über die Stufenzuordnung, bei verbeamteten über die Anerkennung förderlicher
    Zeiten. Beides passiert nicht automatisch, sondern muss geltend gemacht werden.
  • Familienzuschlag und Zulagen kommen hinzu und sind im Tabellenwert nicht
    enthalten. Das tatsächliche erste Gehalt liegt deshalb oft über dem reinen Grundgehalt.

Teilzeit als Lehrkraft in Hessen

Verbeamtete Lehrkräfte in Hessen können ihr Deputat auf Antrag reduzieren, etwa für die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen. Die Besoldung wird dann im Verhältnis der reduzierten zur regelmäßigen Arbeitszeit gezahlt: Wer die Hälfte des Deputats unterrichtet, erhält die Hälfte des Grundgehalts. Der Anspruch auf Beihilfe bleibt in der Teilzeit bestehen. Bei der Pension zählen Teilzeitjahre nur anteilig als ruhegehaltfähige Dienstzeit, was das spätere Ruhegehalt spürbar mindern kann. Welche Teilzeitformen es gibt und wie sich die Entscheidung langfristig auswirkt, erklären die Ratgeber Teilzeit als Lehrer und Teilzeit und Pension.

Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Hessen

Was verdient ein Lehrer in Hessen?

Verbeamtete Lehrkräfte in Hessen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 5.354 bis 6.603 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Grundschullehrkräfte starten in A 12 und erhalten bis zur vorgesehenen Überleitung nach A 13 zum 1. August 2028 eine steigende Zulage. Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche weitere Zulagen.

Wie viel ist A 13 in Hessen netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig. Nach Lohnsteuer (abhängig von der Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem privaten Krankenversicherungsbeitrag (PKV mit Beihilfe) verbleiben zum Beispiel aus A 13 in der Eingangsstufe (5.353,60 € brutto) bei Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und mit 200 € PKV-Beitrag rund 3.950 € netto (Schätzung mit dem Lohnsteuertarif 2026).

Werden Lehrer in Hessen verbeamtet?

Ja. Hessen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen) bis zur Altersgrenze von 50 Jahren (§ 11 Hessische Laufbahnverordnung); bei besonderem dienstlichem Interesse sind Ausnahmen bis 60 Jahre möglich. Voraussetzung sind außerdem die gesundheitliche Eignung (amtsärztliche Untersuchung) und die persönliche Eignung.

Was verdient man im Referendariat in Hessen?

Im Vorbereitungsdienst (Referendariat) erhalten angehende Lehrkräfte in Hessen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag beträgt seit dem 1. Juli 2026 1.825,54 € (Eingangsamt A 12) bzw. 1.868,96 € (A 13) brutto im Monat; hinzu kommen ggf. Anwärtersonderzuschläge in Mangelfächern.

Verdienen angestellte Lehrer in Hessen weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-H (Entgeltgruppe E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist das Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen.

Welche Besoldungsgruppe haben Lehrer in Hessen?

Die Besoldung richtet sich nach dem Hessischen Besoldungsgesetz (HBesG): Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte sowie Förderschullehrkräfte werden überwiegend in A 12/A 13, Gymnasial- und Berufsschullehrkräfte in A 13 eingruppiert. Funktionsstellen (Konrektor, Schulleitung) reichen bis A 15/A 16.

Besoldungstabelle Hessen für Lehrer

Die Besoldungstabelle für hessische Lehrkräfte steht oben auf dieser Seite. Der Einstieg liegt je nach Schulform bei A 12 oder A 13; seit August 2023 wird die Eingangsbesoldung der Grundschullehrkräfte schrittweise von A 12 auf A 13 angehoben.

Rechtsstand: Der Hessische Landtag hat am 1. September 2026 das Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2026/2027 beschlossen; das Gesetz vom 3. September 2026 ist im GVBl. 2026 Nr. 57 verkündet. Die Bezüge sind damit rückwirkend zum 1. Juli 2026 um 3,02 % (mindestens 110 €) gestiegen, zugleich ist die Erfahrungsstufe 1 entfallen – der Einstieg erfolgt jetzt in Stufe 2. Die Übersicht oben zeigt bereits die neue Tabelle; die nächste Stufe folgt zum 1. Oktober 2027 mit 2,8 %. Maßgeblich sind die im Gesetz- und Verordnungsblatt bekannt gemachten Tabellen des Landes Hessen (Stand: September 2026).

Zwei hessische Besonderheiten sind beim Vergleich mit anderen Ländern wichtig: Angestellte Lehrkräfte werden hier nicht nach dem TV-L bezahlt, sondern nach dem eigenen Tarifvertrag TV-H — Hessen ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Und die Beihilfe folgt in Hessen einem eigenen Rechenmodell. Verbindlich sind die Tabellen des Hessischen Ministeriums der Finanzen.

Beihilfe in Hessen – ein eigenes Rechenmodell

Hessen berechnet die Beihilfe anders als die meisten Länder: Der Bemessungssatz beginnt bei 50 Prozent und steigt um 5 Prozentpunkte je Person, die im Orts- und Sozialzuschlag berücksichtigt wird – bis höchstens 70 Prozent. Bei stationärer Krankenhausbehandlung kommen 15 Punkte hinzu. Wer verheiratet ist und zwei Kinder hat, liegt damit bei einem anderen Satz als eine alleinstehende Kollegin. Die vollständige Staffel, die Regeln für gesetzlich Versicherte und den Antragsweg findest du im Beihilfe-Leitfaden für Hessen.

Bundesland-Vergleich Lehrergehalt

Wie Hessen im Vergleich zu den anderen Ländern abschneidet, zeigt die Übersicht Lehrergehalt im Ländervergleich.

Vergleiche das Lehrergehalt in Hessen mit anderen Bundesländern.

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