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Referendariat Dauer 2026: 12, 18 oder 24 Monate nach Bundesland
Referendariat · Dauer · Bundesland

Referendariat Dauer: Wie lange musst du wirklich?

In den meisten Ländern dauert das Referendariat 18 Monate – die Spanne reicht aber von 12 bis 24. Alle 16 Bundesländer im geprüften Vergleich.

12–24Monate
18 Monatein 11 von 16 Ländern
24 MonateBayern, Thüringen

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Übersicht: Referendariat Dauer nach Bundesland

Bundesland Dauer Hinweis
Baden-Württemberg 18 Monate –
Bayern 24 Monate alle Lehrämter
Berlin 18 Monate –
Brandenburg 12 Monate Regelfall nach einem Studium mit Praxissemester, sonst 18 Monate
Bremen 18 Monate –
Hamburg 18 Monate –
Hessen 21 Monate Verkürzung auf 18 Monate geplant (Gesetzentwurf, erste Lesung 2. September 2026)
Mecklenburg-Vorpommern 18 Monate auf Antrag Verkürzung bis auf 12 Monate möglich
Niedersachsen 18 Monate –
Nordrhein-Westfalen 18 Monate –
Rheinland-Pfalz 18 Monate für alle Lehrämter, auch Gymnasium
Saarland 18 Monate –
Sachsen 18 Monate drei Ausbildungsabschnitte von je einem Schulhalbjahr
Sachsen-Anhalt 16 Monate –
Schleswig-Holstein 18 Monate –
Thüringen 24 Monate Grundschule 18 Monate; anrechenbare Praktika aus dem Studium verkürzen um bis zu 6 Monate

Stand: September 2026, geprüft an den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Länder bzw. den Angaben der Kultusministerien, unter anderem Hessen (§ 38 HLbG), Sachsen (LAPO II), Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bremen. Maßgeblich ist die Regelung des Landes zum jeweiligen Einstellungstermin.

Hessen: Verkürzung auf 18 Monate geplant

Der Vorbereitungsdienst dauert in Hessen derzeit 21 Monate und damit länger als in den meisten Ländern, in denen 18 Monate üblich sind. Die Regierungsfraktionen von CDU und SPD wollen das ändern: Am 2. September 2026 haben sie eine Novelle des Hessischen Lehrkräftebildungsgesetzes in erster Lesung in den Landtag eingebracht. Danach soll das Referendariat nur noch 18 Monate dauern. Zugleich würden Referendarinnen und Referendare in den Hauptphasen 14 bis 16 Wochenstunden selbstständig unterrichten statt bisher höchstens 12, die Zahl der benoteten Unterrichtsbesuche sänke von 14 auf 8, und das Gutachten der Ausbildungsschule fiele mit 25 statt 7,5 Prozent ins Gewicht. Beschlossen ist das noch nicht: Im Oktober hört der Landtag Verbände und Hochschulen an, der Entwurf kann sich danach noch ändern, und ab welchem Einstellungstermin die neue Dauer gälte, steht nicht fest. Der Philologenverband kritisiert, die Ausbildung werde zu stark verdichtet. Quelle: hessenschau.de, bildungsklick.de.

Gehalt während des Referendariats

Unabhängig von der Dauer erhältst du im Vorbereitungsdienst Anwärterbezüge – kein reguläres Gehalt, sondern Bezüge im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Der Anwärtergrundbetrag für ein Lehramt mit Eingangsamt A 13 liegt im September 2026 je nach Land zwischen rund 1.700 und 1.870 € brutto im Monat. Einige Länder haben die Besoldungsanpassung für 2026 noch nicht abgeschlossen, dort kann sich der Betrag noch leicht erhöhen. Dazu können Familienzuschlag und in Mangelfächern ein Anwärtersonderzuschlag kommen. Mehr zu den Bezügen im Vorbereitungsdienst findest du auf unserer Seite zum Referendariatsgehalt.

💡 Strategietipp: Am schnellsten geht es in Brandenburg: Nach einem Studium mit Praxissemester dauert der Vorbereitungsdienst dort in der Regel 12 Monate. In Mecklenburg-Vorpommern lässt er sich auf Antrag bis auf 12 Monate verkürzen, Sachsen-Anhalt kommt mit 16 Monaten aus. Am längsten dauert er in Bayern und – außer für das Grundschullehramt – in Thüringen mit 24 Monaten. Die Dauer allein sollte aber nicht entscheiden: Wo du später unterrichten willst, hängt vor allem an Stellenlage und Verbeamtung im Land.

Kann man das Bundesland für das Referendariat wechseln?

Grundsätzlich ja — aber die gegenseitige Anerkennung ist komplex. Das vollständig abgeschlossene zweite Staatsexamen wird bundesweit anerkannt. Wer mittendrin das Bundesland wechselt, muss meist neu beginnen.

Wie es nach dem zweiten Staatsexamen weitergeht, erklärt unser Beitrag Nach dem Referendariat.

Krankenversicherung im Referendariat

Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf bist du schon im Referendariat beihilfeberechtigt. Du kannst deshalb bereits jetzt in eine private Krankenversicherung mit Beihilfetarif gehen – oder mit einer Anwartschaft die Bedingungen für die spätere Verbeamtung sichern. Beide Wege vergleicht unser Ratgeber GKV oder PKV für Lehrkräfte.

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