
Schulpsychologe vs. Beratungslehrkraft: Wo ist der Unterschied?
Beide arbeiten mit Schülern in schwierigen Situationen — aber mit ganz unterschiedlichem Profil. Was die Berufe trennt und wie man zu ihnen kommt.
Der Schulpsychologe
Schulpsychologen haben ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Diplom oder Master mit Schwerpunkt pädagogische Psychologie). Sie sind meist beim staatlichen Schulpsychologischen Dienst (SPD) angestellt — nicht an einer Einzelschule, sondern für mehrere Schulen zuständig. Ihre Aufgaben: Diagnostik, Krisenintervention, Beratung von Lehrkräften und Eltern, Gutachten.
Die Beratungslehrkraft
Beratungslehrkräfte sind ausgebildete Lehrkräfte mit einer Zusatzqualifikation in Beratung. Sie unterrichten weiterhin (reduziertes Deputat) und beraten nebenbei. Ihr Fokus: allgemeine Schulberatung, Lernprobleme, Schullaufbahnberatung, erste Ansprechperson für Schüler und Eltern bei einfacheren Problemen.
| Merkmal | Schulpsychologe | Beratungslehrkraft |
|---|---|---|
| Ausbildung | Psychologiestudium | Lehramtsstudium + Zusatzausb. |
| Standort | Schulpsychologischer Dienst | Schule |
| Unterricht | Nein | Ja (reduziert) |
| Diagnostik | Umfangreiche Testdiagnostik | Eingeschränkt |
| Krisenintervention | Ja, intensiv | Erste Hilfe |
| Fallkomplexität | Hoch | Einfach bis mittel |
Wie werde ich Schulpsychologe?
Psychologiestudium (Bachelor + Master oder Diplom), Schwerpunkt pädagogische Psychologie oder Schulpsychologie. Dann Bewerbung beim Schulpsychologischen Dienst des Bundeslandes. Schulpsychologen werden oft nach E13/E14 vergütet oder in A13 verbeamtet.
