Lehrer in Thüringen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Thüringen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Thüringen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Thüringen kämpft mit massivem Lehrermangel und bietet deshalb attraktive Einstellungsbedingungen. Was Lehrkräfte 2026 in Thüringen erwartet — von der Besoldung bis zur Verbeamtung.

A13: 5.215 €Brutto Einstieg Thüringen
Bis 47 J.Altersgrenze Verbeamtung
~22.000Lehrkräfte in Thüringen
Sehr hochEinstellungschancen

Besoldung in Thüringen 2026

Thüringen liegt bei der Grundbesoldung unter dem Bundesschnitt, hat aber zuletzt mehrere Anpassungen und Zulagen eingeführt, um Lehrkräfte anzulocken.

Besoldungsgruppe Einstieg (Stufe 1) Endstufe
A 12 (Grundschule, auslaufend/teils) 4.447 € 5.795 €
A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) 5.215 € 6.441 €
A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) über A 13
A 15 (Schulleitung) über A 14

Gehalt Grundschullehrer in Thüringen

Grundschullehrkräfte in Thüringen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 5.215 € bis 6.441 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Thüringen

Realschullehrkräfte in Thüringen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 5.215 € bis 6.441 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Thüringen (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Thüringen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 5.215 € bis 6.441 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

⚠️ Die Grundschulbesoldung in Thüringen ist noch bei A12 — eine Anhebung auf A13 ist politisch diskutiert, aber noch nicht umgesetzt.

Verbeamtung in Thüringen

Thüringen hat eine der großzügigsten Altersgrenzen für die Erstverbeamtung in Deutschland: bis zu 47 Jahre — auch für Seiteneinsteiger mit Qualifikation. Das macht Thüringen besonders attraktiv für Quereinsteiger.

  • Bewerbung über das Thüringer Schulportal (THILLM)
  • Einstellung nach 2. Staatsexamen oder als Seiteneinsteiger
  • Probezeit: 2 Jahre als Beamter auf Probe
  • Verbeamtung auf Lebenszeit nach erfolgreicher Probezeit
💡 Thüringen bietet auch Quereinsteigern ohne Lehramt mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung gute Einstiegschancen — teils mit direktem Verbeamtungsweg.

Mangelfächer & Einstellungschancen

Grundschule ⚠️ sehr knapp
Mathematik
Informatik
Sonderpädagogik
Berufsschule
Physik

Schulformen in Thüringen

  • Grundschule (1–4): A12 (Anhebung angestrebt)
  • Regelschule (5–10): Kombiniert Haupt- und Realschule, A12/A13
  • Gymnasium (5–12): G8, A13/A14
  • Gemeinschaftsschule: 1–12 durchgehend, A13
  • Berufsschule: A13/A14
  • Förderschule: A13/A14 + Zulage
ℹ️ Thüringen hat mit der Regelschule eine eigene Schulform, die es so nur in Thüringen gibt — sie verbindet Haupt- und Realschule.

Leben & Wohnen in Thüringen

Thüringen punktet trotz niedrigerer Gehälter mit günstigen Lebenshaltungskosten. Im Vergleich zu Bayern oder Hamburg:

  • Mietpreise deutlich unter dem Bundesschnitt (Erfurt: 8–11 €/m²)
  • Kurze Wege, grüne Natur (Thüringer Wald, Saale-Unstrut-Region)
  • Kulturell reichhaltiger Freistaat (Weimar, Erfurt, Jena)

Günstig leben, gut abgesichert

Auch in Thüringen ist eine DU-Versicherung essenziell — die staatliche Versorgung greift bei früher Dienstunfähigkeit oft nicht ausreichend.

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Ministerium für Bildung: Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern in Thüringen

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport ist zuständig für die Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern an staatliche Schulen. Wer in Thüringen unterrichten möchte, bewirbt sich direkt beim Ministerium oder über das zentrale Bewerbungsportal des Freistaats.

An welchen Schulen kann man in Thüringen unterrichten?

Thüringen bietet Stellen an staatlichen Regelschulen, Gymnasien, Grundschulen, Förderschulen und Berufsschulen. Das Ministerium für Bildung verwaltet die Zuweisung der Lehrerinnen und Lehrer an die einzelnen Schulen. Wer in Thüringen unterrichten will, muss ein in Deutschland anerkanntes Lehramt nachweisen – alternativ ist ein Quereinstieg an staatliche Schulen möglich.

Besoldung Thüringen: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Thüringen nach der Bundesbesoldungsordnung A eingestuft, geregelt im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.

Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Thüringen netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Thüringen erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Angestellte Lehrkräfte in Thüringen: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Thüringen

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Thüringen

Was verdient ein Lehrer in Thüringen?

Verbeamtete Lehrkräfte in Thüringen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 5.215 bis 6.440 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Thüringen netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in Thüringen verbeamtet?

Thüringen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Thüringen?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Thüringen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Thüringen weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

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