Lehrer in Niedersachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Niedersachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026
Bundesland Niedersachsen

Lehrer in Niedersachsen — Gehalt, Verbeamtung & Besoldung 2026

Was verdienen Lehrer in Niedersachsen? Alle Informationen zu Besoldungstabellen, Verbeamtung und Einstellungsbedingungen für Lehrkräfte in Niedersachsen.

A 12–A 15
Besoldungsgruppen für Lehrer
~83.000
Lehrkräfte in Niedersachsen
45 Jahre
Altersgrenze Verbeamtung
NLSchB
Niedersächsische Landesschulbehörde

Lehrergehalt Niedersachsen 2026

Die Besoldung für Lehrer in Niedersachsen richtet sich nach dem Niedersächsischen Besoldungsgesetz. Je nach Schulform und Lehramt variiert die Besoldungsgruppe:

Schulform Besoldung Brutto Stufe 1 (ca.) Endstufe (ca.)
Grundschule / Hauptschule A 13 ~4.940 € bis ~6.320 €
Realschule / Gesamtschule A 13 ~4.940 € bis ~6.320 €
Gymnasium (Sek. II) A 13 ~4.940 € bis ~6.320 €
Berufsbildende Schulen A 13 ~4.940 € bis ~6.320 €
Sonderpädagogik (Förderschule) A 13 ~4.940 € bis ~6.320 €
Schulleitung A 14–A 16 über A 13

Gehalt Grundschullehrer in Niedersachsen

Grundschullehrkräfte in Niedersachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 4.940 € bis 6.320 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Niedersachsen

Realschullehrkräfte in Niedersachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 4.940 € bis 6.320 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Niedersachsen (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Niedersachsen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 4.940 € bis 6.320 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Hinweis 2026: Niedersachsen hat die Beamtenbesoldung zuletzt zum 01.01.2026 angehoben. Aktuelle Tabellen sind beim Niedersächsischen Landesamt für Bezüge und Versorgung (NLBV) verfügbar.

Verbeamtung in Niedersachsen

In Niedersachsen werden Lehrer grundsätzlich verbeamtet, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. Die Altersgrenze für die Verbeamtung liegt bei 45 Jahren. In Ausnahmefällen (Mangelfächer, besondere Qualifikation) kann sie auf bis zu 50 Jahre angehoben werden.

Voraussetzungen für die Verbeamtung in Niedersachsen

  • Erstes und Zweites Staatsexamen (oder äquivalenter Masterabschluss M.Ed.)
  • Bestandene amtsärztliche Gesundheitsprüfung
  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder EU-Bürgerschaft
  • Verfassungstreue (keine Vorstrafen)
  • Einhaltung der Altersgrenze (max. 45 Jahre)

Einstellung und Bewerbung als Lehrer in Niedersachsen

Einstellungen in den niedersächsischen Schuldienst erfolgen zentral über die Niedersächsische Landesschulbehörde (NLSchB). Stellenausschreibungen werden online veröffentlicht. Es gibt regelmäßige Einstellungstermine (meist zum 01.02. und 01.08. eines Jahres).

Mangelfächer in Niedersachsen 2026

Besonders gesucht werden Lehrkräfte mit den Fächern: Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Musik, Kunst und alle berufsbildenden Fachrichtungen. In diesen Fächern werden Bewerber bevorzugt eingestellt und erhalten teils verkürzte Einstellungsprozesse.

Niedersachsen im Bundesland-Vergleich

Im Vergleich zu anderen großen Bundesländern liegt Niedersachsens Lehrerbesoldung im Mittelfeld. Bayern und Baden-Württemberg zahlen in einzelnen Besoldungsgruppen leicht mehr, während die ostdeutschen Bundesländer teils niedriger liegen. NRW und Niedersachsen sind in etwa vergleichbar.

Gut zu wissen: Niedersachsen hat in den letzten Jahren die Unterschiede in der Besoldung zwischen Gymnasiallehrern und anderen Lehrkräften schrittweise verringert. Grundschullehrer wurden auf A 13 angehoben — das macht Niedersachsen attraktiver für Grundschullehrkräfte als früher.

Bundesland-Vergleich Lehrergehalt

Wie schneidet Niedersachsen im Vergleich zu Bayern und NRW ab?

Lehrer NRW →

Referendariat in Niedersachsen: Ablauf, Dauer & Anwärterbezüge

Der Vorbereitungsdienst – das Referendariat – in Niedersachsen dauert in der Regel rund 18 Monate und schließt mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Während dieser Zeit bist du Beamtin oder Beamter auf Widerruf und erhältst Anwärterbezüge.

Der Anwärtergrundbetrag liegt in Niedersachsen bei rund 1.500 bis 1.700 € brutto im Monat; in Mangelfächern kommt häufig ein Anwärtersonderzuschlag hinzu. Da Anwärterinnen und Anwärter keine Sozialabgaben zahlen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel netto übrig.

ℹ️ Wichtig vor dem Start: Wer sich nach dem Referendariat in Niedersachsen verbeamten lassen möchte, sollte die geltende Altersgrenze von 45 Jahren im Blick behalten und die private Krankenversicherung samt Anwartschaft frühzeitig klären.

Mehr dazu: Referendariatsgehalt im Bundesland-Vergleich, Vorbereitung aufs Referendariat und Verbeamtung als Lehrer.

Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Niedersachsen netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Niedersachsen erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Angestellte Lehrkräfte in Niedersachsen: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Niedersachsen

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Niedersachsen

Was verdient ein Lehrer in Niedersachsen?

Verbeamtete Lehrkräfte in Niedersachsen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 4.900 bis 6.300 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Niedersachsen netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in Niedersachsen verbeamtet?

Niedersachsen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Niedersachsen?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Niedersachsen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Niedersachsen weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

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