
Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026
Sachsen leidet unter einem der schärfsten Lehrermangel in Deutschland — und hat deshalb attraktive Einstellungsbedingungen und Sonderzulagen eingeführt. Was Lehrkräfte 2026 erwarten können.
Besoldung in Sachsen 2026
Sachsen liegt bei der Grundbesoldung unter dem Bundesdurchschnitt, gleicht dies aber durch Sonderzulagen und Stellenzulagen für Mangelfächer und Schulen in schwierigen Lagen aus.
| Besoldungsgruppe | Einstieg (Stufe 1) | Endstufe |
|---|---|---|
| A 12 (Grundschule, auslaufend/teils) | 4.444 € | 5.745 € |
| A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) | 4.974 € | 6.381 € |
| A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) | über A 13 | — |
| A 15 (Schulleitung) | über A 14 | — |
Gehalt Grundschullehrer in Sachsen
Grundschullehrkräfte in Sachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 4.974 € bis 6.381 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.
Gehalt Realschullehrer in Sachsen
Realschullehrkräfte in Sachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 4.974 € bis 6.381 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.
Gehalt Gymnasiallehrer in Sachsen (Studienrat)
Gymnasiallehrkräfte in Sachsen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 4.974 € bis 6.381 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.
Lehrermangel in Sachsen
Sachsen hat einen der bundesweit akutesten Lehrermangel — besonders in ländlichen Regionen. Das Kultusministerium hat darauf mit mehreren Maßnahmen reagiert:
- Einstellung von Seiteneinsteigern (auch ohne Lehramtsstudium)
- Sonderzulagen für Mangelfächer (bis 300 €/Monat)
- Verbeamtung auch jenseits der Altersgrenze
- Aktive Anwerbung aus anderen Bundesländern
- Vollstudium auf Teilzeit für Seiteneinsteiger
Verbeamtung in Sachsen
Sachsen verbeamtet regulär eingestellte Lehrkräfte mit vollem Staatsexamen. Die Altersgrenze liegt bei 42 Jahren, für Mangelfächer und Seiteneinsteiger gibt es Ausnahmen. Probezeit: 2–3 Jahre.
Schulformen in Sachsen
- Grundschule (1–4): A12 (Bestrebungen zur Anhebung auf A13 laufen)
- Oberschule (5–9/10): Hauptschul- und Realschulabschluss, A12/A13
- Gymnasium (5–12): A13/A14
- Berufsschule/BGY: A13/A14
- Förderschule: A13/A14 + Zulage
Seiteneinsteiger in Sachsen
Sachsen hat eines der liberalsten Seiteneinstiegsprogramme Deutschlands. Wer ein Hochschulstudium (Bachelor/Master) in einem schulfach-relevanten Bereich abgeschlossen hat, kann als Seiteneinsteiger eingestellt werden:
- Bewerbung über das Lehrerstellen-Portal Sachsen
- Einstellung als Angestellter (TV-L, E11–E13)
- Berufsbegleitende Qualifizierung (2–3 Jahre)
- Möglichkeit zur Verbeamtung nach Abschluss
🗺️ Andere Bundesländer
Absicherung in Sachsen — besonders wichtig!
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Schuldienst im Freistaat Sachsen
Der Freistaat Sachsen sucht aktiv Lehrerinnen und Lehrer für den sächsischen Schuldienst. Das Staatsministerium für Kultus koordiniert Einstellungen und veröffentlicht regelmäßig Stellenausschreibungen für alle Schulformen – von der Grundschule bis zum Gymnasium.
Besonderheiten des sächsischen Schuldienstes
Im sächsischen Schuldienst werden neben Lehrerinnen und Lehrern auch Erzieher und Sozialpädagogen beschäftigt. Sachsen verbeamtet seit 2019 wieder Lehrkräfte und bietet damit attraktive Konditionen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern. Die sächsischen Besoldungstabellen wurden in den letzten Jahren deutlich angehoben.
Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Sachsen netto?
Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:
- Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
- Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
- Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Sachsen erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Mehr zum Lehrergehalt in Sachsen
- Besoldungstabelle 2026 & Bundesland-Vergleich
- Gehaltsrechner für Lehrkräfte (Brutto/Netto)
- Referendariatsgehalt & Anwärterbezüge
→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.
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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Sachsen
Was verdient ein Lehrer in Sachsen?
Verbeamtete Lehrkräfte in Sachsen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 4.970 bis 6.380 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.
Wie viel bleibt von A 13 in Sachsen netto?
Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.
Werden Lehrer in Sachsen verbeamtet?
Sachsen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.
Was verdient man im Referendariat in Sachsen?
Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Sachsen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.
Verdienen angestellte Lehrer in Sachsen weniger als verbeamtete?
In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.
