Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Sachsen leidet unter einem der schärfsten Lehrermangel in Deutschland — und hat deshalb attraktive Einstellungsbedingungen und Sonderzulagen eingeführt. Was Lehrkräfte 2026 erwarten können.

A13: 4.521 €Brutto Einstieg Sachsen
+300 €Sonderzulage Lehrermangel
~40.000Lehrkräfte in Sachsen
2023+Sonderprogramme aktiv

Besoldung in Sachsen 2026

Sachsen liegt bei der Grundbesoldung unter dem Bundesdurchschnitt, gleicht dies aber durch Sonderzulagen und Stellenzulagen für Mangelfächer und Schulen in schwierigen Lagen aus.

Gruppe Einstieg (Stufe 1) Stufe 6 Endstufe
A12 (GS/OS) 3.712 € 4.187 € 4.512 €
A13 (MS/GYM/BGY) 4.521 € 5.089 € 5.521 €
A14 (Gym/BGY erfahren) 4.987 € 5.612 € 6.087 €
ℹ️ Sachsen zahlt Lehrkräften an Schulen mit besonderen Herausforderungen eine Stellenzulage von 150–300 € monatlich zusätzlich.

Lehrermangel in Sachsen

Sachsen hat einen der bundesweit akutesten Lehrermangel — besonders in ländlichen Regionen. Das Kultusministerium hat darauf mit mehreren Maßnahmen reagiert:

  • Einstellung von Seiteneinsteigern (auch ohne Lehramtsstudium)
  • Sonderzulagen für Mangelfächer (bis 300 €/Monat)
  • Verbeamtung auch jenseits der Altersgrenze
  • Aktive Anwerbung aus anderen Bundesländern
  • Vollstudium auf Teilzeit für Seiteneinsteiger
⚠️ Seiteneinsteiger in Sachsen werden zunächst als Angestellte eingestellt und können sich später um eine Verbeamtung bewerben — wenn sie die formalen Voraussetzungen erfüllen.

Verbeamtung in Sachsen

Sachsen verbeamtet regulär eingestellte Lehrkräfte mit vollem Staatsexamen. Die Altersgrenze liegt bei 42 Jahren, für Mangelfächer und Seiteneinsteiger gibt es Ausnahmen. Probezeit: 2–3 Jahre.

💡 Wer aus einem anderen Bundesland nach Sachsen wechselt, kann seine Erfahrungsstufe in der Regel übertragen lassen — lass dich dazu beraten!

Schulformen in Sachsen

  • Grundschule (1–4): A12 (Bestrebungen zur Anhebung auf A13 laufen)
  • Oberschule (5–9/10): Hauptschul- und Realschulabschluss, A12/A13
  • Gymnasium (5–12): A13/A14
  • Berufsschule/BGY: A13/A14
  • Förderschule: A13/A14 + Zulage

Seiteneinsteiger in Sachsen

Sachsen hat eines der liberalsten Seiteneinstiegsprogramme Deutschlands. Wer ein Hochschulstudium (Bachelor/Master) in einem schulfach-relevanten Bereich abgeschlossen hat, kann als Seiteneinsteiger eingestellt werden:

  • Bewerbung über das Lehrerstellen-Portal Sachsen
  • Einstellung als Angestellter (TV-L, E11–E13)
  • Berufsbegleitende Qualifizierung (2–3 Jahre)
  • Möglichkeit zur Verbeamtung nach Abschluss

🗺️ Andere Bundesländer

Absicherung in Sachsen — besonders wichtig!

Gerade als Seiteneinsteiger bist du in der Anfangszeit ohne volle Beamtenversorgung — eine DU-Versicherung ist hier besonders ratsam.

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Schuldienst im Freistaat Sachsen

Der Freistaat Sachsen sucht aktiv Lehrerinnen und Lehrer für den sächsischen Schuldienst. Das Staatsministerium für Kultus koordiniert Einstellungen und veröffentlicht regelmäßig Stellenausschreibungen für alle Schulformen – von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Besonderheiten des sächsischen Schuldienstes

Im sächsischen Schuldienst werden neben Lehrerinnen und Lehrern auch Erzieher und Sozialpädagogen beschäftigt. Sachsen verbeamtet seit 2019 wieder Lehrkräfte und bietet damit attraktive Konditionen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern. Die sächsischen Besoldungstabellen wurden in den letzten Jahren deutlich angehoben.

Quereinstieg im Freistaat: Sachsen bietet eines der zugänglichsten Quereinstiegsprogramme in Deutschland – auch ohne klassisches Lehramtsstudium können Fachkräfte in den sächsischen Schuldienst eintreten, insbesondere in Mangelfächern.
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