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Lehramt Italienisch: Studium, NC & Berufsaussichten
Lehramt / Fach

Lehramt Italienisch

Studium, NC und Berufsaussichten für das Fach Italienisch.

Italienisch ist ein kleines, aber etabliertes Schulfach — vor allem an Gymnasien in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland. Wer die Sprache liebt und ein Nischenfach sucht, hat als Italienischlehrer oft gute Übernahmechancen.

Studium und NC

AspektHinweis
AbschlussStaatsexamen / Master of Education
NCmeist zulassungsfrei oder moderat
typische KombinationEnglisch, Französisch, Spanisch, Latein
Als kleines Fach ist die Konkurrenz gering — in Verbindung mit einem Hauptfach wie Englisch oder Französisch sind die Einstellungschancen solide.

Was dich im Italienisch-Studium erwartet

Anders als bei Englisch oder Französisch bringen die wenigsten Studienanfänger Italienisch aus der Schule mit. Die meisten Universitäten sind darauf eingestellt und bieten Sprachkurse ab dem Nullniveau – allerdings unter erheblichem Tempo: Innerhalb der ersten Semester wird ein Niveau erwartet, das sonst mehrere Schuljahre braucht. Das ist die eigentliche Hürde des Fachs, nicht die Literaturwissenschaft.

Das Studium besteht aus vier Säulen: Sprachpraxis (Grammatik, Übersetzung, mündlicher Ausdruck), Sprachwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft von Dante bis zur Gegenwart sowie Fachdidaktik. Ein Auslandsaufenthalt ist an den meisten Standorten verpflichtend oder faktisch unerlässlich – ein Semester in Italien ist der übliche Weg, Erasmus-Plätze sind bei den kleinen Fachgruppen vergleichsweise gut verfügbar.

Ein Punkt, der spät auffällt: An einigen Universitäten wird für romanistische Fächer das Latinum oder ein Nachweis über Lateinkenntnisse verlangt. Wer es nicht aus der Schule hat, muss es studienbegleitend nachholen – das kostet ein bis zwei Semester und wird gern übersehen.

Warum kleine Fächer eigene Chancen bieten

Die geringe Zahl an Absolventinnen und Absolventen wirkt in beide Richtungen. Einerseits gibt es wenige ausgeschriebene Stellen, andererseits kaum Konkurrenz um sie – und Schulen, die ihr Italienisch-Angebot halten wollen, suchen oft über Jahre. Wer räumlich beweglich ist, hat damit eine bessere Ausgangslage als in einem beliebten Massenfach.

Ein zweiter Punkt betrifft die Gestaltungsfreiheit: In einem kleinen Fach gibt es selten eine eingespielte Fachschaft mit festen Vorgaben. Curriculum, Lehrwerke, Austauschprogramme und Zertifikatsprüfungen wie CILS oder PLIDA liegen weitgehend in deiner Hand. Das ist mehr Arbeit als in einem etablierten Fach – und für viele der eigentliche Grund, sich dafür zu entscheiden.

Wie sieht der Schulalltag mit einem kleinen Fach aus?

Italienisch startet meist als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 oder 10 und wird oft nur in ein bis zwei Kursen je Jahrgang unterrichtet. In der Praxis heißt das: Du bist an deiner Schule häufig die einzige Fachkraft, gestaltest das Fach weitgehend eigenständig – und unterrichtest den größeren Teil deiner Stunden im Zweitfach.

In den ersten fünf Dienstjahren meist kein Ruhegehalt

Wirst du als Anwärter oder Beamter auf Probe dienstunfähig, bekommst du vor Ablauf der fünfjährigen Wartezeit in der Regel kein Ruhegehalt – es sei denn, die Dienstunfähigkeit geht auf einen Dienstunfall oder eine im Dienst erlittene Schädigung zurück – dann greift die Unfallfürsorge. Kostenlose Erstinformation anfordern:

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