Lehramt Sonderpädagogik — Studium, Gehalt & Förderschule
Sonderpädagogen unterrichten Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Was das Studium umfasst, welches Gehalt du verdienst und wie die Karriere aussieht.
Was macht ein Sonderpädagoge?
Sonderpädagogen — offiziell auch Förderschullehrkräfte oder Lehrkräfte für Sonderpädagogik — unterrichten und fördern Schülerinnen und Schüler mit körperlichen, geistigen, emotionalen oder sozialen Beeinträchtigungen. Sie arbeiten an Förderschulen, aber durch die Inklusion zunehmend auch an Regelschulen (Grundschulen, Hauptschulen, Gymnasien) als Unterstützungskraft oder Team-Lehrerin.
Förderschwerpunkte
Sonderpädagogen spezialisieren sich auf einen oder zwei Förderschwerpunkte: Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Hören, Sehen, Unterricht kranker Schüler (Klinikschulen).
Sonderpädagogik studieren
Das Studium der Sonderpädagogik dauert in der Regel 5–6 Jahre (Bachelor + Master oder Staatsexamen) und umfasst sonderpädagogische Grundlagen, zwei Förderschwerpunkte und ein reguläres Unterrichtsfach oder Sachunterricht. Die Studieninhalte sind deutlich stärker psychologisch und therapeutisch ausgerichtet als andere Lehrämter.
Studienorte
Sonderpädagogik kann nicht überall studiert werden. Große Standorte sind: Hamburg, Köln, München (LMU), Heidelberg, Berlin (HU), Hannover und Dortmund. Die Kapazitäten sind begrenzt — Numerus Clausus (NC) beachten.
Gehalt Sonderpädagogen 2026
Die Besoldung variiert je nach Bundesland. Grundsätzlich werden Sonderpädagogen an Förderschulen in A 12 oder A 13 eingestuft:
| Bundesland | Besoldung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Bayern | A 13 | Gleichgestellt mit Gymnasiallehrern |
| NRW | A 13 | Anhebung von A 12 auf A 13 erfolgt |
| Baden-Württemberg | A 13 | Reguläre Eingruppierung |
| Niedersachsen | A 12 / A 13 | Abhängig vom Schultyp |
| Sachsen | A 12 | Unterste Besoldungsgruppe |
Berufsaussichten: Sonderpädagogen werden dringend gesucht
Sonderpädagogen gehören zu den gefragtesten Lehrkräften in Deutschland. Der Mangel ist akuter als in fast allen anderen Lehrämtern. Wer Sonderpädagogik studiert, hat bundesweit hervorragende Einstellungschancen — oft direkt nach dem Referendariat, manchmal schon davor als Vertretungskraft.
Sonderpädagogik als Quereinsteiger
Wer ein abgeschlossenes Studium in einem sozialen oder pädagogischen Bereich (z. B. Heilpädagogik, Psychologie, Sozialpädagogik) hat, kann in manchen Bundesländern als Quereinsteiger in sonderpädagogischen Bereichen tätig werden. Die genauen Voraussetzungen variieren stark.
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Studiengang Sonderpädagogik: Wo und wie studieren?
Das Lehramt Sonderpädagogik ist ein eigenständiger Studiengang, der an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten angeboten wird. Je nach Hochschule unterscheiden sich Zulassungsvoraussetzungen, Fachrichtungen und Studienmodelle.
Fachrichtungen im sonderpädagogischen Studiengang
Im Studiengang Sonderpädagogik wählt man in der Regel zwei sonderpädagogische Fachrichtungen. Typische Fachrichtungen sind:
- Förderschwerpunkt Lernen – häufigste Fachrichtung, hoher Bedarf
- Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
- Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
- Förderschwerpunkt Sprache
- Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
Die zweite Fachrichtung ermöglicht es, flexibel in verschiedenen Förderschultypen eingesetzt zu werden – das erhöht die Einstellungschancen erheblich.
Ablauf des Studiengangs an der Universität / Hochschule
- Grundstudium (Bachelor): Erziehungswissenschaften, zwei sonderpädagogische Fachrichtungen, Schulpraktika
- Aufbaustudium (Master of Education): Vertiefung, wissenschaftliche Arbeit
- Vorbereitungsdienst (Referendariat): 12–24 Monate, je nach Bundesland
- Zweites Staatsexamen: Abschlussprüfung und Voraussetzung für die Verbeamtung
