Lehramt Sonderpädagogik — Studium, Gehalt & Förderschule

Lehramt Sonderpädagogik

Lehramt Sonderpädagogik — Studium, Gehalt & Förderschule

Sonderpädagogen unterrichten Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Was das Studium umfasst, welches Gehalt du verdienst und wie die Karriere aussieht.

A 12–13
Besoldungsgruppe je nach Bundesland
7–9 J.
Gesamte Ausbildungsdauer
Sehr hoch
Nachfrage nach Sonderpädagogen
Inklusion
Auch an Regelschulen tätig

Was macht ein Sonderpädagoge?

Sonderpädagogen — offiziell auch Förderschullehrkräfte oder Lehrkräfte für Sonderpädagogik — unterrichten und fördern Schülerinnen und Schüler mit körperlichen, geistigen, emotionalen oder sozialen Beeinträchtigungen. Sie arbeiten an Förderschulen, aber durch die Inklusion zunehmend auch an Regelschulen (Grundschulen, Hauptschulen, Gymnasien) als Unterstützungskraft oder Team-Lehrerin.

Förderschwerpunkte

Sonderpädagogen spezialisieren sich auf einen oder zwei Förderschwerpunkte: Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Hören, Sehen, Unterricht kranker Schüler (Klinikschulen).

Sonderpädagogik studieren

Das Studium der Sonderpädagogik dauert in der Regel 5–6 Jahre (Bachelor + Master oder Staatsexamen) und umfasst sonderpädagogische Grundlagen, zwei Förderschwerpunkte und ein reguläres Unterrichtsfach oder Sachunterricht. Die Studieninhalte sind deutlich stärker psychologisch und therapeutisch ausgerichtet als andere Lehrämter.

Studienorte

Sonderpädagogik kann nicht überall studiert werden. Große Standorte sind: Hamburg, Köln, München (LMU), Heidelberg, Berlin (HU), Hannover und Dortmund. Die Kapazitäten sind begrenzt — Numerus Clausus (NC) beachten.

Gehalt Sonderpädagogen 2026

Die Besoldung variiert je nach Bundesland. Grundsätzlich werden Sonderpädagogen an Förderschulen in A 12 oder A 13 eingestuft:

Bundesland Besoldung Bemerkung
Bayern A 13 Gleichgestellt mit Gymnasiallehrern
NRW A 13 Anhebung von A 12 auf A 13 erfolgt
Baden-Württemberg A 13 Reguläre Eingruppierung
Niedersachsen A 12 / A 13 Abhängig vom Schultyp
Sachsen A 12 Unterste Besoldungsgruppe
Bundesweite Angleichung: Viele Bundesländer haben die Besoldung von Sonderpädagogen in den letzten Jahren auf A 13 angehoben. Es lohnt sich, die aktuelle Regelung im jeweiligen Bundesland zu prüfen.

Berufsaussichten: Sonderpädagogen werden dringend gesucht

Sonderpädagogen gehören zu den gefragtesten Lehrkräften in Deutschland. Der Mangel ist akuter als in fast allen anderen Lehrämtern. Wer Sonderpädagogik studiert, hat bundesweit hervorragende Einstellungschancen — oft direkt nach dem Referendariat, manchmal schon davor als Vertretungskraft.

Karrierechance Inklusion: Durch den Ausbau der Inklusion werden Sonderpädagogen auch vermehrt an Regelschulen eingesetzt. Das eröffnet neue Arbeitsfelder und erhöht die Flexibilität beim Dienstort.

Sonderpädagogik als Quereinsteiger

Wer ein abgeschlossenes Studium in einem sozialen oder pädagogischen Bereich (z. B. Heilpädagogik, Psychologie, Sozialpädagogik) hat, kann in manchen Bundesländern als Quereinsteiger in sonderpädagogischen Bereichen tätig werden. Die genauen Voraussetzungen variieren stark.

Mehr Informationen zum Lehramtsstudium

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Studiengang Sonderpädagogik: Wo und wie studieren?

Das Lehramt Sonderpädagogik ist ein eigenständiger Studiengang, der an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten angeboten wird. Je nach Hochschule unterscheiden sich Zulassungsvoraussetzungen, Fachrichtungen und Studienmodelle.

Fachrichtungen im sonderpädagogischen Studiengang

Im Studiengang Sonderpädagogik wählt man in der Regel zwei sonderpädagogische Fachrichtungen. Typische Fachrichtungen sind:

  • Förderschwerpunkt Lernen – häufigste Fachrichtung, hoher Bedarf
  • Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
  • Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
  • Förderschwerpunkt Sprache
  • Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Die zweite Fachrichtung ermöglicht es, flexibel in verschiedenen Förderschultypen eingesetzt zu werden – das erhöht die Einstellungschancen erheblich.

Ablauf des Studiengangs an der Universität / Hochschule

  1. Grundstudium (Bachelor): Erziehungswissenschaften, zwei sonderpädagogische Fachrichtungen, Schulpraktika
  2. Aufbaustudium (Master of Education): Vertiefung, wissenschaftliche Arbeit
  3. Vorbereitungsdienst (Referendariat): 12–24 Monate, je nach Bundesland
  4. Zweites Staatsexamen: Abschlussprüfung und Voraussetzung für die Verbeamtung
Welche Hochschule / Universität? Sonderpädagogik wird u. a. angeboten an der Universität zu Köln, der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Hamburg, der PH Heidelberg und der Universität Würzburg. Nicht alle Hochschulen bieten alle Fachrichtungen an – frühzeitig informieren lohnt sich.
Vorbereitungsdienst nach dem Studium: Nach dem Studienabschluss folgt der Vorbereitungsdienst (Referendariat) – er dauert je nach Bundesland 12 bis 24 Monate und schließt mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Erst danach ist eine Verbeamtung möglich.
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