Pension vs. Rente für Lehrer: Der große Vergleich mit Zahlen

Verbeamtung lohnt sich – hier die Zahlen

Pension vs. Rente für Lehrer

Was bleibt im Ruhestand wirklich übrig? Der direkte Vergleich zeigt: Verbeamtete Lehrkräfte erhalten monatlich deutlich mehr – und zahlen weniger für die Krankenversicherung.

Pension nach 40 Dienstjahren
71,75 %
des letzten Bruttogehalts, lebenslang
Vorteil vs. gesetzliche Rente
~1.100 €
mehr Netto pro Monat – über 20 Jahre rund 264.000 €

Pension vs. Rente: Die wichtigsten Unterschiede

Ob Pension oder gesetzliche Rente – die Höhe der Altersversorgung hängt wesentlich davon ab, ob du verbeamtet bist oder als angestellte Lehrkraft im öffentlichen Dienst arbeitest. Der Unterschied ist erheblich:

Pension (Beamte)Rente (Angestellte)
Berechnung% des letzten BruttogehaltsRentenpunkte (Einzahlungen × Rentenwert)
Maximale Versorgung71,75 % nach 40 DienstjahrenCa. 45–55 % nach 45 Beitragsjahren
KV im RuhestandBeihilfe 70 %, PKV-Anteil geringGKV voller Beitrag (~ca. 450 €/Monat)
SteuerpflichtPensionen sind voll steuerpflichtigRenten werden steuerlich begünstigt (bis 2040 aufbauend)
Witwenversorgung55 % der Pension des Beamten55–60 % je nach Konstellation
InflationsschutzAnpassung analog zu Gehaltserhöhungen im DienstAnpassung nach Rentenformel (Lohnentwicklung)

Beispielrechnung: Was bleibt im Monat?

Annahme: Gymnasiallehrer A13, letztes Bruttogehalt 5.400 €, Ruhestand nach 40 Dienstjahren in der Beamtenlaufbahn:

Verbeamtet (Pension)Angestellt (Rente)
Monatliche Versorgung bruttoca. 3.880 € (71,75 %)ca. 2.400–2.800 €
Steuernca. –450 € (voll steuerpflichtig)ca. –100 € (Übergangsfreibetrag)
KV-Kostenca. –150 € (PKV, Beihilfe 70 %)ca. –450 € (GKV-Pflichtbeitrag)
Netto ca.ca. 3.100–3.300 €ca. 1.900–2.200 €
Differenz: ca. 1.000–1.200 € mehr pro Monat als Beamter
💡 Über 20 Rentenjahre ergibt diese Differenz einen Gesamtvorteil von 240.000–288.000 € für verbeamtete Lehrkräfte – und das, ohne die günstigere Krankenversicherung durch Beihilfe einzurechnen.

Höhe der Pension nach Dienstjahren

Die Pension steigt mit jedem Dienstjahr im öffentlichen Dienst. Es gibt jedoch einen Mindest- und Höchstruhegehaltssatz. Jedes Jahr Dienst erhöht die spätere Versorgung:

DienstjahreRuhegehaltssatzPension (bei 5.400 € Brutto)
20 Jahre35,00 %ca. 1.890 €
25 Jahre46,88 %ca. 2.531 €
30 Jahre56,25 %ca. 3.038 €
35 Jahre64,06 %ca. 3.459 €
40 Jahre71,75 %ca. 3.875 €

Steuern auf Pension und Rente

Ein häufiges Missverständnis: Pensionen sind vollständig steuerpflichtig, Renten dagegen zunächst nicht. Wer jetzt in Pension geht, zahlt Steuern auf den vollen Betrag – sondern erhält lediglich den allgemeinen Grundfreibetrag (2025: 12.096 €). Renten werden nach dem Kohortenprinzip besteuert: Wer 2025 in Rente geht, versteuert 83 % der Rente – bis 2040 steigt dieser Anteil auf 100 %.

Unter dem Strich bleibt der Nettovorteil der Pension dennoch deutlich höher, da die niedrigeren KV-Kosten durch Beihilfe die steuerliche Mehrbelastung mehr als ausgleichen.

Wann beginnt die Pension?

Das Regelpensionsalter liegt in den meisten Bundesländern bei 67 Jahren. Eine Frühpensionierung ist ab 63 möglich – jedes Jahr früher gibt es einen Abschlag von 3,6 % (max. 14,4 %). Wer dienstunfähig wird, tritt unabhängig vom Alter in den Ruhestand. Die Höhe der Pension hängt dann von der Anzahl der tatsächlich geleisteten Dienstjahre ab.

Private Vorsorge: Nötig oder nicht?

Viele verbeamtete Lehrer fragen sich, ob sie private Altersvorsorge betreiben sollten. Da die Pension bereits 71,75 % des letzten Bruttogehalts sichert, ist eine gesetzliche Rentenversicherungspflicht nicht gegeben. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine private Absicherung sinnvoll ist – zum Beispiel bei einer kürzeren Dienstzeit oder wenn man nicht das volle Dienstalter erreicht. Wer dagegen eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, schützt sich für den Fall, dass er den Dienst früher quittieren muss.

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→ Weiterführend: Verbeamtung als Lehrer | Lehrergehalt im Überblick | Dienstunfähigkeitsversicherung

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