Lehreraustausch und Auslandsunterricht
Im Ausland unterrichten als Lehrkraft: Programme, Bewerbung, Beamtenstatus und praktische Tipps
Wer als Lehrerin oder Lehrer einmal über den Tellerrand blicken möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, im Ausland zu unterrichten – ohne den deutschen Beamtenstatus zu verlieren. Austauschprogramme, befristete Abordnungen und internationale Schulen bieten spannende Optionen.
Programme für Lehreraustausch
| Programm | Träger | Zielländer | Dauer |
|---|---|---|---|
| Pädagogischer Austauschdienst (PAD) | KMK / Bund | USA, UK, Frankreich, u.v.m. | 1 Schuljahr |
| Comenius / Erasmus+ | EU | Alle EU-Länder | 2 Wochen – 1 Jahr |
| ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) | Auswärtiges Amt | Weltweit (Schwerpunkt Osteuropa) | 1–3 Jahre |
| DAAD Lehrerprogramme | DAAD | Weltwei | variabel |
| Deutsche Auslandsschulen | ZfA / Bund | Weltweit (ca. 140 Schulen) | 3–6 Jahre |
Was passiert mit dem Beamtenstatus?
Verbeamtete Lehrkräfte können in der Regel ohne Statusverlust ins Ausland gehen – sie werden „abgeordnet“ oder erhalten „Sonderurlaub ohne Bezüge“. Die Zeit im Ausland kann unter Umständen auf die Dienstzeit angerechnet werden. Details regeln die jeweiligen Landesgesetze und das Programm.
Deutsche Auslandsschulen: Lehrerstellen im Überblick
Über 140 Deutsche Auslandsschulen weltweit (von Tokio bis Buenos Aires) suchen regelmäßig Lehrkräfte. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) koordiniert die Vermittlung. Du behältst dein deutsches Gehalt, bekommst zusätzliche Auslandszulagen und Reisekosten erstattet.
Sabatjahr als Alternative
Wer nicht dauerhaft ins Ausland möchte, kann auch ein Sabbatjahr für eine Auslandszeit nutzen.
Zum Sabbatjahr-Artikel