Gehaltsvergleich: Lehrerlöhne in allen 16 Bundesländern

Lehrergehalt im Bundesländervergleich

Wie viel verdient ein Lehrer in Bayern, NRW, Berlin & Co.? Der vollständige Gehaltsvergleich aller 16 Bundesländer

Lehrergehälter unterscheiden sich in Deutschland erheblich zwischen den Bundesländern. Ein Gymnasiallehrer in Bayern oder Baden-Württemberg verdient deutlich mehr als sein Kollege in Berlin oder Sachsen. Wir zeigen dir, wo die Unterschiede liegen und was dahinter steckt.

Warum gibt es Gehaltsunterschiede?

Bildung ist in Deutschland Ländersache. Jedes Bundesland legt seine eigenen Besoldungsgesetze fest. Die Faktoren, die das Lehrergehalt beeinflussen, sind: Besoldungsgruppe (je nach Schulart und Bundesland), Erfahrungsstufe, Familienzuschläge, Regionalzulagen und Sonderzahlungen.

Gehaltsvergleich: Gymnasiallehrer (A13, Stufe 4)

BundeslandBrutto/Monat (ca.)Besonderheiten
Bayern5.200 – 5.500 €Höchstes Niveau DE, frühe Verbeamtung
Baden-Württemberg5.100 – 5.400 €Sehr gute Konditionen, Ballungsraumzulage
Hessen5.000 – 5.300 €Solide Besoldung, gute Verbeamtungschancen
Hamburg4.900 – 5.200 €Höchste Mieten, trotzdem attraktiv
NRW4.800 – 5.100 €Größtes Bundesland, viele Stellen
Niedersachsen4.700 – 5.000 €Angestellte bekommen TVöD
Rheinland-Pfalz4.700 – 5.000 €Mittleres Niveau
Schleswig-Holstein4.600 – 4.900 €Leicht unter Bundesdurchschnitt
Saarland4.600 – 4.900 €Kleines BL, stabile Stellen
Brandenburg4.500 – 4.800 €Hoher Angestelltenanteil
Sachsen4.500 – 4.800 €Hohe Lebensqualität, günstiger Lebensunterhalt
Thüringen4.400 – 4.700 €Viele Quereinsteiger gesucht
Sachsen-Anhalt4.400 – 4.700 €Akuter Lehrermangel
Mecklenburg-Vorpommern4.300 – 4.600 €Günstiger Wohnraum, ländliche Stellen
Bremen4.700 – 5.000 €Stadtbundesland, Anpassung an HH
Berlin4.300 – 4.600 €Niedrigste Besoldung, hohe Lebenshaltungskosten

Richtwerte für verbeamtete Gymnasiallehrkräfte, A13, Stufe 4, ledig, keine Kinder. Abweichungen je nach Stufe und Familienzuschlägen möglich. Stand: 2026.

Grundschule vs. Gymnasium: Bis zu 500 € Unterschied

Innerhalb eines Bundeslandes unterscheidet sich das Gehalt je nach Schulart erheblich. Grundschullehrerinnen werden in der Regel nach A12 besoldet, Gymnasiallehrkräfte nach A13 – das macht monatlich 300–500 € Bruttounterschied. In einigen Bundesländern (z. B. Berlin) wird die A13-Eingruppierung inzwischen auch für Grundschullehrer angestrebt.

Netto-Gehalt: Was bleibt wirklich übrig?

Vom Bruttogehalt gehen Lohnsteuer, Kirchensteuer und – falls nicht verbeamtet – Sozialversicherungsbeiträge ab. Verbeamtete Lehrkräfte zahlen keine gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge, profitieren aber von Beihilfe statt GKV. Als grobe Faustregel gilt: Das Nettoeinkommen liegt bei etwa 60–70 % des Bruttogehalts (je nach Steuerklasse und Lebensumständen).

Dein individuelles Gehalt berechnen

Mit unserem Gehaltsrechner findest du heraus, was du in deinem Bundesland und deiner Besoldungsstufe konkret verdienst.

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Fazit: Wohin lohnt sich der Wechsel?

Ein Wechsel des Bundeslandes kann sich finanziell lohnen – aber nur wenn man die Gesamtsituation betrachtet: Lebenshaltungskosten, Wohnungsmarkt, Verbeamtungschancen und persönliche Lebensqualität spielen genauso eine Rolle wie das reine Bruttogehalt. Bayern und Baden-Württemberg führen die Gehaltsliste an, bieten aber auch höhere Lebenshaltungskosten in den Ballungsräumen. Ostdeutsche Bundesländer holen auf – und punkten mit günstigem Wohnraum und einem sehr entspannten Stellenmarkt.

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