Gehaltsvergleich: Lehrerlöhne in allen 16 Bundesländern

Lehrergehalt im Bundesländervergleich 2025

Wie viel verdienen Lehrer in Bayern, NRW, Berlin & Co.? Der vollständige Gehaltsvergleich aller 16 Bundesländer – mit exakten Besoldungstabellen-Werten.

~15 %
Gehaltsunterschied zwischen bestem und schlechtestem Bundesland (A13)
~900 €
Monatliche Differenz zwischen Bayern (Platz 1) und Sachsen-Anhalt (Platz 16)
16
Bundesländer mit eigenen Besoldungsgesetzen – Bildung ist Ländersache

Lehrergehälter unterscheiden sich in Deutschland erheblich zwischen den Ländern. Ein Gymnasiallehrer in Bayern verdient rund 15 Prozent mehr als sein Kollege in Sachsen-Anhalt – ohne Familienzuschläge und Sonderzahlungen gerechnet. Wir zeigen dir, wo die Unterschiede liegen, was dahinter steckt und wo du als Lehrer am meisten verdienst.

Warum gibt es Gehaltsunterschiede zwischen den Ländern?

Bildung ist in Deutschland Ländersache. Jedes der 16 Bundesländer legt in einem eigenen Besoldungsgesetz fest, wie viel Lehrer verdienen. Die wichtigsten Faktoren, die das Lehrergehalt beeinflussen:

  • Besoldungsgruppe (je nach Schulform: A12 für Grundschule, A13 für Gymnasium)
  • Erfahrungsstufe (Stufe 1–12 je nach Dienstjahren)
  • Familienzuschläge (Ehegatte, Kinder)
  • Regional- und Ballungsraumzulagen
  • Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Jubiläumsprämien)

Gehaltsvergleich 2025: Gymnasiallehrer A13, Stufe 5 (verbeamtet)

Die folgende Tabelle zeigt das Grundgehalt pro Monat in € – basierend auf den offiziellen Besoldungstabellen, gültig ab 01.02.2025 bzw. dem aktuellen Anpassungstermin des jeweiligen Bundeslandes:

RangBundeslandGrundgehalt A13/5 bruttoBesonderheiten
1Bayern6.297 €Höchstes Niveau, frühe Verbeamtung
2Hessen6.268 €Solide Besoldung, gute Stellen
3Sachsen6.354 €Ost-BL mit starker Anpassung
4Hamburg6.129 €Stadtbundesland, attraktiv trotz Mieten
5Thüringen6.356 €Höchste Ostbesoldung
6NRW6.062 €Größtes Bundesland, viele Stellen
7Brandenburg6.087 €Solide, hoher Angestelltenanteil
8Berlin6.109 €Verbeamtung wieder eingeführt
9Baden-Württemberg5.771 €Abweichende Stufen-Systematik
10Schleswig-Holstein6.383 €Stark aufgeholt in den letzten Jahren
11Rheinland-Pfalz5.948 €Mittleres Niveau (interpolierte Werte)
12Mecklenburg-Vorpommern5.983 €Günstiger Wohnraum
13Bremen5.964 €Stadtbundesland, im Aufholen
14Niedersachsen5.228 €Abweichende Besoldungsstruktur
15Saarland4.950 €Kleinstes Flächenland, unteres Niveau
16Sachsen-Anhalt5.049 €Aktuell niedrigste Besoldung im Ost-West-Vergleich
📌 Hinweis: Die Werte beziehen sich auf das reine Grundgehalt nach der offiziellen Besoldungstabelle 2025. Dein tatsächliches Bruttogehalt hängt außerdem von Familienzuschlägen, Zulagen und Sonderzahlungen ab. Nutze unseren Gehaltsrechner für dein individuelles Ergebnis.

Was verdient man ohne Verbeamtung – als Angestellter?

Ohne Verbeamtung erfolgt die Eingruppierung nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L). Die Vergütung richtet sich nach Entgeltgruppe und Stufe. Im Vergleich zur Beamtenbesoldung liegt das Bruttogehalt angestellter Lehrkräfte in der Regel rund 5–10 Prozent niedriger – zudem fallen volle Sozialversicherungsbeiträge an (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung), was das Netto nochmals reduziert.

Grundschule vs. Gymnasium: Bis zu 500 € Unterschied pro Monat

Innerhalb eines Bundeslandes unterscheiden sich die Gehälter je nach Schulart und Besoldungsgruppe erheblich. Grundschullehrkräfte werden in der Regel nach A12 besoldet, Gymnasiallehrkräfte nach A13 – das macht monatlich rund 300–500 € Bruttounterschied. In einigen Ländern (z. B. Berlin) wird A13 inzwischen auch für Grundschullehrer angestrebt.

Netto-Gehalt: Was bleibt wirklich übrig?

Vom Bruttogehalt gehen Lohnsteuer, ggf. Kirchensteuer und – falls nicht verbeamtet – Sozialversicherungsbeiträge ab. Verbeamtete Lehrkräfte zahlen keine gesetzliche Rentenversicherung, profitieren aber von Beihilfe statt GKV. Als grobe Faustregel gilt: Das Nettoeinkommen liegt bei etwa 62–70 % des Bruttogehalts – je nach Steuerklasse, Familienstand und Wahl der Krankenversicherung. Der Gehaltsrechner zeigt dir die genaue Netto-Summe für dein Bundesland.

Fazit: Wohin lohnt sich ein Wechsel?

Ein Wechsel des Bundeslandes kann sich finanziell lohnen – aber nur wenn man die Gesamtsituation betrachtet. Lebenshaltungskosten, Wohnungsmarkt, Verbeamtungschancen und persönliche Lebensqualität spielen genauso eine Rolle wie das reine Bruttogehalt. Bayern und Hessen führen die Gehaltsliste an, bieten aber auch höhere Lebenshaltungskosten in den Ballungsräumen. Ostdeutsche Bundesländer holen auf – und punkten mit günstigem Wohnraum und einem sehr entspannten Stellenmarkt. Das jährliche Gehaltsplus kann in Spitzenbundesländern rund 10.000–12.000 € mehr pro Jahr betragen als im Schlusslicht.

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→ Weiterführend: Lehrergehalt im Überblick | Verbeamtung als Lehrer | Gehaltsrechner für alle 16 Bundesländer

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