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Lehrer in NRW — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in NRW — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland — und bietet Lehrern 2026 attraktive Gehälter, strukturierte Verbeamtung und vielfältige Schulformen.

A13: 5.221 €Brutto Einstieg NRW
A12: 4.505 €Grundschule (Einstieg)
~200.000Lehrkräfte in NRW
Platz 5Besoldung bundesweit

Besoldungstabelle NRW 2026

In NRW gilt die Landesbesoldungsordnung. Gymnasium- und Gesamtschullehrkräfte werden nach A13 / A14 besoldet, Grundschullehrkräfte seit dem 1. August 2026 nach A13 (gesetzliche Überleitung aus A12).

Besoldungsgruppe Eingangsstufe (je Gruppe Stufe 4–6) Endstufe
A 12 (bis 31. Juli 2026, ausgelaufen) 4.505 € 5.771 €
A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) 5.221 € 6.381 €
A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) 5.531 € 7.035 €
A 15 (Schulleitung) 6.356 € 7.906 €

Quelle: Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW (Finanzverwaltung NRW), Grundgehaltssätze, Anlage 6 zur Landesbesoldungsordnung A (Anhang 1 zu Artikel 1 Nummer 7), gültig ab 1. April 2026 (amtliche Tabelle). Grundgehalt ohne Familienzuschlag und Zulagen; Stand der Prüfung: 1. September 2026.

Gehalt Grundschullehrer in Nordrhein-Westfalen

Grundschullehrkräfte in Nordrhein-Westfalen werden seit dem 1. August 2026 nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Wer zuvor in A 12 war, wurde gesetzlich und ohne eigenen Antrag übergeleitet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 5.221 € bis 6.381 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Nordrhein-Westfalen

Realschullehrkräfte in Nordrhein-Westfalen werden seit dem 1. August 2026 nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet; die Anhebung der Sekundarstufe I ist damit vollzogen. Der Verdienst liegt brutto bei rund 5.221 € bis 6.381 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Nordrhein-Westfalen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 5.221 € bis 6.381 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

💡 NRW hat die Grundschullehrkräfte zum 1. August 2026 auf A13 angehoben — die Überleitung erfolgte automatisch, ein Antrag war nicht nötig.

Verbeamtung in NRW

Die Verbeamtung in NRW erfolgt nach dem 2. Staatsexamen. Wichtige Voraussetzungen:

  • Abschluss des Referendariats mit mindestens „ausreichend“
  • Einstellung durch die Bezirksregierung
  • Probezeit: 2 Jahre (Beamter auf Probe)
  • Verbeamtung auf Lebenszeit nach bestandener Probezeit
ℹ️ Altersgrenze in NRW: 42 Jahre bei Erstverbeamtung. Für Mangelfächer und Schwerbehinderung gelten Ausnahmen bis 45 Jahre.

Mangelfächer NRW 2026

NRW veröffentlicht jährlich eine Liste der Mangelfächer. Aktuell gesucht:

Mathematik
Informatik
Physik
Sonderpädagogik
Berufsschule
Grundschule (Ballungsraum)

Schulformen in NRW

NRW hat eine besonders vielfältige Schullandschaft mit vielen Gesamtschulen:

  • Grundschule (1–4): A13 (seit 1. August 2026)
  • Hauptschule / Realschule: A12/A13
  • Gesamtschule: A13/A14 (je nach Stufenlehramt)
  • Gymnasium: A13/A14
  • Berufskolleg: A13/A14
  • Förderschule: A13/A14 + Sonderpädagogikzulage
  • Sekundarschule / Gemeinschaftsschule: A13

Vergleich: NRW vs. Bayern vs. BW

Merkmal NRW Bayern BW
A13 Einstieg 5.221 € 5.248 € 5.332 €
Altersgrenze Verbeamtung 42 Jahre 45 Jahre 42 Jahre
GS-Lehrkräfte Besoldung A13 ✅ A12/A13 A13 ✅
Probezeit 2 Jahre 3 Jahre 3 Jahre

Bewerbung als Lehrer in NRW

Die Einstellung in NRW läuft zentral über das Lehrereinstellungsportal NRW. Zweimal jährlich (Februar/August) gibt es Einstellungsrunden. Tipp: Bewirb dich für mehrere Schulformen und Bezirke, um deine Chancen zu erhöhen.

⚠️ In beliebten Regionen (Köln, Düsseldorf, Münster) ist die Konkurrenz besonders hoch. Abseits der Ballungszentren gibt es oft bessere Einstellungschancen.

Beihilfe in NRW – 50 Prozent, ohne Kostendämpfungspauschale

Neben der Besoldung steht Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen die Beihilfe zu: 50 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen, ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent, für Kinder selbst 80 Prozent. Die früher übliche Kostendämpfungspauschale wurde zum 24. Dezember 2021 abgeschafft – seither wird kein jährlicher Eigenanteil mehr abgezogen. Zuständig ist das Landesamt für Besoldung und Versorgung. Einzelheiten im Beihilfe-Leitfaden für NRW.

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Lehrer NRW: Tarifvertrag vs. Beamtenstatus

In NRW haben Lehrkräfte die Wahl zwischen zwei Beschäftigungsmodellen: Verbeamtung oder Angestelltenverhältnis nach Tarifvertrag. Angestellte Lehrer werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt, während verbeamtete Lehrkräfte die Landesbesoldungsordnung NRW erhalten.

Tarifvertrag TV-L: Was gilt für angestellte Lehrer in NRW?

Wer in NRW als angestellte Lehrkraft arbeitet, fällt unter den Tarifvertrag der Länder (TV-L). Die Eingruppierung erfolgt je nach Schulform und Qualifikation in die Entgeltgruppen E11 bis E15. Angestellte erhalten im Vergleich zu verbeamteten Kolleginnen und Kollegen keine Beihilfe und müssen sich vollständig selbst krankenversichern.

Tarifvertrag-Vorteil: Angestellte Lehrkräfte in NRW profitieren von den regelmäßigen Tariferhöhungen durch die Gewerkschaften. Zudem haben sie flexiblere Kündigungsregeln als verbeamtete Lehrkräfte – ein Aspekt, der bei Karrierewechseln relevant werden kann.

Besoldung NRW: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in NRW nach der Bundesbesoldungsordnung A eingestuft, geregelt im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.

Rechtsgrundlage: Wo die NRW-Beträge verbindlich stehen

Die Bezüge nordrhein-westfälischer Lehrkräfte richten sich nach dem Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW). Maßgeblich für das Grundgehalt ist die Landesbesoldungsordnung A mit ihrer Anlage der Grundgehaltssätze — jede andere Quelle, auch diese Seite, gibt sie nur wieder. Wer seine eigenen Bezüge prüfen will, vergleicht deshalb immer mit der Tabelle des Landesamts für Besoldung und Versorgung NRW.

Die Zuordnung zur Erfahrungsstufe — warum „Stufe 1″ in NRW irreführt

NRW nummeriert die Erfahrungsstufen von 1 bis 12. Entscheidend ist aber, dass eine Besoldungsgruppe nicht bei Stufe 1 beginnt: A 12 startet bei Stufe 4, A 13 bei Stufe 5. Eine „A 13, Stufe 1″ gibt es in Nordrhein-Westfalen nicht. Der Aufstieg läuft danach gestaffelt — bis zur fünften Stufe im Zwei-Jahres-Rhythmus, bis zur neunten im Drei-Jahres-Rhythmus, danach alle vier Jahre bis zur Endstufe 12. Wer also liest, das Einstiegsgehalt liege „in Stufe 1″, vergleicht mit einer Stufe, die für diese Ämter gar nicht existiert.

Amtszulagen und der Familienzuschlag nach Mietenstufe

Zum Grundgehalt kommen weitere Bestandteile. Amtszulagen gleichen Ämter aus, die zwischen zwei Besoldungsgruppen liegen — etwa bestimmte Funktionsstellen an Schulen. Der Familienzuschlag (§§ 42–44 LBesG NRW, Anlage 13) hat in NRW eine Besonderheit, die viele übersehen: Seine Höhe hängt nicht nur von den Familienverhältnissen ab, sondern zusätzlich von der Mietenstufe der Gemeinde, in der die Lehrkraft mit Hauptwohnsitz gemeldet ist. Zwei Kolleginnen mit identischer Besoldungsgruppe, gleicher Stufe und gleicher Kinderzahl können also unterschiedlich viel bekommen, wenn sie in verschiedenen Gemeinden wohnen. Mit dem Anpassungsgesetz vom 10. Oktober 2024 wurde diese Staffelung rückwirkend zum 1. Januar 2024 auch auf dritte und weitere Kinder ausgeweitet.

Beamtenverhältnis oder Tarifbeschäftigung — zwei getrennte Systeme

Wer die Lehramtsbefähigung über ein Lehramtsstudium an einer Hochschule und das zweite Staatsexamen erworben hat, wird in NRW in der Regel ins Beamtenverhältnis übernommen und nach der Besoldungsordnung A bezahlt. Tarifbeschäftigte Lehrkräfte — etwa Quereinsteigerinnen ohne volle Befähigung oder Kolleginnen jenseits der Altersgrenze — unterliegen dagegen dem TV-L. Dort gilt keine Besoldungsgruppe, sondern eine Eingruppierung in eine Entgeltgruppe, und es fallen volle Sozialversicherungsbeiträge an. Beide Wege führen deshalb bei ähnlichem Bruttobetrag zu deutlich unterschiedlichem Netto.

Was ein Tarifergebnis für Beamtinnen und Beamte bedeutet

Tarifverhandlungen gelten zunächst nur für Tarifbeschäftigte. Ein Tarifergebnis wirkt auf die Besoldung erst, wenn der Landesgesetzgeber es durch ein Anpassungsgesetz überträgt — mit eigenem Inkrafttretensdatum, das oft später liegt als der Tarifabschluss. Für die eigene Planung heißt das: Angekündigte Prozentsätze stehen erst dann in der Gehaltsabrechnung, wenn das Gesetz beschlossen und in Kraft ist. Bis dahin gilt die zuletzt verkündete Tabelle.

Was das beim Berufseinstieg konkret heißt

Wer in Nordrhein-Westfalen neu anfängt zu unterrichten, sollte beim Berufseinstieg drei Dinge auf der ersten Abrechnung prüfen: die Besoldungsgruppe (seit dem 1. August 2026 für Primarstufe und Sekundarstufe I einheitlich A 13), die zugeordnete Erfahrungsstufe — angerechnete Vordienstzeiten können hier zu einer höheren Stufe als der Eingangsstufe führen — und die Mietenstufe, die dem Wohnort zugeordnet ist. Alle drei Größen zusammen ergeben erst den Betrag; das Grundgehalt allein sagt wenig über das aus, was am Monatsende ankommt.

Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in NRW netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: NRW erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Mehr zum Lehrergehalt in NRW

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in NRW

Was verdient ein Lehrer in NRW?

Verbeamtete Lehrkräfte in NRW verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 5.220 bis 6.380 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in NRW netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in NRW verbeamtet?

NRW verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in NRW?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in NRW Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in NRW weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

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