Lehramt Sonderpädagogik: Studium, Förderschwerpunkte & Gehalt

Lehramt Sonderpädagogik

Förderschulen, Inklusion und Förderschwerpunkte: Alles zum Studium und Beruf als Sonderpädagogin oder Sonderpädagoge

Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, die besondere Förderbedarfe haben. Sie unterrichten an Förderschulen, Schulen für Kinder mit körperlicher Behinderung oder begleiten als mobile Fachkraft Schülerinnen und Schüler in Regelschulen. Der Bedarf ist enorm – und der Beruf ist so vielfältig wie die Menschen, mit denen man arbeitet.

Förderschwerpunkte im Überblick

FörderschwerpunktArbeitsorteBesonderheiten
LernenFörderschule, InklusionGrößte Gruppe, ca. 40 % der Förderschüler
Geistige EntwicklungFörderschule GEIntensive Begleitung, Lebensalltagskompetenzen
SpracheFörderschule, RegelschuleEnge Zusammenarbeit mit Logopädie
HörenHörgeschädigtenschuleGebärdensprache oft Teil der Ausbildung
SehenBlinden-/SehbehindertenschuleBraille, assistive Technologien
Körper & MotorikKörperbehindertenschuleTeamarbeit mit Therapeuten
Emotional/Sozial (ESE)Förderschule ESE, InklusionHohe emotionale Anforderungen

Studium Sonderpädagogik: Dauer und Aufbau

Das Studium dauert 9–10 Semester (Bachelor + Master of Education oder Staatsexamen). Du wählst in der Regel zwei Förderschwerpunkte und kombinierst diese mit einem Unterrichtsfach. Das Referendariat folgt dem Studium und dauert 12–24 Monate. Zulassungsbeschränkungen (NC) bestehen an einigen Hochschulen, sind aber oft geringer als bei anderen Lehrämtern.

Gehalt und Besoldung

Sonderpädagogen werden in vielen Bundesländern in A13 oder sogar A14 eingestuft – oft höher als Grundschullehrkräfte. Der erhöhte Förderbedarf der Schülerschaft und die anspruchsvollen Arbeitsbedingungen spiegeln sich in der Vergütung wider. In einigen Bundesländern gibt es zusätzliche Erschwerniszulagen für besonders belastende Förderschwerpunkte.

Sonderpädagogik und Inklusion

Mit der zunehmenden Inklusion verändert sich der Arbeitsort vieler Sonderpädagoginnen: Statt ausschließlich an Förderschulen arbeiten immer mehr als „mobile sonderpädagogische Fachkräfte“ oder „Inklusionsberater“ direkt in Regelschulen. Diese Doppelfunktion – Unterrichten und Beraten – macht den Beruf vielseitig, aber auch anspruchsvoll.

Inklusion im Unterricht meistern

Praktische Tipps für alle Lehrkräfte, die mit Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf arbeiten.

Zum Inklusions-Leitfaden
Nach oben scrollen