
Lehrer an der Privatschule: Was ist wirklich anders?
Mehr Freiheit, modernes Konzept — aber kein Beamtenstatus. Was Privatschullehrkräfte verdienen und worauf du bei einem Wechsel achten solltest.
Staatliche vs. private Schule: Der Grundunterschied
An staatlichen Schulen werden Lehrkräfte in der Regel verbeamtet — mit Pensionsanspruch, Unkündbarkeit und Beihilfe. An Privatschulen ist das die Ausnahme: Hier gilt meist Angestelltenstatus (TVL oder Haustarif). Das hat Konsequenzen für Gehalt, Altersvorsorge und Krankenversicherung.
Gehalt an Privatschulen
Privatschulen zahlen sehr unterschiedlich — von deutlich unter Tarif bis gelegentlich über Staatsniveau bei internationalen Schulen. Die meisten zahlen orientiert am TVL, aber ohne Beamtenzuschläge wie Familienzuschlag und Beihilfe.
| Schultyp | Gehalt Orientierung | Beihilfe? | Pension? |
|---|---|---|---|
| Staatliche Schule (Beamter) | A13 ~4.200–4.600 € | ✅ 50–80 % | ✅ ~71 % Endgehalt |
| Privatschule (Angestellt) | TV-L E13 ~3.800–4.200 € | ❌ GKV | ❌ gesetzl. Rente |
| Internationale Schule | ~4.500–6.000 € | ❌ | ❌ |
Vorteile der Privatschule
- Oft mehr pädagogische Freiheit und innovative Konzepte
- Kleinere Klassen, modernere Ausstattung
- Internationalere Schülerschaft (z.B. IB-Programme)
- Teilweise höhere Vergütung bei Spezialschulen
Wechsel von der Staats- zur Privatschule
Wer als Beamter zur Privatschule wechselt, muss aus dem Beamtenverhältnis entlassen werden. Das bedeutet: Verlust der Pensionsansprüche (Rückkauf möglich, aber teuer) und Wechsel in die GKV. Dieser Schritt ist kaum rückgängig zu machen. Unbedingt vorher beraten lassen.
