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Lehrer in Rheinland-Pfalz: Gehalt, Verbeamtung & Referendariat
Bundesland-Guide

Lehrer in Rheinland-Pfalz

Von der Mosel bis zum Rhein: Was Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz über Gehalt, Verbeamtung und Karriere wissen müssen.

A13
Einstieg Gymnasium
~5.120 Euro
Brutto Einstieg A13
24 Mon.
Referendariat

Lehrergehalt in Rheinland-Pfalz 2026

Rheinland-Pfalz hat eine eigene Besoldungsordnung und zahlt Lehrkräfte vergleichbar mit dem Bundesschnitt. Das Land hat in den letzten Jahren die Gehälter stufenweise angehoben.

Schulform Besoldung Eingangsstufe (Stufe 4) Endstufe (ca.)
Gymnasium A 13 ~5.120 € bis ~6.450 €
Realschule plus / IGS A 12 → A 13 ~4.610 – 5.120 € bis ~6.450 €
Grundschule A 12 ~4.610 € bis ~5.823 €
Förderschule A 13 ~5.120 € bis ~6.450 €
Berufsbildende Schule A 13 ~5.120 € bis ~6.450 €
Schulleitung A 14–A 16 über A 13

Quelle: Landesamt für Finanzen Rheinland-Pfalz (LfF), Landesbesoldungsordnung A — Grundgehaltssätze (Anlage 6 LBesG), gültig ab 1. April 2026 (Landesgesetz zur Anpassung der Besoldung und Versorgung 2026/2027/2028 vom 22. September 2026, Landtags-Drucksache 19/467; amtliche Tabellen). Rechtsstand: in Kraft – gilt seit 1. April 2026 (Landesgesetz vom 22. September 2026, verkündet im GVBl. 2026 Nr. 29 vom 24. September 2026); das LfF zahlt die erhöhten Beträge seit den September-Bezügen 2026 rückwirkend zum 1. April 2026. Grundgehalt ohne Familienzuschlag und Zulagen; Stand der Prüfung: 24. September 2026.

Gehalt Grundschullehrer in Rheinland-Pfalz

Grundschullehrkräfte in Rheinland-Pfalz werden nach Besoldungsgruppe A 12 besoldet. Eine Anhebung auf A 13 ist in Rheinland-Pfalz bislang nicht beschlossen. Das Bruttogehalt richtet sich nach der Erfahrungsstufe; hinzu kommen Familienzuschlag und Beihilfe.

In Rheinland-Pfalz ist A 12 das Eingangsamt für das Lehramt an Grundschulen bzw. an Grund- und Hauptschulen; A 13 gibt es dort nur für Funktionsämter. Im Ländervergleich (Stand: September 2026) gehört Rheinland-Pfalz damit – zusammen mit Baden-Württemberg und dem Saarland – zu den drei Ländern, in denen Grundschullehrkräfte weiterhin nach A 12 besoldet werden. In elf Ländern gilt bereits A 13, Bayern und Hessen heben die Besoldung bis 2028 schrittweise über eine Zulage an. Besoldungstabellen aller Länder im Überblick.

Gehalt Realschullehrer in Rheinland-Pfalz

Realschullehrkräfte in Rheinland-Pfalz werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst richtet sich brutto nach der Erfahrungsstufe. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Rheinland-Pfalz (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Rheinland-Pfalz starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt hängt von der Erfahrungsstufe ab und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Beihilfe in Rheinland-Pfalz: 50 % – und der Rest?

Als verbeamtete Lehrkraft ohne Kinder erstattet dir die Beihilfe in Rheinland-Pfalz 50 % deiner beihilfefähigen Krankheitskosten, den Rest sicherst du selbst ab. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem PKV-Angebot, das zu deinem Beihilfesatz passt.

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Verbeamtung in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz verbeamtet Lehrkräfte regelmäßig nach dem Vorbereitungsdienst. Altersgrenze: bis 45 Jahre. Sonderregelungen für Mangelfächer (MINT, Sonderpädagogik). Gesundheitsprüfung und 3-jährige Probezeit sind Standard.

Beihilfe in Rheinland-Pfalz – was das Land bei Krankheit übernimmt

Zur Verbeamtung gehört die Beihilfe: 50 Prozent der beihilfefähigen Krankheitskosten, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent. Für die Besoldungsgruppen A 12 bis A 15 zieht das Land eine Kostendämpfungspauschale von 300 Euro im Jahr ab (40 Euro weniger je Kind), und Chefarzt sowie Zweibettzimmer gibt es nur gegen 26 Euro im Monat. Eine pauschale Beihilfe sehen Gesetz und Beihilfenverordnung nicht vor. Alles Weitere steht im Beihilfe-Ratgeber für Rheinland-Pfalz.

Referendariat in Rheinland-Pfalz

Dauer: 18 Monate (für alle Lehrämter). Anwärtergrundbetrag: 1.806,71 Euro brutto/Monat (A 13; A 12: 1.773,55 Euro), seit 1. April 2026. Einstellungstermine: März und September. Studienseminare in Mainz, Koblenz, Trier und weiteren Städten des Landes.

Rheinland-Pfalz-Besonderheiten

Realschule Plus
RLP-spezifisches Schulmodell: Die Realschule Plus kombiniert Haupt- und Realschule und ermöglicht die Orientierungsstufe Klasse 5-6.
Integrierte Gesamtschulen
Viele IGS in RLP bieten alle Schulabschlüsse bis zum Abitur – beliebtes Schulmodell in Städten.
Weinland
Rhein, Mosel, Pfalz: attraktive Lebensqualität im Gegenzug für etwas niedrigere Gehälter als in Ballungsraum.
Nähe zu Frankreich
Grenznahe Schulen bieten bilinguale Angebote – besonders für Französisch-Lehrkräfte attraktiv.

PKV für Rheinland-Pfalz-Lehrer

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Besoldung Rheinland-Pfalz: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz nach der Besoldungsordnung A des Landesbesoldungsgesetzes Rheinland-Pfalz (LBesG) eingestuft. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.

Probezeit: Dienstunfähig heißt nicht automatisch Pension

Wirst du in der Probezeit dienstunfähig und liegt die Ursache nicht im Dienst, kommt ein Ruhestand nur in Frage, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit (in der Regel fünf Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit) schon erfüllt hast – und auch dann nur nach Ermessen deines Dienstherrn. Sonst wirst du entlassen. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem Angebot zur Dienstunfähigkeitsversicherung, passend zu deinem Status.

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Angestellte Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Rheinland-Pfalz

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Wie Rheinland-Pfalz im Vergleich zu den anderen Ländern abschneidet, zeigt die Übersicht Lehrergehalt im Ländervergleich.

Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Rheinland-Pfalz

Was verdient ein Lehrer in Rheinland-Pfalz?

Verbeamtete Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe ein Grundgehalt nach der Landesbesoldungstabelle (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Rheinland-Pfalz netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben zum Beispiel aus A 13 in der Eingangsstufe (5.120,01 € brutto) bei Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und mit 200 € PKV-Beitrag rund 3.800 € netto (Schätzung mit dem Lohnsteuertarif 2026).

Werden Lehrer in Rheinland-Pfalz verbeamtet?

Rheinland-Pfalz verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Rheinland-Pfalz?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag beträgt seit dem 1. April 2026 1.773,55 € (Eingangsamt A 12) bzw. 1.806,71 € (A 13) brutto im Monat; die Anpassung gilt seit dem 1. April 2026 (Landesgesetz vom 22. September 2026, GVBl. 2026 Nr. 29); in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Rheinland-Pfalz weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

Einstieg vs. Endstufe: Die Bruttowerte oben gelten für den Einstieg (Eingangsstufe; in Rheinland-Pfalz amtlich Stufe 4 bei A 12 und A 13). Mit den Erfahrungsstufen steigt das Grundgehalt deutlich an — in der Endstufe liegt A 13 in Rheinland-Pfalz je nach Erfahrungsstufe unterschiedlich hoch. Den genauen Stufenanstieg zeigt die Besoldungstabelle 2026.

Besoldung in Rheinland-Pfalz 2026: Stand der Anpassung

Anpassung 2026: Rheinland-Pfalz erhöht die Besoldung um +3,3 % rückwirkend zum 1. April 2026 (Mindestbetrag 100 €) — der höchste Satz unter den Ländern in diesem Schritt. Das Landesgesetz vom 22. September 2026 ist verkündet (GVBl. 2026 Nr. 29 vom 24. September 2026) und gilt rückwirkend seit dem 1. April 2026. Das Landesamt für Finanzen zahlt die erhöhten Bezüge seit der September-Abrechnung 2026 (Stand: September 2026). Danach folgen +2,0 % zum 1. März 2027 und +1,0 % zum 1. Januar 2028.

In Rheinland-Pfalz richtet sich die Besoldung nach dem Lehramt: Grundschul- und Realschullehrkräfte starten in A 12 oder A 13, Gymnasial- und berufsbildende Lehrkräfte in A 13. Verbindlich sind die Tabellen des Landesamts für Finanzen Rheinland-Pfalz.

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