
Lehrer in Bremen
Der kleinste Stadtstaat: Was Lehrerinnen und Lehrer in Bremen und Bremerhaven wissen müssen.
Lehrergehalt in Bremen 2026
Bremen orientiert sich an der Bundesbesoldung mit eigener Bremischer Besoldungsordnung. Die Gehälter sind vergleichbar mit dem Bundesdurchschnitt.
| Schulform | Besoldung | Eingangsstufe (je Gruppe Stufe 4–5) | Endstufe (ca.) |
|---|---|---|---|
| Gymnasium / Sek. II | A 13 | ~4.970 € | bis ~6.074 € |
| Grundschule | A 13 | ~4.970 € | bis ~6.074 € |
| Sekundar-/Real-/Gemeinschaftsschule | A 12 / A 13 | ~4.289 – 4.970 € | bis ~6.074 € |
| Berufsbildende Schule | A 13 | ~4.970 € | bis ~6.074 € |
| Förderschule | A 13 | ~4.970 € | bis ~6.074 € |
| Schulleitung / Funktionsstellen | A 14–A 16 | über A 13 |
Quelle: Freie Hansestadt Bremen, Bremisches Besoldungsgesetz (BremBesG) — Besoldungsordnung A, Grundgehaltssätze, gültig ab 1. Februar 2025 (Die Senatorin für Finanzen; Beträge gegen die amtliche Anlage und die dbb-Tabelle 02/2025 geprüft). Rechtsstand: in Kraft (Gesetz vom 18. September 2024, Anlage 1 in Brem.GBl. 2024 Nr. 103, S. 763). Die Tabelle zeigt die rechtlich geltenden Beträge ab 01.02.2025; Bremen zahlt seit der Senatsentscheidung vom 07.10.2025 unter Vorbehalt rund 0,15 % mehr (3,80 statt 3,65 % ab 01.12.2024). Ein neues Besoldungsgesetz (Drs. 21/1996) ist in der Bürgerschaft, die Nachzahlung ist für November/Dezember 2026 angekündigt. Grundgehalt ohne Familienzuschlag und Zulagen; Stand der Prüfung: 24. September 2026.
Gehalt Grundschullehrer in Bremen
Grundschullehrkräfte in Bremen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt richtet sich nach der Erfahrungsstufe; hinzu kommen Familienzuschlag und Beihilfe.
In Bremen wurden die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen zum 1. August 2021 von A 12 nach A 13 übergeleitet; zwischen August 2019 und Juli 2021 gab es zuvor eine Zulage. Im Ländervergleich (Stand: September 2026) gehört Bremen damit zu den elf Ländern, in denen Grundschullehrkräfte bereits nach A 13 besoldet werden. Bei A 12 bleiben Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland; Bayern und Hessen heben die Besoldung bis 2028 schrittweise über eine Zulage an. Besoldungstabellen aller Länder im Überblick.
Gehalt Realschullehrer in Bremen
Realschullehrkräfte in Bremen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst richtet sich brutto nach der Erfahrungsstufe. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.
Gehalt Gymnasiallehrer in Bremen (Studienrat)
Gymnasiallehrkräfte in Bremen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt hängt von der Erfahrungsstufe ab und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.
Beihilfe in Bremen: 50 % – und der Rest?
Als verbeamtete Lehrkraft ohne Kinder erstattet dir die Beihilfe in Bremen 50 % deiner beihilfefähigen Krankheitskosten, den Rest sicherst du selbst ab. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem PKV-Angebot, das zu deinem Beihilfesatz passt.
Verbeamtung in Bremen
Bremen verbeamtet Lehrkräfte. Altersgrenze: bis 45 Jahre (§ 48 Landeshaushaltsordnung). Seit dem 8. Mai 2026 erhöht sich diese Grenze für Zeiten, in denen Kinder unter 18 Jahren betreut oder pflegebedürftige nahe Angehörige gepflegt wurden, jeweils um höchstens drei Jahre, wenn in dieser Zeit keine Berufstätigkeit in einem Umfang ausgeübt wurde, der auch im Bremer Beamtenverhältnis zulässig gewesen wäre; eingestellt wird dann nur, wer jünger als 49 Jahre ist (§ 48 Abs. 2 LHO, eingefügt durch Gesetz vom 28. April 2026, Brem.GBl. 2026 Nr. 50). Ausnahmen bei dringendem dienstlichem Interesse möglich. Gesundheitsprüfung und 3-jährige Probezeit sind Voraussetzung.
Gesundheitliche Eignung: Der Maßstab ist niedriger, als viele denken
Kaum ein Punkt sorgt vor der Übernahme ins Beamtenverhältnis für so viel Unsicherheit wie
die amtsärztliche Untersuchung. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Prüfmaßstab 2013 deutlich
zugunsten der Bewerberinnen und Bewerber verschoben: Der Dienstherr darf die Einstellung nur
noch ablehnen, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Erreichen der Altersgrenze
Dienstunfähigkeit eintritt. Die bloße Möglichkeit einer künftigen Erkrankung oder eine
Abweichung vom Normalzustand genügt ausdrücklich nicht
(BVerwG,
Urteil vom 25.07.2013 – 2 C 12.11).
Praktisch heißt das: Eine chronische Erkrankung oder eine zurückliegende Behandlung schließt
die Verbeamtung nicht von vornherein aus. Entscheidend ist die individuelle Prognose — und sie
muss vom Dienstherrn begründet werden, nicht von dir widerlegt.
Schwerbehinderung: eigene, günstigere Regeln
Für schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber gelten erleichterte Anforderungen. Verlangt
wird nur das für die Laufbahn erforderliche Mindestmaß körperlicher Eignung —
nicht die Eignung für jeden denkbaren Dienstposten. Auch die Möglichkeit, dass die Behinderung
später zu einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit führt, steht der Übernahme nicht entgegen.
In vielen Ländern liegt zudem die Höchstaltersgrenze höher, die sonst an ein bestimmtes
Lebensjahr geknüpft ist. Grundlage sind § 128 SGB IX, das Landesbeamtengesetz und die
darauf beruhende Laufbahnverordnung.
Wichtig für die Planung in Bremen: Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Ernennung, nicht der
Antrag oder die Bewerbung — dazwischen liegen im Zweifel Monate, in denen man bereits im
Dienst steht. Und der Beamtenstatus
entscheidet nicht nur über das Monatsgehalt, sondern auch über die spätere
Altersversorgung.
Beihilfe in Bremen – was das Land bei Krankheit übernimmt
Zur Verbeamtung gehört die Beihilfe: 50 Prozent der beihilfefähigen Krankheitskosten, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent. Bremen hat dabei strengere Regeln als die meisten Länder: Anträge müssen innerhalb eines Jahres gestellt werden, Ehe- und Lebenspartner zählen nur bis 12.000 Euro Einkünfte im Vorjahr mit, und Chefarzt sowie Zweibettzimmer übernimmt die Beihilfe nicht. Einzelheiten stehen im Beihilfe-Ratgeber für Bremen.
Referendariat in Bremen
Dauer: 18 Monate. Anwärtergrundbetrag: 1.692,41 Euro brutto/Monat (A 13, Stand seit 1. Februar 2025; Anpassung 2026 noch nicht beschlossen). Einstellungstermine: Februar und August. Landesinstitut für Schule (LIS) in Bremen koordiniert die Ausbildung.
Bremen-Besonderheiten
Bremens besonderes Schulmodell führt alle Schüler von Klasse 5 bis 10 und ermöglichtet alle Abschlüsse.
Die Seehafenstadt hat oft eigene Ausschreibungen und bietet manchmal bessere Chancen als die Hansestadt Bremen.
Kurze Wege zur Schulbehörde, persönliche Beziehungen – der Stadtstaatcharakter erleichtert vieles.
Pendeln nach Hamburg ist möglich – doppelte Jobmöglichkeiten für Lehrkräfte im Nordwesten.
Krankenversicherung für Bremer Lehrer
Als Beamter in Bremen lohnt sich die Private Krankenversicherung – kostenlos vergleichen.
Weiterführend auf Lehrer Infoportal:
→ Gehaltsrechner – dein Netto für alle 16 Bundesländer |
Verbeamtung als Lehrer |
PKV & Beihilfe für Beamte |
Alle 16 Bundesländer im Vergleich |
Altersgrenzen Verbeamtung |
Quereinsteiger werden Lehrer
Probezeit: Dienstunfähig heißt nicht automatisch Pension
Wirst du in der Probezeit dienstunfähig und liegt die Ursache nicht im Dienst, kommt ein Ruhestand nur in Frage, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit (in der Regel fünf Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit) schon erfüllt hast – und auch dann nur nach Ermessen deines Dienstherrn. Sonst wirst du entlassen. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einem Angebot zur Dienstunfähigkeitsversicherung, passend zu deinem Status.
Besoldung Bremen: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen
Als Landesbeamte werden Lehrkräfte in Bremen nach der Besoldungsordnung A des Bremischen Besoldungsgesetzes (BremBesG) eingestuft. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe (überwiegend A 12 bis A 13, Funktionsstellen bis A 15) zuzüglich Zulagen.
- Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich.
- Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
- Besoldungserhöhung 2026: Die Besoldung wird regelmäßig angepasst — eine Erhöhung wirkt auf Grundgehalt und Zulagen.
Angestellte Lehrkräfte in Bremen: Tarifvertrag (TV-L)
Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.
Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.
Mehr zum Lehrergehalt in Bremen
- Besoldungstabelle 2026 & Bundesland-Vergleich
- Gehaltsrechner für Lehrkräfte (Brutto/Netto)
- Referendariatsgehalt & Anwärterbezüge
→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.
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Wie Bremen im Vergleich zu den anderen Ländern abschneidet, zeigt die Übersicht Lehrergehalt im Ländervergleich.
Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Bremen
Was verdient ein Lehrer in Bremen?
Verbeamtete Lehrkräfte in Bremen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe ein Grundgehalt nach der Landesbesoldungstabelle (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.
Wie viel bleibt von A 13 in Bremen netto?
Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben zum Beispiel aus A 13 in der Eingangsstufe (4.970,00 € brutto nach der rechtlich geltenden Tabelle; unter Vorbehalt zahlt Bremen derzeit rund 0,15 % mehr) bei Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und mit 200 € PKV-Beitrag rund 3.710 € netto (Schätzung mit dem Lohnsteuertarif 2026).
Werden Lehrer in Bremen verbeamtet?
Bremen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.
Was verdient man im Referendariat in Bremen?
Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Bremen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag beträgt derzeit 1.692,41 € brutto im Monat (Eingangsamt A 13, Stand seit 1. Februar 2025); die Anpassung für 2026 hat der Senat beschlossen, die Bürgerschaft noch nicht; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.
Verdienen angestellte Lehrer in Bremen weniger als verbeamtete?
In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.
Besoldung in Bremen 2026: Stand der Anpassung
Anpassung 2026: Bremen will das Tarifergebnis der Länder auf die Beamtenbesoldung übertragen — +2,8 % zum 1. April 2026 (ohne den tariflichen Mindestbetrag von 100 €), zusätzlich +2,5 % rückwirkend ab 1. Januar 2024 und +3,8 % ab 1. Dezember 2024. Der Senat hat den Gesetzentwurf am 4. August 2026 beschlossen und am 15. September 2026 als Drucksache 21/1996 in die Bürgerschaft eingebracht; beschlossen ist er noch nicht (weitere Sitzungen am 11. November und 9. Dezember 2026). Weitere Schritte laut Entwurf: +2,0 % zum 1. März 2027 und +1,0 % zum 1. Januar 2028. Bis zur Verkündung gilt die Tabelle ab 1. Februar 2025; Bremen zahlt seit der Senatsentscheidung vom 7. Oktober 2025 unter Vorbehalt rund 0,15 % mehr (3,80 statt 3,65 % ab 1. Dezember 2024), die Nachzahlung ist für November/Dezember 2026 angekündigt.
Bremen besoldet Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen im Regelfall nach A 13; an Sekundar-, Real- und Gemeinschaftsschulen kommt je nach Lehramt auch A 12 vor. A 14 bis A 16 sind Beförderungsämter für Funktionsstellen und Schulleitung. Die konkreten Grundgehaltssätze stehen in der Besoldungstabelle des Senators für Finanzen; verbindlich ist allein diese amtliche Fassung.