
Beamtenbesoldung 2026: So viel mehr verdienen Lehrer
Alle Gehaltserhöhungen für verbeamtete Lehrer 2026 im Überblick – nach Bundesland und Besoldungsgruppe.
Beamtenbesoldung 2026: Wie viel mehr gibt es?
Die Beamtenbesoldung 2026 wurde in mehreren Bundesländern angehoben. Die konkreten Erhöhungen variieren je nach Bundesland, Besoldungsgruppe und Ergebnis der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst (TVöD/TV-L).
Erhöhungen im Überblick
| Bundesland | Anpassung 2026 (Stand September 2026) | Gültig ab |
|---|---|---|
| Bayern | +2,82 % im Vorgriff, Gesetz noch nicht beschlossen (Drs. 19/12912) | 01.10.2026 |
| NRW | neue Tabelle in Kraft | 01.04.2026 |
| Baden-Württemberg | +2,82 %, vorgriffsweise gezahlt, Gesetz folgt | 01.04.2026 |
| Niedersachsen | neue Tabelle in Kraft | 01.04.2026 |
| Hessen | +3,02 %, mindestens 110 € (Gesetz vom 3. September 2026) | 01.07.2026 |
| Sachsen | neue Tabelle in Kraft | 01.04.2026 |
| Bund (Orientierungswert) | Abschläge +3,0 % und +2,8 % unter Vorbehalt (Gesetz noch nicht beschlossen) | seit 04/2025 bzw. 05/2026 |
Konkret: So viel mehr verdient ein A13-Lehrer 2026
Beispiel Hessen (Anpassung zum 1. Juli 2026, Endstufe 8):
| Besoldungsgruppe | Brutto bis 30.06.2026 (Tabelle ab 01.12.2025) | Brutto ab 01.07.2026 | Differenz |
|---|---|---|---|
| A12 Stufe 8 | 5.758,08 € | 5.931,97 € | +173,89 € |
| A13 Stufe 8 | 6.409,26 € | 6.602,82 € | +193,56 € |
| A14 Stufe 8 | 7.106,05 € | 7.320,65 € | +214,60 € |
Wann kommt die Erhöhung auf dem Konto an?
Die Erhöhungen werden automatisch ausgezahlt – in der Regel rückwirkend zum Stichtag. Du musst nichts beantragen. Die angepassten Bezüge erscheinen auf deiner Gehaltsabrechnung, die du über das Landesamt oder dein Dienstherrenportal abrufen kannst.
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Wie Besoldungserhöhungen zustande kommen
Anders als bei Angestellten wird die Besoldung nicht ausgehandelt, sondern durch Gesetz festgesetzt – und das erklärt sowohl die Höhe als auch den Zeitverzug. Der übliche Ablauf hat drei Stufen: Zuerst verhandeln die Länder in der Tarifgemeinschaft mit den Gewerkschaften über die Angestellten des öffentlichen Dienstes. Dann entscheidet jedes Land eigenständig, ob und wie es dieses Ergebnis auf seine Beamten überträgt. Erst danach folgt das Gesetzgebungsverfahren im Landtag.
Aus dieser Kette folgen drei Dinge, die regelmäßig für Verwirrung sorgen. Die Übertragung ist nicht garantiert und in der Vergangenheit mehrfach gekürzt oder verschoben worden. Der Zeitpunkt unterscheidet sich je Land – deshalb gelten Erhöhungen zu verschiedenen Stichtagen. Und weil das Gesetz oft erst nach dem Stichtag beschlossen wird, erfolgt die Auszahlung rückwirkend als Nachzahlung; ein Antrag ist dafür nicht nötig.
Ein vierter Punkt betrifft die Höhe: Prozentangaben beziehen sich auf das Grundgehalt. Familienzuschlag, Zulagen und Sonderzahlungen steigen nicht zwingend im selben Umfang mit – der Nettozuwachs fällt deshalb regelmäßig geringer aus als die genannte Prozentzahl vermuten lässt. Verbindlich sind allein die Besoldungstabellen deines Landesamts.
Warum unterscheiden sich die Länder so stark?
Seit der Föderalismusreform von 2006 besoldet jedes Land eigenständig. Seither haben sich die Tabellen deutlich auseinanderentwickelt – zwischen dem bestzahlenden und dem am schlechtesten zahlenden Land liegen über eine Laufbahn erhebliche Beträge. Beim Bundeslandwechsel lohnt der Blick auf die aktuelle Tabelle mehr als auf die letzte Erhöhungsmeldung.