Lehramt studieren: Der komplette Guide 2026

Lehramt studieren: Der komplette Guide 2026
Studium

Lehramt studieren

Alles zum Lehramtsstudium in Deutschland: Studiengänge, NC, Staatsexamen und Berufseinstieg auf einen Blick.

6-7 J.
Studium + Referendariat
5
Lehramt-Typen
A13
Einstiegsbesoldung

Lehrer werden – das klingt erstmal nach einem klaren Plan. In der Praxis stehst du aber vor vielen Weggabelungen: Welche Schulform? Welche Fächer? Staatsexamen oder Master? Und wo überhaupt studieren? Dieser Guide nimmt dich an die Hand und erklärt dir Schritt für Schritt, wie dein Weg ins Klassenzimmer aussieht – ehrlich, mit allen Hürden, aber auch mit der guten Nachricht: Der Beruf ist sicher, sinnstiftend und gefragt wie selten.

Das Lehramtsstudium im Überblick

Lehrer zu werden ist in Deutschland ein langer, aber gut strukturierter Weg. Das Studium besteht aus zwei Phasen: dem Studium an der Universität (Bachelor + Master bzw. Staatsexamen) und dem anschließenden Vorbereitungsdienst (Referendariat) von 12 bis 24 Monaten je nach Bundesland.

Bachelor6 Semester
Grundstudium, Fachwissen, Schulpraktika
Master / 1. Staatsexamen4 Semester
Vertiefung, Masterarbeit, Schulpraktika
Referendariat12-24 Monate
Praxis, 2. Staatsexamen, Verbeamtung

Welches Lehramt passt zu mir?

Es gibt in Deutschland fünf verschiedene Lehramt-Typen. Die Wahl bestimmt, an welcher Schulform du später unterrichten kannst:

LehramtSchulformDauer StudiumEinstieg
Grundschule (LA GS)Klasse 1-47-9 Sem.A12/A13
Hauptschule / MittelschuleKlasse 5-9/107-9 Sem.A12
RealschuleKlasse 5-107-9 Sem.A12/A13
Gymnasium (LA GY)Klasse 5-1310 Sem.A13
SonderpädagogikFörderschulen10 Sem.A13

Wichtige Themen im Studium

Fächerwahl: Was sollte ich studieren?

Die Wahl der Unterrichtsfächer ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Lehramtsstudium. Sie beeinflusst später deine Einstellungschancen und deine Berufsoptionen erheblich.

Sehr gefragt (Mangelfächer)
  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Informatik
  • Sonderpädagogik
Gut nachgefragt
  • Deutsch
  • Englisch
  • Sport
  • Musik
  • Biologie
Höhere Konkurrenz
  • Geschichte
  • Kunst
  • Latein
  • Philosophie
  • Religion
💡 So sieht der Weg in der Realität aus

Nimm Lisa: Sie entscheidet sich nach dem Abi fürs Gymnasiallehramt mit Deutsch und Geschichte. Sechs Semester Bachelor, vier Semester Master, dazwischen mehrere Schulpraktika – und immer wieder das Gefühl „Schaffe ich das?“. Nach dem ersten eigenen Unterrichtsversuch im Praxissemester weiß sie: Ja. Nach dem Referendariat (18 Monate, anstrengend, aber machbar) wird sie mit Mitte 20 verbeamtet. Klingt lang? Ist es auch – aber jeder Schritt ist planbar, und du bist nie allein unterwegs.

Nach dem Studium: Der Weg in den Schuldienst

Nach dem Ersten Staatsexamen oder dem Master of Education folgt das Referendariat. Nach dessen erfolgreichem Abschluss (Zweites Staatsexamen) kannst du dich auf Lehrerstellen bewerben und wirst in der Regel direkt verbeamtet.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Lehramtsstudium wirklich?

Realistisch sechs bis sieben Jahre bis zur fertigen Lehrkraft: rund fünf Jahre Studium (Bachelor + Master bzw. Staatsexamen) plus 12 bis 24 Monate Referendariat. Fürs Gymnasium dauert es meist am längsten, fürs Grundschullehramt etwas kürzer.

Brauche ich einen super Abi-Schnitt?

Nicht zwingend. Viele Lehramtsstudiengänge – gerade in Mangelfächern wie Mathe, Physik oder Informatik – sind NC-frei. Mit einer cleveren Fächerkombination kommst du oft auch mit einem mittleren Schnitt rein.

Kann ich nach dem Studium das Bundesland wechseln?

Ja, grundsätzlich schon – Lehramtsabschlüsse werden in der Regel bundesweit anerkannt. Weil Bildung Ländersache ist, kann es aber Anpassungen oder Auflagen geben. Wer flexibel bleiben will, fährt mit dem gestuften Bachelor-/Master-System oft besser.

Wie sicher ist der Job am Ende?

Sehr sicher. Der Lehrermangel ist real und hält an – wer fertig wird, hat in den meisten Fächern und Regionen beste Einstellungschancen, oft mit Verbeamtung und Einstieg in A12/A13.

Was heißt das für dich? Lass dich von der Studiendauer nicht abschrecken. Der Weg ist lang, aber transparent – und am Ende steht ein krisensicherer Beruf mit Sinn. Der wichtigste Schritt ist der erste: die Wahl der Schulform und der Fächer. Nimm dir dafür Zeit, sprich mit Lehrkräften und nutze die Praktika als ehrlichen Realitätscheck.

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Die Lehramtsausbildung: Universität und Fach wählen

Die Lehramtsausbildung in Deutschland ist zweigliedrig: Sie beginnt mit dem Universitätsstudium (Bachelor und Master of Education) und wird durch den Vorbereitungsdienst abgeschlossen. Die Wahl der richtigen Universität und des Unterrichtsfachs sind dabei grundlegende Weichenstellungen.

An welcher Universität Lehramt studieren?

Pädagogische Hochschulen (z.B. in Baden-Württemberg) sind auf die Ausbildung von Grundschullehrerinnen und -lehrern spezialisiert. Volluniversitäten bieten in der Regel mehr Fächer und Schulformen an. Lehrerin oder Lehrer werden – dieser Wunsch sollte bei der Hochschulwahl im Vordergrund stehen.

Bei der Fachewahl gilt: Mangelfächer wie Mathematik, Physik, Informatik und Sonderpädagogik verbessern die Einstellungschancen erheblich. Der Abschluss Master of Education (M.Ed.) ist in den meisten Bundesländern die Voraussetzung für den Einstieg ins Referendariat.

Schulformen und Fächer: Gymnasium · Grundschule · Sonderpädagogik · Berufsschule · Mathematik · Englisch · Deutsch

Fächerwahl: Welche Unterrichtsfächer es gibt und welche als Mangelfach gelten, steht in der Übersicht der Lehramtsfächer.

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