
Lehramt Französisch 2026: Studium, NC und Berufsaussichten
Französisch gilt als attraktives Lehrfach mit guten Einstellungschancen. Was du für das Studium brauchst, welchen NC du benötigst und wie die Berufsaussichten sind.
Lehramt Französisch: Studium und Aufbau
Lehramt Französisch kann an vielen deutschen Universitäten studiert werden, meist kombiniert mit einem zweiten Fach wie Deutsch, Englisch, Geschichte oder einem MINT-Fach. Das Studium dauert je nach Bundesland 9–10 Semester bis zum Master of Education.
NC Lehramt Französisch
Der NC für Lehramt Französisch liegt in der Regel zwischen 2,0 und 2,8, variiert jedoch stark nach Hochschule und Bundesland. Wer sich für eine Kombination mit einem MINT-Fach wie Mathematik oder Physik entscheidet, profitiert oft von niedrigeren Zulassungsvoraussetzungen für das Zweitfach.
| Hochschule | NC Orientierungswert | Studienplätze |
|---|---|---|
| Berlin (FU) | ~2,3 | Mittel |
| Köln | ~2,5 | Viele |
| München (LMU) | ~2,1 | Wenige |
| Hamburg | ~2,4 | Mittel |
| Frankfurt | oft ohne NC | Viele |
Berufsaussichten: Lehrermangel auch bei Französisch?
Während Sprachen wie Englisch einen deutlichen Überschuss an Bewerbern haben, ist Französisch regional sehr unterschiedlich nachgefragt. In Bayern, NRW und Baden-Württemberg gibt es solide Einstellungschancen, besonders wenn Französisch mit einem Mangelfach (Mathematik, Informatik) kombiniert wird.
Unterricht und Berufseinstieg
Französischlehrer unterrichten an Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen. Nach dem Referendariat folgt die Verbeamtung in der Regel direkt. Das Gehalt beginnt bei A13 für Gymnasiallehrkräfte.
PKV-Erstinformation anfragen
Was dich im Französisch-Studium erwartet
Das Studium ruht auf vier Säulen: Sprachpraxis mit Grammatik, Übersetzung und mündlichem Ausdruck, Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart und Fachdidaktik. Anders als bei Spanisch bringen die meisten Studierenden Französisch aus der Schule mit, entsprechend höher liegt das Einstiegsniveau – Nullanfängerprogramme sind selten.
Ein Auslandsaufenthalt ist an den meisten Standorten verpflichtend. Für Französisch existiert dabei eine Besonderheit: Das deutsch-französische Austauschprogramm für Fremdsprachenassistenzkräfte ist gut ausgebaut, bezahlt und lässt sich in den Studienverlauf einpassen – ein Weg, der zugleich erste Unterrichtserfahrung bringt.
Ein Fach unter Druck – und was das bedeutet
Ehrlich betrachtet steht Französisch als zweite Fremdsprache seit Jahren unter Druck: Immer mehr Schülerinnen und Schüler wählen Spanisch, Kurse kommen seltener zustande, an manchen Schulen ist das Angebot ausgedünnt worden.
Daraus folgt aber nicht das, was viele annehmen. Weil zugleich deutlich weniger Studierende das Fach wählen, ist die Bewerberlage nicht schlecht – in mehreren Ländern werden Französischkräfte durchaus gesucht, gerade um bestehende Züge zu halten. Entscheidend ist die Kombination: Mit einem Mangelfach als Zweitfach bist du unabhängig davon, wie viele Französischstunden eine einzelne Schule anbietet. Das ist bei diesem Fach kein taktischer Zusatz, sondern die eigentliche Absicherung.
Lohnt sich Französisch trotz des Trends noch?
Wenn die Sprache dich interessiert: ja. Der Rückgang betrifft die Zahl der Kurse, nicht ihre Existenz – Französisch bleibt an Gymnasien fest verankert, und die Konkurrenz unter Bewerbern ist geringer als in Englisch. Ohne zweites, breiter einsetzbares Fach würde ich es allerdings nicht wählen.