Pension für Lehrer — Ruhestandsgehalt, Berechnung & Versorgungslücken 2026

Pension für Lehrer — Ruhestandsgehalt, Berechnung & Versorgungslücken 2026

Als verbeamteter Lehrer erhältst du im Ruhestand eine Beamtenpension — kein Rentenpunkt, sondern ein Prozentsatz deines letzten Gehalts. Wie viel das ist und worauf du achten musst.

71,75 %Max. Versorgungssatz (40 J.)
~4.200 €Pension A13 nach 40 Jahren
67 JahreRegelaltersgrenze Beamte
1,7935 %Zuwachs pro Dienstjahr

Wie wird die Pension berechnet?

Die Beamtenpension berechnet sich nach einer einfachen Formel:

Pension = Ruhegehaltfähiges Gehalt × Ruhegehaltssatz

Der Ruhegehaltssatz steigt pro Dienstjahr um 1,7935 %, beginnt bei 35 % und ist auf 71,75 % begrenzt (erreicht nach 40 Jahren).

Dienstjahre Versorgungssatz Pension bei A13 Stufe 8
20 Jahre 35,87 % ~1.970 €
25 Jahre 44,84 % ~2.462 €
30 Jahre 53,81 % ~2.953 €
35 Jahre 62,78 % ~3.445 €
40 Jahre 71,75 % ~3.937 €
💡 Das ruhegehaltfähige Gehalt ist nicht das Bruttogehalt, sondern das Grundgehalt (ohne Zulagen wie Ballungsraumzulage) der letzten 2 Jahre.

Pensionseintritt: Wann darf man in Rente?

Beamte gehen in der Regel mit 67 Jahren in den Ruhestand (Regelaltersgrenze). Es gibt verschiedene Möglichkeiten für einen früheren Eintritt:

Option Alter Abschläge
Regelaltersgrenze 67 Jahre keine
Antragsruhestand ab 62 Jahre 0,3 % pro Monat (max. 10,8 %)
Schwerbehinderung (GdB ≥ 50) ab 60 Jahre keine (unter Voraussetzungen)
Dienstunfähigkeit jederzeit mind. 10,8 % Abschlag (bis max.)

Pension vs. Rente: Der große Vergleich

Merkmal Beamtenpension (Lehrer) Gesetzliche Rente (Angestellter)
Berechnungsbasis % des letzten Gehalts Rentenpunkte × aktueller Rentenwert
Maximaler Satz 71,75 % ~48 % (Zielgröße)
Krankenversicherung Beihilfe + PKV GKV (volles Beitrag)
Hinterbliebenenversorgung 55 % der Pension 55–60 % der Rente
Inflation Anpassung per Gesetz Anpassung per Gesetz
✅ Die Beamtenpension ist im Schnitt deutlich höher als die gesetzliche Rente eines Angestellten mit gleichem Bruttoverdienst.

Versorgungslücken & Absicherung

Wer früh aus dem Dienst ausscheidet — z.B. durch Dienstunfähigkeit oder vorzeitigen Ruhestand — hat oft deutlich weniger Pension als erwartet. Ein Beispiel:

Beispiel: Lehrer, 45 Jahre, 20 Dienstjahre, dienstunfähig
Pension: 35,87 % von ~5.400 € = ~1.937 € brutto
Nach Abzug KV + Pflegeversicherung: ~1.650 € netto

Zum Vergleich: Gleicher Lehrer ohne DU-Versicherung würde im Alter von 67 Jahren ~4.000 € Pension erhalten. Die Lücke über 22 Jahre: über 500.000 €.

Kostenloser Versicherungscheck für Lehrer

Unser Experte prüft Ihre aktuelle Absicherung — unverbindlich und kostenlos.

Jetzt Versicherungscheck starten →

Ruhegehaltssatz nach Dienstjahren

Die folgende Beamtenpension-Tabelle zeigt, welcher Ruhegehaltssatz sich rechnerisch aus der Zahl der vollen Dienstjahre ergibt (Dienstjahre × 1,79375 %):

Ruhegehaltfähige Dienstjahre Ruhegehaltssatz
5 Jahre 8,97 %
10 Jahre 17,94 %
15 Jahre 26,91 %
20 Jahre 35,88 %
25 Jahre 44,84 %
30 Jahre 53,81 %
35 Jahre 62,78 %
40 Jahre 71,75 % (Höchstsatz)

Erst ab etwa 40 Dienstjahren wird der Höchstsatz von 71,75 Prozent erreicht. Wer früher aus dem Dienst ausscheidet, erhält einen entsprechend niedrigeren Satz.

Pensionshöhe: Beispielwerte

Wie viel Euro am Ende zusammenkommen, hängt von den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen ab. Die folgende Tabelle nennt Beispielwerte für zwei typische Lehrer-Besoldungen. Die Beträge sind gerundet und dienen nur der Orientierung – die tatsächlichen Grundgehälter unterscheiden sich je nach Bundesland erheblich.

Dienstjahre Ruhegehaltssatz Beispiel: 5.000 € Bezüge Beispiel: 5.800 € Bezüge
25 Jahre 44,84 % ca. 2.242 € ca. 2.601 €
30 Jahre 53,81 % ca. 2.691 € ca. 3.121 €
35 Jahre 62,78 % ca. 3.139 € ca. 3.641 €
40 Jahre 71,75 % ca. 3.588 € ca. 4.162 €

Hinweis: Es handelt sich um Beispielrechnungen auf Basis fiktiver monatlicher Bruttobezüge. A12 entspricht häufig Grund-, Haupt- und Realschullehrkräften, A13 dem höheren Dienst bzw. Gymnasial- und Berufsschullehrkräften. Von der Bruttopension gehen noch Steuern sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab.

Wichtig für die Einordnung: Anders als bei der gesetzlichen Rente wird die Beamtenpension in voller Höhe versteuert. Der steuerpflichtige Anteil der Versorgungsbezüge steigt über die Jahrgänge schrittweise an, sodass sich Brutto- und Nettopension zunehmend annähern. Die Zahlen in der Tabelle sind daher Brutto-Orientierungswerte; das tatsächlich verfügbare Einkommen liegt je nach Steuerklasse, Krankenversicherung und Familiensituation niedriger. Wer eine konkretere Größenordnung sucht, kann die eigenen Eckdaten in den Pensionsrechner eingeben.

Abschläge bei vorzeitigem Ruhestand

Wer vor der maßgeblichen Altersgrenze in den Ruhestand geht, muss mit einem Versorgungsabschlag rechnen. Er beträgt 0,3 Prozent pro Monat des vorzeitigen Ausscheidens und ist auf höchstens 10,8 Prozent begrenzt (das entspricht 36 Monaten).

Vorzeitiger Ruhestand Versorgungsabschlag
12 Monate früher 3,6 %
24 Monate früher 7,2 %
36 Monate früher 10,8 % (Maximum)

Der Abschlag gilt dauerhaft, also auch nach Erreichen der regulären Altersgrenze. Bei Dienstunfähigkeit infolge eines anerkannten Dienstunfalls entfällt er. Zudem darf die Pension nicht unter die gesetzliche Mindestversorgung fallen: Diese beträgt entweder 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder – wenn günstiger – einen amtsunabhängigen Sockelbetrag von rund 2.080 Euro brutto (65 Prozent aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A4 zuzüglich eines kleinen Festbetrags). Voraussetzung sind in der Regel mindestens fünf Jahre anrechenbare Dienstzeit.

Praxisbeispiel

Eine Studienrätin (A13) geht nach 40 vollen Dienstjahren regulär mit Erreichen der Altersgrenze in Pension. Ihre ruhegehaltfähigen Dienstbezüge liegen bei angenommenen 5.800 Euro brutto. Mit 40 Dienstjahren erreicht ihr Ruhegehaltssatz den Höchstwert von 71,75 Prozent. Die Bruttopension beträgt somit 5.800 € × 71,75 % = rund 4.162 Euro monatlich. Würde dieselbe Lehrkraft 24 Monate früher ausscheiden, käme ein Versorgungsabschlag von 7,2 Prozent hinzu – die Pension sänke auf etwa 3.862 Euro brutto. Diese Werte sind ein Rechenbeispiel; die konkrete Höhe hängt vom Bundesland, der Besoldungsstufe und der genau anerkannten Dienstzeit ab.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Pension eines Lehrers nach 40 Dienstjahren?

Nach 40 vollen Dienstjahren wird der Höchstruhegehaltssatz von 71,75 Prozent erreicht. Die Bruttopension entspricht dann rund 71,75 Prozent der letzten ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Bei angenommenen 5.800 Euro brutto sind das etwa 4.160 Euro monatlich – je nach Bundesland und Besoldungsgruppe kann der Wert abweichen.

Wie viel Prozent bekommt ein Beamter pro Dienstjahr?

Der Ruhegehaltssatz steigt pro vollem Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit um 1,79375 Prozent. Über alle Dienstjahre hinweg ist er auf maximal 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge begrenzt.

Wie hoch ist die Mindestpension für Beamte?

Die Mindestversorgung beträgt entweder 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder einen amtsunabhängigen Sockelbetrag von rund 2.080 Euro brutto – maßgeblich ist der jeweils höhere Wert. Voraussetzung sind in der Regel mindestens fünf Jahre anrechenbare Dienstzeit.

Wie stark mindert ein vorzeitiger Ruhestand die Pension?

Bei vorzeitigem Ruhestand fällt ein Versorgungsabschlag von 0,3 Prozent je Monat an, höchstens jedoch 10,8 Prozent. Der Abschlag bleibt dauerhaft bestehen; bei Dienstunfähigkeit infolge eines anerkannten Dienstunfalls entfällt er.

Altersteilzeit & gleitender Ruhestand

Viele Bundesländer bieten Lehrern Altersteilzeit an — häufig als Blockmodell: erste Hälfte weiter arbeiten (100 %), zweite Hälfte frei stellen. Oder als Teilzeitmodell: reduzierte Stunden bis zum Renteneintritt.

→ Mehr zu Altersteilzeit für Lehrer

Versorgungslücke jetzt schließen

Wer früh dienstunfähig wird, bekommt deutlich weniger Pension. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung sichert genau diese Lücke ab — günstig und einfach.

Jetzt DU-Versicherung vergleichen →

Weitere Themen zur Verbeamtung

Nach oben scrollen