
Lehramt Theater/Darstellendes Spiel
Studium, NC und Berufsaussichten für das Fach Theater/Darstellendes Spiel.
Darstellendes Spiel (auch Theater) ist ein junges, kreatives Schulfach, das in mehreren Ländern als Wahl- oder Profilfach in der Oberstufe angeboten wird. Es verbindet Schauspiel, Regie und Theatertheorie.
Studium und NC
| Aspekt | Hinweis |
|---|---|
| Abschluss | Staatsexamen / Master of Education |
| NC | meist zulassungsfrei oder moderat |
| typische Kombination | Deutsch, Kunst, Musik |
Was dich im Studium erwartet
Darstellendes Spiel wird an den meisten Hochschulen als Erweiterungsfach studiert, also zusätzlich zu zwei regulären Fächern. Der Zugang ist dabei anders als üblich: Häufig steht am Anfang eine künstlerische Eignungsprüfung – eine vorbereitete Szene, eine Improvisationsaufgabe, ein Gespräch über eigene Theatererfahrung. Wer bereits in einer Gruppe gespielt oder Regie geführt hat, hat hier einen deutlichen Vorteil.
Inhaltlich verbindet das Studium drei Stränge: eigene Spielpraxis (Körper, Stimme, Improvisation, Rollenarbeit), Theatertheorie und -geschichte von der Antike über Brecht bis zum postdramatischen Theater, und die Theaterpädagogik – die Frage, wie man mit einer Schulklasse arbeitet, in der nicht alle spielen wollen.
Wie das Fach an der Schule funktioniert
Darstellendes Spiel ist in mehreren Ländern als Wahl- oder Profilfach der Oberstufe etabliert und kann dort teils als Abiturfach belegt werden. Der Unterricht unterscheidet sich grundlegend von anderen Fächern: Er läuft oft in Doppelstunden, braucht einen geeigneten Raum und mündet in Aufführungen – mit Proben außerhalb der Unterrichtszeit, Technik, Kostümen und Öffentlichkeit.
Das ist der ehrliche Punkt bei diesem Fach: Es kostet mehr Zeit als sein Stundenkontingent hergibt. Dafür erreicht es Schülerinnen und Schüler, die sich in anderen Fächern zurückziehen, und Lehrkräfte mit diesem Fach sind an Schulen mit künstlerischem Profil ausgesprochen gefragt.
Kann ich Darstellendes Spiel auch ohne Schauspielausbildung studieren?
Ja. Verlangt wird keine professionelle Ausbildung, sondern Spielerfahrung und die Bereitschaft, sich körperlich und stimmlich zu exponieren. Viele Studiengänge nehmen ausdrücklich Menschen ohne Bühnenlaufbahn auf – geprüft wird Ausdrucksfähigkeit, nicht Perfektion.
In den ersten fünf Dienstjahren meist kein Ruhegehalt
Wirst du als Anwärter oder Beamter auf Probe dienstunfähig, bekommst du vor Ablauf der fünfjährigen Wartezeit in der Regel kein Ruhegehalt – es sei denn, die Dienstunfähigkeit geht auf einen Dienstunfall oder eine im Dienst erlittene Schädigung zurück – dann greift die Unfallfürsorge. Kostenlose Erstinformation anfordern: