Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Sachsen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Sachsen leidet unter einem der schärfsten Lehrermangel in Deutschland — und hat deshalb attraktive Einstellungsbedingungen und Sonderzulagen eingeführt. Was Lehrkräfte 2026 erwarten können.

A13: 4.974 €Brutto Einstieg Sachsen
+300 €Sonderzulage Lehrermangel
~40.000Lehrkräfte in Sachsen
2023+Sonderprogramme aktiv

Besoldung in Sachsen 2026

Sachsen liegt bei der Grundbesoldung unter dem Bundesdurchschnitt, gleicht dies aber durch Sonderzulagen und Stellenzulagen für Mangelfächer und Schulen in schwierigen Lagen aus.

Besoldungsgruppe Einstieg (Stufe 1) Endstufe
A 12 (Grundschule, auslaufend/teils) 4.444 € 5.745 €
A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) 4.974 € 6.381 €
A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) über A 13
A 15 (Schulleitung) über A 14

Gehalt Grundschullehrer in Sachsen

Grundschullehrkräfte in Sachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Das Bruttogehalt liegt bei rund 4.974 € bis 6.381 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Sachsen

Realschullehrkräfte in Sachsen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 4.974 € bis 6.381 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Sachsen (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Sachsen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 4.974 € bis 6.381 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

ℹ️ Sachsen zahlt Lehrkräften an Schulen mit besonderen Herausforderungen eine Stellenzulage von 150–300 € monatlich zusätzlich.

Lehrermangel in Sachsen

Sachsen hat einen der bundesweit akutesten Lehrermangel — besonders in ländlichen Regionen. Das Kultusministerium hat darauf mit mehreren Maßnahmen reagiert:

  • Einstellung von Seiteneinsteigern (auch ohne Lehramtsstudium)
  • Sonderzulagen für Mangelfächer (bis 300 €/Monat)
  • Verbeamtung auch jenseits der Altersgrenze
  • Aktive Anwerbung aus anderen Bundesländern
  • Vollstudium auf Teilzeit für Seiteneinsteiger
⚠️ Seiteneinsteiger in Sachsen werden zunächst als Angestellte eingestellt und können sich später um eine Verbeamtung bewerben — wenn sie die formalen Voraussetzungen erfüllen.

Verbeamtung in Sachsen

Sachsen verbeamtet regulär eingestellte Lehrkräfte mit vollem Staatsexamen. Die Altersgrenze liegt bei 42 Jahren, für Mangelfächer und Seiteneinsteiger gibt es Ausnahmen. Probezeit: 2–3 Jahre.

💡 Wer aus einem anderen Bundesland nach Sachsen wechselt, kann seine Erfahrungsstufe in der Regel übertragen lassen — lass dich dazu beraten!

Schulformen in Sachsen

  • Grundschule (1–4): A12 (Bestrebungen zur Anhebung auf A13 laufen)
  • Oberschule (5–9/10): Hauptschul- und Realschulabschluss, A12/A13
  • Gymnasium (5–12): A13/A14
  • Berufsschule/BGY: A13/A14
  • Förderschule: A13/A14 + Zulage

Seiteneinsteiger in Sachsen

Sachsen hat eines der liberalsten Seiteneinstiegsprogramme Deutschlands. Wer ein Hochschulstudium (Bachelor/Master) in einem schulfach-relevanten Bereich abgeschlossen hat, kann als Seiteneinsteiger eingestellt werden:

  • Bewerbung über das Lehrerstellen-Portal Sachsen
  • Einstellung als Angestellter (TV-L, E11–E13)
  • Berufsbegleitende Qualifizierung (2–3 Jahre)
  • Möglichkeit zur Verbeamtung nach Abschluss

🗺️ Andere Bundesländer

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Schuldienst im Freistaat Sachsen

Der Freistaat Sachsen sucht aktiv Lehrerinnen und Lehrer für den sächsischen Schuldienst. Das Staatsministerium für Kultus koordiniert Einstellungen und veröffentlicht regelmäßig Stellenausschreibungen für alle Schulformen – von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Besonderheiten des sächsischen Schuldienstes

Im sächsischen Schuldienst werden neben Lehrerinnen und Lehrern auch Erzieher und Sozialpädagogen beschäftigt. Sachsen verbeamtet seit 2019 wieder Lehrkräfte und bietet damit attraktive Konditionen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern. Die sächsischen Besoldungstabellen wurden in den letzten Jahren deutlich angehoben.

Quereinstieg im Freistaat: Sachsen bietet eines der zugänglichsten Quereinstiegsprogramme in Deutschland – auch ohne klassisches Lehramtsstudium können Fachkräfte in den sächsischen Schuldienst eintreten, insbesondere in Mangelfächern.

Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Sachsen netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Sachsen erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Mehr zum Lehrergehalt in Sachsen

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Sachsen

Was verdient ein Lehrer in Sachsen?

Verbeamtete Lehrkräfte in Sachsen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 4.970 bis 6.380 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Sachsen netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in Sachsen verbeamtet?

Sachsen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Sachsen?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Sachsen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Sachsen weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

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