Lehrer in Bayern — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Bayern — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Bayern ist für Lehrerinnen und Lehrer besonders attraktiv: überdurchschnittliche Besoldung, frühe Verbeamtung und ein starkes Bildungssystem. Alles, was du wissen musst.

A13: 5.396 €Brutto Einstieg (Bayern)
A12: 4.655 €Grundschule (Einstieg)
~130.000Lehrkräfte in Bayern
Top 3Besoldung bundesweit

Besoldung in Bayern 2026

Bayern zahlt Lehrern an Gymnasien und Realschulen nach A13 / A14, Grundschullehrkräfte nach A12 / A13. Mit Ballungsraumzulage, Familienzuschlag und leistungsorientierten Zulagen ist Bayern eines der attraktivsten Bundesländer.

Besoldungsgruppe Einstieg (Stufe 1) Endstufe
A 12 (Grundschule, auslaufend/teils) 4.655 € 5.728 €
A 13 (Regelfall: Grund-, Sek-I- & Gymnasiallehrkräfte) 5.396 € 6.342 €
A 14 (Oberstudienrat, Funktionsstellen) über A 13
A 15 (Schulleitung) über A 14

Gehalt Grundschullehrer in Bayern

Grundschullehrkräfte in Bayern werden nach Besoldungsgruppe A 12 besoldet. Die Anhebung auf A 13 ist bis 2028 vorgesehen. Das Bruttogehalt liegt bei rund 4.655 € bis 5.728 € im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Bayern

Realschullehrkräfte in Bayern werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 5.396 € bis 6.342 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Bayern (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Bayern starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 5.396 € bis 6.342 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

💡 Ballungsraumzulage: Wer im Großraum München arbeitet, erhält monatlich bis zu 270 € zusätzlich.

Verbeamtung in Bayern

Bayern bietet eine der frühesten und zugänglichsten Verbeamtungen im Bundesvergleich:

  • Abschluss des Referendariats (2. Staatsexamen)
  • Bewerbung beim Kultusministerium / Schulamt
  • Einstellung in den Schuldienst (zunächst auf Probe)
  • Probezeit: 3 Jahre (kann verkürzt werden)
  • Übernahme als Beamter auf Lebenszeit
ℹ️ Altersgrenze für Erstverbeamtung in Bayern: grundsätzlich 45 Jahre. Ausnahmen gelten für Mangelfächer (z.B. Informatik, Mathematik, Physik).

Krankenversicherung & Beihilfe

Als Beamter in Bayern hast du Anspruch auf Beihilfe vom Freistaat – in der Regel 50 % (Alleinstehende) bzw. 70–80 % (mit Familie) deiner Krankheitskosten. Den Rest deckst du mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) ab.

Situation Beihilfesatz
Alleinstehend 50 %
Mit berücksichtigungsfähigem Kind 70 %
Im Ruhestand 70 %

Pension & Ruhestandsgehalt

Die bayerische Beamtenpension berechnet sich nach Dienstjahren und dem letzten Bruttogehalt. Nach 40 Dienstjahren erreichen Lehrer ca. 71,75 % des letzten Gehalts als Pension.

Dienstjahre Versorgungssatz Pension (A13 Endstufe)
20 Jahre 35,88 % ~2.276 €
30 Jahre 53,83 % ~3.414 €
40 Jahre 71,75 % ~4.550 €
✅ Bayern zählt zu den wenigen Bundesländern mit eigenem Pensionsfonds — die Pensionszahlungen sind langfristig gesichert.

Schulartsysteme in Bayern

Das bayerische Schulsystem ist differenziert und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten:

  • Grundschule (Klasse 1–4): Lehramt Grundschule, A12/A13
  • Mittelschule (Klasse 5–9/10): Lehramt Mittelschule, A12/A13
  • Realschule (Klasse 5–10): Lehramt Realschule, A13
  • Gymnasium (Klasse 5–12): Lehramt Gymnasium, A13/A14
  • Förderschule: Lehramt Sonderpädagogik, A13/A14
  • Berufsschule / FOS / BOS: Lehramt berufl. Schulen, A13/A14

Mangelfächer in Bayern 2026

In diesen Fächern werden Lehrer in Bayern besonders dringend gesucht — mit besseren Einstellungschancen und teils Sonderkonditionen:

Mathematik
Physik
Informatik
Chemie
Grundschule
Sonderpädagogik
Berufsschule

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Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Bayern netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer.
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Bayern erstattet über die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten; den Rest decken Beamtinnen und Beamte meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Angestellte Lehrkräfte in Bayern: Tarifvertrag (TV-L)

Nicht alle Lehrkräfte werden verbeamtet. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt — in der Regel in den Entgeltgruppen E 11 bis E 13, abhängig von Lehramt und Qualifikation. Hinzu kommt eine Jahressonderzahlung.

Da angestellte Lehrkräfte die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen, fällt ihr Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger aus als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Auch Quereinsteiger starten meist im Angestelltenverhältnis.

Mehr zum Lehrergehalt in Bayern

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Angestellt statt verbeamtet: Eingruppierung nach TV-L in Bayern

Nicht jede Lehrkraft in Bayern ist verbeamtet. Wer im Angestelltenverhältnis unterrichtet,
wird nicht besoldet, sondern nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt.
Die Eingruppierung richtet sich danach, in welche Besoldungsgruppe die Lehrkraft käme, wenn
sie im Beamtenverhältnis stünde.

Und genau hier steckt der Punkt, den viele Gehaltsvergleiche falsch darstellen:
Eine Paralleltabelle gibt es nicht. Erst ab A 13 ist die Zuordnung
gleichlautend — darunter liegt die Entgeltgruppe jeweils eine Stufe tiefer:

Besoldungsgruppe Entgeltgruppe TV-L
A 11 E 10 *
A 12, A 12a E 11 *
A 13 E 13
A 14 E 14
A 15 E 15

* Für die mit Sternchen markierten Entgeltgruppen sieht die
Entgeltordnung eine monatliche Angleichungszulage vor, die einen Teil des
Abstands ausgleicht. Ihre Höhe ändert sich mit den Tarifrunden — maßgeblich ist die jeweils
geltende Fassung der Entgeltordnung der TdL.

Der Sprung bei A 13 erklärt auch, warum die Anhebung der Grundschulbesoldung auf A 13 für
angestellte Lehrkräfte so viel ausmacht: Wo das Land die Besoldung anhebt, rutscht die
Eingruppierung automatisch mit — von E 11 auf E 13, ohne dass dafür eine eigene Tarifrunde
nötig wäre.

Einstiegsgehalt: Womit Lehrer in Bayern anfangen

Das Einstiegsgehalt ist der Betrag der ersten Erfahrungsstufe deiner Besoldungsgruppe —
also das, was ohne jede Anrechnung von Berufserfahrung gezahlt wird. Welche Besoldungsgruppe
das ist, entscheidet die Schulform und die Lehramtsbefähigung; die konkreten Beträge stehen
in der Besoldungstabelle auf dieser Seite.

Drei Dinge werden dabei regelmäßig übersehen:

  • Das Referendariat zählt nicht als Berufserfahrung. Wer den
    Vorbereitungsdienst abschließt, startet danach in der Regel in der ersten Stufe.
  • Vorherige Berufserfahrung kann angerechnet werden — bei angestellten
    Lehrkräften über die Stufenzuordnung, bei verbeamteten über die Anerkennung förderlicher
    Zeiten. Beides passiert nicht automatisch, sondern muss geltend gemacht werden.
  • Familienzuschlag und Zulagen kommen hinzu und sind im Tabellenwert nicht
    enthalten. Das tatsächliche erste Gehalt liegt deshalb oft über dem reinen Grundgehalt.

Berufserfahrung und Zulagen: Was das Grundgehalt ergänzt

Der Tabellenwert ist nicht das ganze Gehalt. Zwei Faktoren verändern ihn im Lauf der Zeit
erheblich — die Berufserfahrung und die Zulagen.

Erfahrungsstufen. Verbeamtete Lehrkräfte steigen innerhalb ihrer
Besoldungsgruppe automatisch in Stufen auf, je länger sie im Dienst sind. Die Zahl der Stufen
und die Laufzeiten legt das jeweilige Landesbesoldungsgesetz fest, sie unterscheiden sich also
von Bundesland zu Bundesland.

Bei angestellten Lehrkräften läuft dasselbe Prinzip über die Stufen des TV-L, allerdings
mit festen Laufzeiten: von Stufe 1 nach 2 vergeht ein Jahr, von 2 nach 3 zwei Jahre, dann
drei, vier und fünf Jahre. Bis zur Endstufe 6 sind es damit 15 Jahre
ununterbrochener Tätigkeit.

Zulagen und Zuschläge. Zum Grundgehalt können mehrere Bestandteile
hinzukommen, die in der Besoldungstabelle nicht auftauchen:

  • Familienzuschlag — abhängig von Familienstand und Kindern
  • Amtszulage — für bestimmte Funktionsstellen, etwa in der Schulleitung
  • Stellenzulage — für besondere Aufgaben oder bestimmte Schulformen
  • Jahressonderzahlung — ob und in welcher Höhe eine solche Sonderzahlung
    gezahlt wird, unterscheidet sich zwischen den Ländern am stärksten

Ob und in welcher Höhe diese Bestandteile in Bayern gezahlt werden, regelt das
Landesrecht beziehungsweise der TV-L. Weil sich die Beträge mit jeder Besoldungs- und
Tarifrunde ändern, lohnt vor einer Entscheidung immer der Blick in die aktuelle Fassung.

Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Bayern

Was verdient ein Lehrer in Bayern?

Verbeamtete Lehrkräfte in Bayern verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 5.400 bis 6.340 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Hinzu kommen Familienzuschlag und mögliche Zulagen.

Wie viel bleibt von A 13 in Bayern netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt viel vom Brutto übrig. Nach Lohnsteuer (je nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem PKV-Beitrag (mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % als Netto.

Werden Lehrer in Bayern verbeamtet?

Bayern verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen), sofern die gesundheitliche und persönliche Eignung vorliegt und die geltende Altersgrenze nicht überschritten ist. In Mangelfächern sind Ausnahmen möglich.

Was verdient man im Referendariat in Bayern?

Im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Lehrkräfte in Bayern Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich; in Mangelfächern kann ein Anwärtersonderzuschlag hinzukommen.

Verdienen angestellte Lehrer in Bayern weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-L (Entgeltgruppen E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist ihr Netto bei ähnlichem Brutto niedriger als bei verbeamteten Lehrkräften.

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