
Lehramt Technik
Studium, NC und Berufsaussichten für das Fach Technik.
Technik ist ein klassisches MINT-nahes Schulfach an Real-, Gesamt- und beruflichen Schulen. Als ausgesprochenes Mangelfach bietet es exzellente Einstellungs- und Verbeamtungschancen.
Studium und NC
| Aspekt | Hinweis |
|---|---|
| Abschluss | Staatsexamen / Master of Education |
| NC | meist zulassungsfrei oder moderat |
| typische Kombination | Mathematik, Physik, Informatik, Arbeitslehre |
Häufige Fragen
Ist Lehramt Technik ein Mangelfach?
Ja. Technik gehört zu den ausgesprochenen Mangelfächern an Real-, Gesamt- und beruflichen Schulen – die Einstellungs- und Verbeamtungschancen sind überdurchschnittlich gut.
Womit kombiniert man Lehramt Technik?
Häufige und gefragte Kombinationen sind Mathematik, Physik, Informatik oder Arbeitslehre.
In den ersten fünf Dienstjahren meist kein Ruhegehalt
Wirst du als Anwärter oder Beamter auf Probe dienstunfähig, bekommst du vor Ablauf der fünfjährigen Wartezeit in der Regel kein Ruhegehalt – es sei denn, die Dienstunfähigkeit geht auf einen Dienstunfall oder eine im Dienst erlittene Schädigung zurück – dann greift die Unfallfürsorge. Kostenlose Erstinformation anfordern:
Was dich im Technik-Studium erwartet
Das Studium ist deutlich handfester, als der Schulfachname vermuten lässt. Neben der Technikdidaktik stehen ingenieurnahe Grundlagen auf dem Plan: Werkstoffkunde, Fertigungstechnik mit Werkstattpraxis, Elektrotechnik und Grundlagen der Elektronik, Maschinenelemente, technisches Zeichnen und CAD. Dazu kommen je nach Standort Bau- und Verkehrstechnik, Energieversorgung oder Informationstechnik.
Ein erheblicher Teil findet in Werkstätten und Laboren statt – Metall, Holz, Elektro. Wer handwerklich noch nie gearbeitet hat, holt das hier nach; wer aus einem technischen Beruf kommt, hat einen spürbaren Vorsprung. An vielen Universitäten ist zudem ein Betriebspraktikum von mehreren Wochen Zulassungs- oder Studienvoraussetzung, das industrielle Fertigung aus eigener Anschauung vermitteln soll.
Das Fach heißt nicht überall gleich: Je nach Bundesland und Schulform findet es sich als Technik, Arbeitslehre oder als Verbundfach Wirtschaft-Arbeit-Technik. Wer sich für Studiengänge interessiert, sollte deshalb gezielt nach der Bezeichnung des Ziellandes suchen.
Wie Technikunterricht in der Praxis abläuft
Technikunterricht findet überwiegend im Fachraum statt, und damit verschiebt sich die Rolle der Lehrkraft: Neben der Fachlichkeit steht die Aufsichtspflicht an Maschinen im Vordergrund. Ständerbohrmaschine, Laubsäge, Lötstation, zunehmend 3D-Drucker und Lasercutter – für jedes Gerät gelten Unterweisungspflichten, und die Sicherheitsbelehrung ist zu dokumentieren. Wer diesen Teil unterschätzt, bekommt Probleme, lange bevor es fachlich schwierig wird.
Didaktisch arbeitet das Fach überwiegend projektorientiert: Ein Werkstück wird geplant, konstruiert, gefertigt und bewertet. Das erzeugt Motivation auch bei Schülerinnen und Schülern, die in anderen Fächern schwer erreichbar sind – und ist einer der Gründe, warum Technikkräfte an Schulen so geschätzt werden. Zu bedenken ist der Materialaufwand: Beschaffung, Budgetverwaltung und Wartung der Werkstatt gehören faktisch zur Stelle dazu.
Lohnt sich der Quereinstieg mit Ingenieurabschluss?
In kaum einem anderen Fach sind die Chancen so gut. Weil Technik nahezu bundesweit als Mangelfach gilt und die grundständigen Studiengänge nur wenige Absolventen hervorbringen, gibt es in den meisten Ländern eigene Programme für Ingenieurinnen und Ingenieure – häufig mit berufsbegleitender Nachqualifizierung und Einstellung von Beginn an.