Lehrer in Hessen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Lehrer in Hessen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026
Bundesland Hessen

Lehrer in Hessen — Gehalt, Besoldung & Verbeamtung 2026

Was verdient ein Lehrer in Hessen? Hier findest du das komplette Lehrergehalt in Hessen 2026 nach Schulform, die Besoldungstabelle (A 12 bis A 13), Brutto-Netto, Verbeamtung, Referendariat und die aktuellen Mangelfächer — kompakt und aktuell.

A 12–A 15
Besoldungsgruppen Lehrer Hessen
~70.000
Lehrkräfte in Hessen
45 Jahre
Altersgrenze Verbeamtung
HKM
Hessisches Kultusministerium

Das Gehalt von Lehrern in Hessen richtet sich nach dem Hessischen Besoldungsgesetz (HBesG). Hessen liegt im bundesweiten Vergleich im oberen Mittelfeld und hat — wie einige andere Länder — die Grundschulbesoldung auf A 13 angehoben. Wie viel ein Lehrer in Hessen konkret verdient, hängt von Schulform, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und Familienstand ab. Den direkten Ländervergleich findest du in unserer Besoldungstabelle 2026.

Was verdient ein Lehrer in Hessen? — Lehrergehalt 2026 nach Schulform

Die folgende Übersicht zeigt das ungefähre Bruttogehalt verbeamteter Lehrkräfte in Hessen nach Schulform und Besoldungsgruppe. Die Werte sind gerundet (Stand 2026) und steigen mit jeder Erfahrungsstufe; maßgeblich ist die jeweils gültige Besoldungstabelle des Landes Hessen.

Schulform Besoldung Brutto Stufe 1 (ca.) Endstufe (ca.)
Grundschule A 12 → A 13 ~4.610–5.350 € bis ~6.600 €
Haupt- & Realschule A 12 → A 13 ~4.610–5.350 € bis ~6.600 €
Förderschule A 13 ~5.350 € bis ~6.600 €
Gymnasium / Sek. II A 13 ~5.350 € bis ~6.600 €
Berufliche Schulen A 13 ~5.350 € bis ~6.600 €
Konrektor / Schulleitung A 14–A 16 über A 13

Gehalt Grundschullehrer in Hessen

Grundschullehrkräfte in Hessen werden nach Besoldungsgruppe A 12 besoldet. Die Anhebung auf A 13 ist bis 2028 vorgesehen. Das Bruttogehalt liegt bei ab rund 4.610 € (Einstieg), steigend mit der Erfahrungsstufe im Monat, zuzüglich Familienzuschlag und Beihilfe.

Gehalt Realschullehrer in Hessen

Realschullehrkräfte in Hessen werden nach Besoldungsgruppe A 13 besoldet. Der Verdienst liegt brutto bei rund 5.350 € bis 6.600 € im Monat. Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto überdurchschnittlich viel netto; angestellte Lehrkräfte werden nach TV-L vergütet.

Gehalt Gymnasiallehrer in Hessen (Studienrat)

Gymnasiallehrkräfte in Hessen starten als Studienrat in A 13; mit Beförderung zum Oberstudienrat folgt A 14. Das Bruttogehalt reicht von rund 5.350 € bis 6.600 € und steigt in Funktionsstellen (A 14 bis A 16) weiter an.

Hessen-Besonderheit: Hessen hat die Grundschulbesoldung auf A 13 angehoben und zahlt im Großraum Frankfurt/Rhein-Main eine Ballungsraumzulage. Die genauen Beträge ergeben sich aus der aktuellen Besoldungstabelle nach dem Hessischen Besoldungsgesetz.

Besoldung Hessen: Besoldungsgruppen, Stufen & Zulagen

Als Landesbeamte werden Lehrkräfte nach den Besoldungsgruppen der Bundesbesoldungsordnung A eingestuft, die in Hessen über das Hessische Besoldungsgesetz geregelt sind. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Grundgehalt der jeweiligen Besoldungsgruppe (A 12, A 13, A 14, A 15) zuzüglich Zulagen.

  • Grundgehalt & Erfahrungsstufen: Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen — vom Einstieg bis zur Endstufe wächst das Gehalt über die Dienstjahre deutlich an.
  • Familienzuschlag: Verheiratete bzw. verpartnerte Beamtinnen und Beamte erhalten einen Familienzuschlag; pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu.
  • Zulagen: In Hessen zählt dazu u. a. die Ballungsraumzulage; in Funktionsstellen können Amts- bzw. Stellenzulagen anfallen.
  • Besoldungserhöhung 2026: Wie bei allen Landesbeamten wird die hessische Besoldung regelmäßig angepasst — eine Besoldungserhöhung erhöht Grundgehalt und Zulagen entsprechend.

Brutto-Netto: Was bleibt vom Lehrergehalt in Hessen netto?

Ein großer Vorteil verbeamteter Lehrkräfte: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtbeitrag). Vom Bruttogehalt werden vor allem folgende Posten abgezogen:

  • Lohnsteuer — abhängig von der Steuerklasse (z. B. III bei Verheirateten mit Alleinverdienst, IV bei zwei Verdienenden).
  • Solidaritätszuschlag (nur oberhalb der Freigrenze) und ggf. Kirchensteuer (in Hessen 9 % der Lohnsteuer bei Kirchenmitgliedschaft).
  • Private Krankenversicherung (PKV) + Beihilfe: Beamtinnen und Beamte erhalten von Hessen Beihilfe (anteilige Kostenerstattung) und versichern den Rest meist über die PKV statt über die gesetzliche Krankenversicherung. Hinzu kommt die Pflegeversicherung.
Faustregel Netto: Weil die Sozialabgaben entfallen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig — je nach Steuerklasse und PKV-Beitrag rund 75–82 % netto. Eine individuelle Schätzung liefert unser Gehaltsrechner für Lehrkräfte.

Angestellte Lehrkräfte werden dagegen nach dem TV-H (Entgeltgruppen E 11–E 13) bezahlt und zahlen die vollen Sozialversicherungsbeiträge. Bei ähnlichem Brutto fällt ihr Netto daher niedriger aus als bei verbeamteten Lehrkräften.

Verbeamtung in Hessen: Voraussetzungen & Altersgrenze

Hessen verbeamtet Lehrkräfte bis zur Altersgrenze von 45 Jahren; in Mangelfächern sind Ausnahmen bis 50 Jahre möglich. Einstellung und Verbeamtung laufen über das Hessische Kultusministerium (HKM) und die Staatlichen Schulämter. Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • Laufbahnbefähigung: abgeschlossenes 2. Staatsexamen (Vorbereitungsdienst/Referendariat).
  • Gesundheitliche Eignung: Nachweis über eine amtsärztliche Untersuchung.
  • Persönliche Eignung und in der Regel deutsche bzw. EU-Staatsangehörigkeit.
  • Altersgrenze: 45 Jahre (Ausnahmen für Mangelfächer/Vordienstzeiten).

Mangelfächer in Hessen 2026

Besonders gesucht: Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Musik sowie Lehrkräfte für Förderschulen. Im Rhein-Main-Gebiet ist der Bedarf an Grundschullehrkräften besonders hoch — hier verbessern sich Einstellungs- und Verbeamtungschancen deutlich.

Referendariat in Hessen: Anwärterbezüge

Während des Vorbereitungsdienstes erhalten angehende Lehrkräfte Anwärterbezüge. Diese bestehen aus dem Anwärtergrundbetrag (orientiert an der angestrebten Besoldungsgruppe) und ggf. einem Anwärtersonderzuschlag in Mangelfächern.

Laufbahn (Ziel) Anwärtergrundbetrag (ca., 2026)
Lehramt mit Ziel A 12 / A 13 ca. 1.700 €/Monat
+ Anwärtersonderzuschlag (Mangelfach) zusätzlich möglich

Mehr Details zur Vergütung im Vorbereitungsdienst findest du auf unserer Seite zum Referendariatsgehalt.

→ Passend dazu: A13-Gehalt netto für Lehrer — was bei A13 wirklich übrig bleibt.

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Häufige Fragen zum Lehrergehalt in Hessen

Was verdient ein Lehrer in Hessen?

Verbeamtete Lehrkräfte in Hessen verdienen je nach Schulform und Erfahrungsstufe brutto rund 5.350 bis 6.600 € im Monat (überwiegend Besoldungsgruppe A 13). Grundschullehrkräfte starten mittlerweile ebenfalls in A 13. Hinzu kommen Familienzuschlag und ggf. eine Ballungsraumzulage im Rhein-Main-Gebiet.

Wie viel ist A 13 in Hessen netto?

Da verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel übrig. Nach Lohnsteuer (abhängig von der Steuerklasse), Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und dem privaten Krankenversicherungsbeitrag (PKV mit Beihilfe) verbleiben grob 75 bis 82 % des Bruttos als Netto.

Werden Lehrer in Hessen verbeamtet?

Ja. Hessen verbeamtet Lehrkräfte mit Laufbahnbefähigung (2. Staatsexamen) bis zur Altersgrenze von 45 Jahren; bei Mangelfächern sind Ausnahmen bis 50 Jahre möglich. Voraussetzung sind außerdem die gesundheitliche Eignung (amtsärztliche Untersuchung) und die persönliche Eignung.

Was verdient man im Referendariat in Hessen?

Im Vorbereitungsdienst (Referendariat) erhalten angehende Lehrkräfte in Hessen Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag liegt 2026 bei rund 1.700 € monatlich, je nach angestrebter Besoldungsgruppe; hinzu kommen ggf. Anwärtersonderzuschläge in Mangelfächern.

Verdienen angestellte Lehrer in Hessen weniger als verbeamtete?

In der Regel ja. Angestellte Lehrkräfte werden nach dem TV-H (Entgeltgruppe E 11 bis E 13) bezahlt und zahlen volle Sozialversicherungsbeiträge. Dadurch ist das Netto bei vergleichbarem Brutto spürbar niedriger als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen.

Welche Besoldungsgruppe haben Lehrer in Hessen?

Die Besoldung richtet sich nach dem Hessischen Besoldungsgesetz (HBesG): Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte sowie Förderschullehrkräfte werden überwiegend in A 12/A 13, Gymnasial- und Berufsschullehrkräfte in A 13 eingruppiert. Funktionsstellen (Konrektor, Schulleitung) reichen bis A 15/A 16.

Bundesland-Vergleich Lehrergehalt

Vergleiche das Lehrergehalt in Hessen mit anderen Bundesländern.

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