Referendariat Gehalt – Was verdienen Referendare 2026?

Referendariat 2026

Referendariat:
Gehalt & Vergütung im Überblick

Was verdienen Referendare wirklich? Alle Bundesländer im Vergleich – mit Netto-Beispielen.

1.100–1.600 €Netto-Vergütung je nach Bundesland
12–24 MonateDauer des Referendariats
SteuerpflichtigAnwärterbezüge versteuern

Wie hoch ist die Vergütung im Referendariat?

Referendare erhalten als Beamte auf Widerruf sogenannte Anwärterbezüge. Diese sind deutlich niedriger als ein reguläres Lehrgehalt, aber steuerpflichtig und sozialversicherungsfrei (keine GKV-Beiträge für verbeamtete Referendare).

BY
Bayern

Anwärterbezüge ca. 1.628 € brutto/Monat (2026). Netto ca. 1.350–1.450 € je nach Steuerklasse.

BW
Baden-Württemberg

Ca. 1.555 € brutto. Netto ca. 1.280–1.380 €.

NW
NRW

Ca. 1.406 € brutto. Netto ca. 1.150–1.250 €.

BE
Berlin

Ca. 1.370 € brutto. Netto ca. 1.120–1.220 €.

HH
Hamburg

Ca. 1.490 € brutto. Netto ca. 1.220–1.320 €.

SN
Sachsen

Ca. 1.293 € brutto. Netto ca. 1.060–1.150 €.

ℹ️ Hinweis: Referendare, die nicht verbeamtet werden (z. B. in manchen Ländern für Grundschullehramt), erhalten ggf. ein Tarifgehalt nach TV-L, das teils deutlich höher liegen kann – aber dann mit Sozialversicherungsbeiträgen.

Abzüge & Besonderheiten

Verbeamtete Referendare zahlen Lohnsteuer und Kirchensteuer, aber keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Stattdessen müssen sie sich privat krankenversichern (Beihilfe 50 % + PKV 50 %).

⚠️ Private Krankenversicherung: Die PKV-Prämie kann im Referendariat 80–200 €/Monat betragen. Diese Kosten müssen beim Netto-Budget einkalkuliert werden!
💡 Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Bundesland einen Anwärterzuschlag für besonders teure Regionen zahlt (z. B. München-Zulage in Bayern).

Nebenverdienst im Referendariat

Nebenjobs sind grundsätzlich erlaubt, aber genehmigungspflichtig. Typische Einkommensgrenzen: maximal 400–520 € Nebeneinkommen ohne bürokratischen Aufwand. Größere Nebentätigkeiten müssen beim Dienstherr gemeldet und genehmigt werden.

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  • Berlin: ~1.370 €
  • Sachsen: ~1.293 €

Extras im Referendariat

  • Beihilfe 50 % der PKV
  • Ggf. Weihnachtsgeld
  • Anwärterzuschlag (regional)
  • Familienzuschlag (wenn berechtigt)

Besoldung im Referendariat: Was bedeutet das genau?

Das Gehalt im Referendariat wird offiziell als Besoldung bezeichnet – nicht als Lohn oder Gehalt im arbeitsrechtlichen Sinne. Als Lehramtsreferendar erhältst du Anwärterbezüge, die sich nach dem jeweiligen Landesbesoldungsgesetz richten. Die Höhe der Besoldung variiert je nach Bundesland erheblich.

Besoldungsgruppe A13: Dein Einstieg nach dem Referendariat

Nach erfolgreichem Abschluss des Referendariats wirst du in der Regel in die Besoldungsgruppe A13 eingruppiert. Diese gilt für Studienräte an Gymnasien und Gesamtschulen. An Grundschulen erfolgt der Einstieg häufig in A12 oder A13 – je nach Bundesland und Schulform. Der Unterschied zwischen den Besoldungsgruppen beträgt oft mehrere hundert Euro monatlich.

Nettogehalt im Referendariat: Monatliche Übersicht nach Bundesland und Familienstand

Das monatliche Netto-Anwärtergehalt liegt je nach Bundesland und Familienstand zwischen ca. 1.150 € und 1.600 €. Verheiratete Referendare erhalten einen Familienzuschlag, der das Nettogehalt spürbar erhöht.

Bundesland Brutto/Monat Netto (ledig) Netto (verheiratet)
Bayern 1.697 € ca. 1.420 € ca. 1.560 €
Baden-Württemberg 1.647 € ca. 1.380 € ca. 1.510 €
Nordrhein-Westfalen 1.529 € ca. 1.290 € ca. 1.410 €
Hessen 1.556 € ca. 1.310 € ca. 1.430 €
Berlin 1.403 € ca. 1.200 € ca. 1.310 €
Hamburg 1.591 € ca. 1.340 € ca. 1.470 €
Sachsen 1.375 € ca. 1.180 € ca. 1.290 €

* Näherungswerte 2025/2026. Verheiratete Werte gelten für Steuerklasse III ohne Kinder.

Weitere Informationen zu Besoldungsgruppen und Gehaltsentwicklung nach dem Referendariat findest du in unserem Besoldungstabellen-Überblick 2026.

Besoldung im Vorbereitungsdienst: Einfluss des Familienstands

Das Referendariat ist rechtlich gesehen der Vorbereitungsdienst auf das Lehramt – die Verguetung wird nicht als Gehalt, sondern als Besoldung (Anwaerterbezuege) bezeichnet. Referendarinnen und Referendare sind Beamte auf Widerruf.

Wie beeinflusst der Familienstand die Besoldung?

Familienstand Auswirkung auf Besoldung
Ledig, keine Kinder Nur Grundbetrag
Verheiratet + Familienzuschlag Stufe 1 (ca. 160 EUR)
1 Kind + Familienzuschlag Stufe 2 (ca. 460 EUR)
2 Kinder + Familienzuschlag Stufe 3 (ca. 760 EUR)

Genaue Betraege variieren je nach Bundesland.

Referendarinnen und Referendare erhalten darueber hinaus Beihilfe fuer Krankheitskosten und sind in das beamtenrechtliche Versorgungssystem einbezogen. Nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes erfolgt bei Einstellung die Berufung als Beamter auf Probe.

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