
Beratungslehrer werden: Mehr als Unterricht
Beratungslehrkräfte begleiten Schüler bei Lern- und Persönlichkeitsproblemen. Was die Ausbildung umfasst, was du verdienst und wie du dich bewirbst.
Was macht eine Beratungslehrkraft?
Beratungslehrkräfte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Schulangst, Mobbing-Situationen und Berufsorientierung. Sie sind erste Anlaufstelle für Eltern und Kollegen, beraten aber auch zur Schullaufbahn. Sie arbeiten eng mit Schulpsychologen zusammen — aber mit anderem Profil.
Unterschied: Beratungslehrkraft vs. Schulpsychologe
| Merkmal | Beratungslehrkraft | Schulpsychologe |
|---|---|---|
| Ausbildung | Lehramtsstudium + Zusatzausb. | Psychologiestudium (Diplom/Master) |
| Tätigkeitsort | Schulgebunden | Schulpsychologisches Amt |
| Unterricht | Ja, reduziert | Nein |
| Schwerpunkt | Allg. Beratung, Lernprobleme | Diagnostik, Krisenintervention |
| Besoldung | A13 + Zulage | A13/E13 |
Ausbildung zur Beratungslehrkraft
Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend als Weiterqualifizierungsmaßnahme, angeboten von Landesinstituten (z.B. IQ in Bayern, Leibniz-Institut in Berlin). Umfang: meist 2 Jahre, mit Seminarveranstaltungen und praktischen Anteilen. Voraussetzung: Verbeamtung + einige Jahre Berufserfahrung.
Gehalt und Stellenanteil
Beratungslehrkräfte werden mit einer Anrechnungsstunde oder einem reduzierten Stundendeputat für ihre Beratungstätigkeit entlastet. In einigen Bundesländern gibt es zusätzlich eine Zulage. Die Gesamtbesoldung liegt bei A13 mit kleinem Aufschlag.
Wie bewirbt man sich?
Beratungslehrerstellen werden in der Regel intern ausgeschrieben. Wer Interesse hat, sollte das Gespräch mit der Schulleitung und dem Schulamt suchen. Die Auswahl erfolgt oft über Empfehlung und Eignung, nicht per klassisches Bewerbungsverfahren.
